Katakomben und Klischees – Neapel sehen und nicht sterben
„Neapel ist ein Paradies“, wusste schon Johann Wolfgang von Goethe. Kaum eine Stadt repräsentiert unser Italienbild mehr als die Metropole am Golf. Sehnsuchtsort und Touristenfalle zugleich….
„Neapel ist ein Paradies“, wusste schon Johann Wolfgang von Goethe. Kaum eine Stadt repräsentiert unser Italienbild mehr als die Metropole am Golf. Sehnsuchtsort und Touristenfalle zugleich….
Präventivmaßnahmen gegen autoritäre Umtriebe, Untersuchungsausschüsse, parlamentarische Anfragen: Eine gute Portion Misstrauen steckt in jeder Demokratie. Doch auch die etablierten Parteien werden derzeit stark in Frage gestellt.Von Solmaz Khorsand…
Wenn man Produktivität nur ökonomisch betrachtet, ist es klar, dass man eine wirtschaftliche Grundlage braucht, um glücklich zu sein. Aber Produktivität heißt mehr als das, sagt die Philosophin und Unternehmerin Hannah Schragmann.Thorsten Jantschek…
Wie lange halten Schlösser, Gärten und Denkmäler dem Klimawandel stand? Mit der steigenden Durchschnittstemperatur wächst auch die gesellschaftliche Aufgabe, das kulturelle gebaute Erbe zu bewahren. Wie kann das bei begrenzten Ressourcen gelingen?…
Erfahrungen der Migration schreiben sich tief in die Gefühlswelt der Menschen, die ankommen oder längst angekommen sind, ein. Wie können wir mit ihnen in den Austausch treten? Ein Gespräch mit dem Historiker Mohammad Sarhangi….
Gut 44.000 Menschen saßen 2023 in Deutschland im Gefängnis. Soll die Strafe die Tat sanktionieren, den Täter läutern, oder andere abschrecken?…
So sehr sich das Leben in der französischen Hauptstadt auf den Boulevards abspielt, so sehr ist es doch geprägt von den Gärten der Stadt. Einst Ausdruck der Macht verwandelten sie sich im 19. Jahrhundert zu grünen Repräsentanten der Grande Nation….
Singapur ist klein, bevölkerungsreich und sehr grün. Wie kann das gehen? Nur dann, wenn Architektur die Natur nicht in der horizontalen Ausbreitung denkt, sondern in der vertikalen….
Im Garten zu arbeiten, vermittelt vielen Menschen eine tiefe Bindung zur Natur, egal ob es das eigene Grün ist oder der Stadtraum beim Urban Gardening. Längst ist aus der privaten Liebhaberei des Gärtners ein politischer, existentieller Akt geworden.Von Yvonne …
Das Erstarken des Rechtspopulismus ruft Protest hervor. Um die Mechanismen zu verstehen, wie antidemokratisches Denken in den Alltag einsickert, ist es wichtig, Victor Klemperers Betrachtungen über die Sprache des Nationalsozialismus neu zu lesen.Von Janett Haid…
Bauen funktioniert noch immer in einer Art Wegwerfkultur. Ein Kreislauf aus Neubau, Abriss und Neubau. In Zeiten der Klimakrise gilt es, diese Logik zu durchbrechen und nachhaltiges Bauen neu zu erfinden….
Demokratien brauchen Orte, an denen Krisen und Konflikte gedanklich durchdrungen und argumentativ ausgehandelt werden können. Im aktuellen Israel-Gaza-Konflikt jedoch stoßen etwa Universitäten und Forschungseinrichtungen an Grenzen des Möglichen.Von Teresa Koloma Beck…
Nach dem Treffen in Potsdam, bei dem über „Remigration“ gesprochen wurde, mehren sich die Rufe nach einem Verbot der AfD. Doch wie hoch sind die Hürden, die das Verfassungsgericht aufstellte? Reichen anstößige Ziele und Parolen?…
Sinnbildlich taucht er oft in unserer Sprache auf: der Schatten. Wir sehen die Schattenseiten des Lebens. Jemand steht im Schatten von jemandem….
Dass man vom Klimawandel stets sagt, er sei vom Menschen gemacht, zeigt, wie sehr sich unser Handeln in den Planeten Erde eingeschrieben hat. Was bedeutet das konkret? Welche Spuren hat etwa die Energiepolitik der DDR hinterlassen?…
Klimakleber, Bauernproteste oder Attentate auf Kunstwerke: Die politischen Auseinandersetzungen werden scheinbar lauter. Ziviler Ungehorsam fordert demokratische Verfahren und Institutionen heraus. Ein Gespräch mit der Juristin Samira Akbarian….
Zucker ist etwas Göttliches, Zucker ist etwas Tröstliches, Zucker ist die Erfüllung von Sehnsucht. Zucker bedeutet Wärme, Vertrauen, Geborgenheit, Glück. Er lockt und verführt – und er konserviert und tötet….
Sterbende Dörfer, wachsende Konflikte. Das Leben auf dem Land klingt idyllisch, ist es aber längst nicht mehr. Gerade in strukturschwachen Gegenden gilt es, wieder gute Lebensbedingen zu stiften….
Der Bremer Ulrichsschuppen war in der Nazizeit ein Internierungs- und Zwangsarbeiterlager. Nach dem Krieg geriet der Ort in Vergessenheit. Die Künstlerin Michaela Melián engagiert sich, um das Erinnern an vergessene Orte des Schreckens wachzuhalten….
Eigentlich sind die Zeiten vorbei, in denen man dem technischen Fortschritt zutraute, alle Probleme zu lösen. Wie einst, als die Visionen des Unterwasserforschers Jacques-Yves Cousteau Realität werden sollten. Sie haben ihre Faszination nicht verloren….
Der Kunstbetrieb ist mit seinen Messen und Ausstellungen Teil des Klimaproblems. Doch es gibt ein Umdenken, beschreibt der Kunsthistoriker Robert Fleck im Buch „Kunst und Ökologie“: von der Ökoavantgarde der Kunst der Nachkriegszeit bis heute.Von Robert Fleck…
Oft sind sie zu Kathedralen der Hochkultur erstarrt, die Museen des 21. Jahrhunderts. Hüter des Kanons, stets unterfinanziert, stets überambitioniert….
Gesundheit ist ein wertvolles Gut. Gleich verteilt ist es im Blick auf die weltweite medizinische Versorgung nicht. Rund 80 Prozent der Menschen sind, so die Weltgesundheitsorganisation, auf traditionelle Medizin angewiesen….
In „Die kleinen Ladenmädchen gehen ins Kino“ entdeckte Siegfried Kracauer den Film als Vergnügen für die Angestellten und Arbeiterinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Aber das Kino war nicht nur für die Arbeiterinnen da, sondern handelte auch von ihnen….
Je zersplitterter die Gesellschaft, je individualistischer die Lebensführung, desto stärker das Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach einer echten und tragenden Verbindung zwischen Individuen. Diese verständliche Sehnsucht hat jedoch auch Schattenseiten.Von Stefan Kühl…