Philosoph und Theologe Jean-Pierre Wils – Kunst und Religion als prekäres Verhältnis
Kunst irritiert. Religion auch. Und in der Gegenwart ist ihr Verhältnis geprägt von einer Konkurrenz um ihre Deutungsmacht als zeitkritische Instanz….
Kunst irritiert. Religion auch. Und in der Gegenwart ist ihr Verhältnis geprägt von einer Konkurrenz um ihre Deutungsmacht als zeitkritische Instanz….
Die Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Im Deutschlandfunk erläutert sie, warum Soziologie die Profession des Fremden an sich sei – und warum Gefühle in die Geschäftswelt und Maximierung in die Liebe Einzug halten….
Das wissenschaftlich-rationalistische Denken versucht seit Jahrhunderten zu beweisen, dass Engel – die Boten – überflüssige, nicht notwendige Nicht-Wesen sind. Ein Aberglaube aus grauer Vorzeit. Philosophen und Dichter aber sehen das anders….
Am 28. März feiern die Spanier den 500. Geburtstag von Teresa von Ávila….
Wie können sich das westliche und afrikanische Denken gegenseitig befruchten? Im Gespräch mit dem DLF zeigt der französische Philosoph Vincent Cespedes eine Antwort auf. Eine der vielen spannenden afrikanischen Kulturtechniken sei das Palaver, das auch euro-afrikanisch funktionieren könne….
Eine anarchische Situation, bei der Gewalt ungeahndet bleibt, eine ausufernde Korruption. So beschrieb die venezolanische Soziologin Francine Jácome die Situation Venezuelas im Deutschlandfunk. Die Wurzel des Problems sei dabei das Wirtschaftsmodell selbst: der noch vom verstorbenen Chávez entwickelte Staatssozialismus….
In Düsseldorf kursierte Anfang der 60er-Jahre das Stichwort „German Pop“. So lautete auch der Titel einer gerade zu Ende gegangenen Ausstellung in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt. Ulf Erdmann Ziegler bündelt in einem Essay die deutsche Debatte zum Pop und …
Hamburg definiert sein Stadtentwicklungskonzept neu, möchte grüner und gerechter werden, aber auch kräftig wachsen. Ob das gelingt, hängt davon ab, ob alle Bevölkerungsschichten dabei mitgenommen werden.www….
Zwischen einem jüdischen und einem demokratischen Staat besteht ein Widerspruch – diese Ansicht vertritt der israelische Philosoph Omri Boehm. Denn um jüdisch zu sein, müsse man „jüdisches Blut“ haben – und ein Staat könne keine liberale Demokratie sein, wenn er …
Felix Schwenzel sah wie viele früh Begeisterte im Internet eine Verheißung. Er erinnert sich, dass es 1994 bereits als Sensation galt, mit den beiden gerade veröffentlichten Webbrowsern NCSA Mosaic und Netscape Navigator erstmals Bild und Text komfortabel zusammen über das …
Haltet den Stream! Reizüberflutung, Datenverwertung, Überwachung: Das Netz, einst als Heilsbringer einer vernetzten, demokratischen Welt gefeiert, scheint heute viele seiner Versprechen nicht eingelöst zu haben. Doch wer hat Schuld?…
Angst ist kein guter Begleiter, auch nicht bei einer digitalen Revolution. Die findet im Journalismus gerade statt. 20 Jahre Online-Journalismus haben die Medien und damit die vierte Gewalt radikal verändert und verändern sie noch….
Von virtuellen Utopien und Kunst im Cyberspace wollen sie nichts mehr wissen: Ausgerechnet die sogenannten Digital Natives – nach 1980 geboren und mit dem Internet groß geworden – haben sich von einer Medienkunst, die nur im Netz existiert, längst wieder …
Die Überwachungen durch staatliche Organe im Internet machen krank, meint Friedemann Karig in Essay und Diskurs. Sie wirken genauso wie ein Virus, gegen den sich die Bürger schützen müssen – und können. Es komme darauf an, die Wunder des Netzes …
Üblicherweise ist die Geschichte vom Beginn der elektronischen Musik gebunden an männliche Wegbereiter und ihre künstlerischen Studios. Stephanie Metzger schlägt dagegen ein eher ungewöhnliches Anfangskapitel der elektronischen Musik auf und wirft einen essayistischen Blick auf zwei bisher wenig beachtete Soundpionierinnen….
Der russisch-ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow befürchtet eine Zunahme von Anarchie und Selbstjustiz in der ukrainischen Politik. Viele freiwillige Kämpfer kehrten aus den Krisengebieten im Donbass in ihre Heimatorte zurück, um gegen Korruption zu kämpfen. „Sie kommen als Krieger,“ sagte Kurkow …
Der irische Komödiant Dylan Moran lässt kein gutes Haar an der deutschen Sprache: „Wie eine Schreibmaschine, die Alufolie frisst und die Kellertreppe hinuntergetreten wird.“ Auch Schriftsteller Mark Twain tadelte sie als „unordentlich“. Lassen Sprachen Rückschlüsse auf die Mentalität eines …
Shakespeare, Rimbaud oder Morgenstern: Sie alle sollen Synästhetiker gewesen sein. Mit diesem etwas sperrigen Begriff bezeichnet die Wissenschaft Menschen, die beispielsweise Buchstaben oder Zahlen farbig sehen. Früher als krankhaft bezeichnet, gibt das Phänomen heute Aufschlüsse über unsere Wahrnehmungsweise….
Die deutsche Innenstadt war einst ein Biotop, in dem urbanes Leben stattfand. Inzwischen werden Einwohner aus ihr vertrieben, der schreibende Intellektuelle im Cafe verschwindet ebenso wie der lesende Bürger am Nachbartisch. Der Flaneur schrumpft zum Schnäppchenjäger….