VORWORTE: Im Anfang war – das Zuhören
Politik heute? Purer Nervenverschleiß. Fruchtlose Debatten, verhärtete Fronten, Konflikte, die zum Flächenbrand auszuufern drohen….
Politik heute? Purer Nervenverschleiß. Fruchtlose Debatten, verhärtete Fronten, Konflikte, die zum Flächenbrand auszuufern drohen….
Die FAZ lässt sich von Marie Luise Kaschnitz durch das Frankfurt der Sechziger führen. Die FAS gibt dank der Reportagen von Ceyda Nurtsch die Hoffnung nicht auf, dass die Spaltung in der türkischen Gesellschaft irgendwann überwunden werden kann. Die taz …
Die FAZ folgt Armin Nassehi interessiert beim Versuch, die Funktion von Antisemitismus systemtheoretisch zu analysieren. Die NZZ lässt sich von Stefan Hentz durch das aufregende Leben von Jazzlegende Miles Davis führen. Der Dlf versinkt in einer neuen Joseph-Roth…
Die FAZ ist restlos begeistert von Anjet Daanjes Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“, eine so originelle wie dunkle Hommage an die Schwestern Brontë. Mit Tomer Gardi folgt sie dem eritreischen Rider Filmon, der für einen Hungerlohn in Israel …
Die FAZ trifft in Stefan Müller-Doohms Essays über das intellektuelle Frankfurt Adorno und Habermas. Die SZ rebelliert mit Marc-Uwe Klings kommunistischem Känguru gegen den Zustand der Welt. Die NZZ neigt das Haupt vor Josef Winkler und seinem Anti-Heimatroman „Das Glück …
Wer einmal im Schwarzwald steckt, kommt nicht so leicht heraus – zumindest dem Leser macht das aber Spaß, versichern FAS und FAZ zu Hannah Häffners neuem Roman „Die Riesinnen“. Die SZ berauscht sich am langsam nüchtern werdenden Erzähler in Christoph …
Ein virtuoses Debüt empfiehlt die SZ mit Simon Chevriers Roman „Foto auf Anfrage“, der einen schwulen Escort durch die Jahre der Pandemie begleitet. Die FR bekommt beim Blättern in Michael Rohers Bilderbuch Lust, mal wieder zu Fuß zu gehen. Der …
Bereits im Bild „Zwei Mädchen am Ufer der Seine“ (1856/57) schien es den männlichen Kritikern beruhigender, in ihnen (völlig abwegig) zwei Prostituierte auf Kundenfang zu sehen als zwei junge Frauen, die sich die Zeit so vertreiben, wie es ihnen gerade …
Die FAZ bewundert die Nüchternheit, mit der Christoph Peters ein Leben mit Alkoholsucht beschreibt. Zum zeitgenössischsten Roman der Saison erklärt die FR Dana von Suffrins „Toxibaby“. Erschreckend aktuell findet die SZ Jacqueline Harpmans 1995 erschienene Dystopie über 39 Frauen, die …
Die FAZ ist überwältigt von Viktor Jerofejews Roman „Die neue Barbarei“, in der sie der russischen Schuld als junger Frau begegnet. In Lyse Doucets „Hotel Kabul“ erlebt sie die wechselvolle Geschichte Afghanistans, von den goldenen Jahren bis zu den …
Die SZ erkennt in der Heldin aus Madame Nielsens „Das Zeitgeisterhaus“ über einen Theater-Skandal die Autorin selbst. „Kann man nich meckern“, freut sich die Welt über Lea Streisands „Dialekt-Duden“ über das Berlinerische. Die FAZ entdeckt neue Kinder- und Jugenbücher: Mit …
Die NZZ verweigert sich mit Hayat Erdogan der Rastlosigkeit des Zeitgeists. Die FAZ lässt sich von Dirk Baecker und Anna-Verena Nosthoff Spannendes zum Thema Digitalisierung beibringen. Die taz entlarvt mit Martin Warnke KI-Gläubigkeit als „magisches Denken im wörtlichen Sinn“….
Die FR blickt mit Paul Ingendaay über Picassos, Hemingways und Orwells Schultern auf den Spanischen Bürgerkrieg und lernt Haltung in Kriegszeiten. Wunderbar unzeitgemäß findet die FAZ die neuen Gedichte von Mirko Bonné. Erfrischend und scharfsinnig erklärt Jörg Baberowski die Krise …
Die FAZ lernt von Thomas Bedorf zwischen Situiertheit und Positionierung zu unterscheiden. Mit Ewald Iljenkow spekuliert sie über einen neuen Aggregatzustand der Menschheit. Die FR erlebt mit Slobodan Snjader ein halbes Jahrhunder jugoslawische Geschichte in einem Mietshaus….
Die FR bewundert, wie Ursula Le Guin aus Vergils stummer „Trophäenbraut“ Lavinia eine selbstbewusste Königstochter macht. Die taz streift mit Elli Unruh durch die kasachische Steppe und trifft eine Familie von mennonitischen Russlanddeutschen. Die FAZ ist rundum begeistert von Elias …
Dlf findet Matthias Nawrats neuen Roman „Das glückliche Schicksal“ über die Gräuel der sowjetischen Arbeitslager „dunkel und großartig“. Die SZ zieht aus Christian Goeschels und Daniel Hedingers Buch über die Appeasement-Politik Chamberlains Lehren für die Gegenwart. Dlf Kultur verguckt sich …
Der französisch-marokkanische Autor Abdellah Taïa erzählt in seinem Roman „Die Bastion der Tränen“ von einer schwulen Jugend in der marokkanischen Küstenstadt Salé, voller Liebe zu seinen sechs Schwestern und Lust am Skandal. Dabei dekliniert er alle Facetten der Transgression durch, …
Die FR empfiehlt wärmstens Andrea Brills Biografie der Emilie du Chatelet, die so viel mehr war als die Geliebte Voltaires: nämlich eine geniale Mathematikerin, Physikerin und Philosophin. Beeindruckt ist sie auch von Iryna Fingerovas autobiografischem Roman „Zugwind“, der …
Die FAZ folgt dem Kunsthistoriker Joseph Imorde interessiert dabei, wie er in sechs Fallstudien Benjamins Vision einer Demokratisierung der Kunst zerlegt. Von Christoph Links erfährt sie, weshalb so viele DDR-Verlage verschwanden. SZ und FR lesen berührt, wie einfach und weise …
Die FAZ schmökert in Pierre Michons „Wintermythologien“, die Religiöses mit Irdischem verbinden: erstklassige Literatur, lobt sie. Außerdem vertieft sie sich in Joscijka Abels historischen Roman über den Architekten Bernardo Rossellino und die Welt der Frührenaissance. Die NZZ ist begeistert von …
Die Themen, die sein Werk umkreist, sind gewichtig genug. Libanons traumatische Geschichte; Homosexualität und Aids-Epidemie; Flüchtlingskrise; Figuren, die vom Leben an den Rand gedrängt werden. Rabih Alameddine geht diese Stoffe couragiert und eigenwillig, mit Ironie und Witz an, riskiert …
Die FR geht mit Uwe Kolbe auf eine poetische Reise entlang der Elbe. Die FAZ durchlebt mit Hu Anyan die Odysee der Niedriglohn-Arbeit in China. Wolfgang Brenners Kulturgeschichte des Kochens schmeckt ihr leider nicht so gut….
Wie schafft man es als neuer Fotograf, wahrgenommen zu werden? Der Betrieb wirk derart abgeriegelt, dass kaum noch Eingänge zu finden sind. Gerade mal alle paar Jahre schafft es ein Talent, all die bürokratischen Hürden, die kunstfernen Richtlinien bei der …
Die FAZ freut sich über „Wortschöpfungseifer“ und „Enjambementhunger“ im neuen Gedichtband von Norbert Hummelt. Außerdem sieht sie in Sigrid Undsets Roman über das Waisenkind Olav Audunssohn und die schöne Ingunn Seinfinnstochter ein großes Werk norwegischer Erzählkunst. Die SZ flaniert mit …
Die NZZ ist entzückt von Elias Hirschls neuem Roman „Schleifen“, der vor verrückten Ideen nur so sprüht. Die SZ vertieft sich in Klaus Kellmanns Buch über die deutsch-französischen Beziehungen, in dem Frankreich gar nicht mal so gut wegkommt. Die …