«Ich möchte sagen, dass ich am Leben bin»
In ihren Memoiren schreibt Gisèle Pelicot über den Mann, den sie 50 Jahre lang liebte. Und der ihr das Leben zur Hölle machte. Das Buch ist kein Trost, es ist eine Herausforderung….
In ihren Memoiren schreibt Gisèle Pelicot über den Mann, den sie 50 Jahre lang liebte. Und der ihr das Leben zur Hölle machte. Das Buch ist kein Trost, es ist eine Herausforderung….
Sie gilt als eine der aufregendsten Stimmen Lateinamerikas. Nun ist Mariana Enriquez’ Erzählband «Grelles Licht für darke Leute» erschienen.
In «Mutmassliche Leben» porträtiert die grosse Schweizer Autorin Fleur Jaeggy die Schriftsteller Thomas de Quincey, John Keats und Marcel Schwob. Es sind Miniaturen, die bewegen und verstören.
Stefanie Sargnagel führt in ihrem Buch «Opernball» mit scharfem Blick durch einen irrlichternden Rausch aus Alkohol und Ekstase.
In «Ausreden» rekonstruiert Florian Klenk das Leben von Elfriede Blauensteiner. Das Buch erzählt zugleich von einem brutalisierten Österreich der Zwischenkriegszeit.
In der heutigen Dating-Kultur sind Beziehungen verfügbar geworden. Melissa Febos war süchtig nach der romantischen Liebe. Sie ging auf Entzug – und entdeckte das Begehren….
Der österreichische Schriftsteller erzählt eine Geschichte über Abschied und Tod, Familie und die Europäische Union.
Der britische Historiker Peter Heather zeichnet den Weg des Christentums zur Weltmacht nach. Und zeigt, wie der neue Glaube von der Weltmacht Rom lernte.
Barbara Honigmanns «Mischka» ist die Geschichte von Wilhelmine Magidson, die zehn Jahre im Gulag bei Workuta überlebt. Das Buch zeigt auch, wie viele im Westen die Lager und den stalinistischen Terror einfach nicht wahrhaben wollten.
Vor 125 Jahren wurde Anton Tschechows Kultdrama «Drei Schwestern» am Moskauer Künstlertheater uraufgeführt. Das Neue daran war das Fehlen von «Handlung»; es wird nur ewig palavert. Erst im Kopf des Zusehers entsteht der Abgrund der Verzweiflung….
Der Slawist Felix Philipp Ingold legt eine eingehende Darstellung der vor den Sowjets geflohenen Russen im Pariser Exil vor. Dabei wählt er einen originellen Zugang. In vierzehn Doppelporträts beschreibt er überlappende und manchmal auch konfligierende Lebenswelten….
Mit unerhörter Dichte und in jagendem Rhythmus entwirft Dorota Maslowska existenzielle Schieflagen und Empfindungen, die Bände sprechen, in einem berstend vollen Buch von nur 150 Seiten. Die Schärfe ihres Blicks aber sollte man nicht mit Zynismus verwechseln.
Mit über dreissig Jahren Verspätung erreicht ein Klassiker der tschechischen Postmoderne endlich das deutschsprachige Publikum. Darin begibt sich ein einsamer Held auf die Jagd nach den Geheimnissen einer rätselhaften, surrealen Welt.
Hartmut Rosa zeigt, wie sich der moderne Mensch selbst bevormundet, Martin Schulze Wessel kritisiert Deutschlands verengten Blick auf die Ukraine, und Andreas Molitor schildert, wie Hermann Göring zum Massenmörder wurde.
Seine vielschichtigen Romane machten in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre Furore, dann kam der Danziger Stefan Chwin dem deutschsprachigen Publikum abhanden. So blieben die vielen Talente des heute 76-jährigen Autors verborgen. Porträt eines Vergessenen….
Die Journalisten Katja Gloger und Georg Mascolo zeichnen die deutsche Politik gegenüber Russland minuziös nach. Auf der Grundlage von Akten, die noch gar nicht offiziell zugänglich sind.
Die Welt besteht aus Überlebenden und Gezeichneten: Der Roman «Zeit der Mutigen» des bulgarischen Autors Dimitré Dinev ist eine wilde Mischung aus Schelmenroman, mythologischem Raunen und historischen Fakten.
In ihrer Dystopie «Tokyo Sympathy Tower» zeichnet die japanische Schriftstellerin Rie Qudan das klaustrophobische Bild einer KI-verrückten, harmoniesüchtigen Gesellschaft. Für ihren subversiven Roman erhielt sie 2023 den begehrten Akutagawa-Preis.
Ist zum Putin-Regime alles schon gehört und gesagt? Nein, es fehlt die Stimme des Schriftstellers Michail Saltykow-Schtschedrin, der vor 200 Jahren geboren wurde. In seinem Roman «Die Geschichte einer Stadt» von 1870 beschrieb er das ewige Russland; er liest sich …
Der grossen Romantiker liess Fiktion und Realität ineinanderfliessen wie kein Zweiter. Dies kommt in der Oper «Hoffmanns Erzählungen» von Jacques Offenbach kongenial zum Ausdruck.
Die Koerfers gehören zu den wichtigen Familien Deutschlands. Henning Köhler erzählt die Geschichte der deutsch-schweizerischen Unternehmerdynastie.
«Die Routinen» ist eines der herausragenden Bücher des Frühjahrs. Es basiert auch auf einer wahren Geschichte, die weltweit Schlagzeilen machte – geht aber weit über das Dokumentarische hinaus.
Vorgaben und Vorschriften engen den Handlungsspielraum der Menschen immer mehr ein: Der Soziologe Hartmut Rosa zeichnet ein düsteres Bild der Gegenwart.
Ein leidenschaftlicher Briefwechsel mit seiner späteren Frau Martha Bernays gibt Einblick in die Beziehung. Nun sind die letzten Brautbriefe unter dem Titel «Dich so zu haben, wie Du bist» erschienen.
Wird China die neue Supermacht? Kommt es zum Krieg zwischen Europa und Russland? Und welche Rolle spielen die USA dabei?…