„Reisen“, ein Migrationsroman von Helon Habila: Geschichten sind ihre Währung
In seinem dokumentarischen Roman „Reisen“ sieht der nigerianische Schriftsteller Helon Habila Europa durch die Augen seiner Migranten.
In seinem dokumentarischen Roman „Reisen“ sieht der nigerianische Schriftsteller Helon Habila Europa durch die Augen seiner Migranten.
Eine antirassistische Starprofessorin hat ihre weiße Herkunft unterschlagen und stürzt den deutschen Identitätsdiskurs ins Chaos: Mithu Sanyals wildes Romandebüt „Identitti“.
Vertonte Romane von Jon Fosse und Elena Ferrante sowie der Monty-Python-Komiker Michael Palin auf der Suche nach dem versunkenen Forschungsschiff „Erebus“.
Zu seinem 200. Todestag wird Napoleon Bonaparte verklärt und verdammt. François Garde zeigt in dem Roman „Der gefangene König“ am Beispiel einer historischen Nebenfigur, wie schon seine treuesten Kämpfer zwischen Ergebenheit und Verrat schwankten….
Das Buch „Letzte Lockerung“ von Walter Serner passt beklemmend gut in die Gegenwart: eine Re-Lektüre aus gegebenem Anlass.
Sie kommen aus berühmten, aber völlig unterschiedlichen Familien, haben einander zweimal geheiratet und dann zusammen Fachbücher geschrieben, die mit ihren eigenen Fachgebieten überhaupt nichts zu tun haben: Christine und Frido Mann im Gespräch.
In ihrem Denktagebuch übt sich die Kunsttheoretikerin Isabelle Graw in pointierter Zeitgenossenschaft. Und erliegt dabei nicht dem Hang des Genres zur Egomanie.
Wäre ohne sie der Neubau eines nachnationalsozialistischen Staates gelungen? Axel Schildts großes Buch über die deutschen Radio- und Zeitschriftenintellektuellen der Fünfziger und Sechziger.
Erst schrieb er ein Grundbuch der Studentenbewegung, dann wurde er Erzähler, dann bildender Künstler: Urs Jaeggi ist im Alter von 89 Jahren gestorben.
Man hat Callan Wink einen „Hemingway für unsere Zeit“ genannt. Sein Debütroman „Big Sky Country“ erzählt allerdings vom Leben nach dem Ende der heroischen Männlichkeit.
Auch wenn man ihre Musik danach immer noch nicht ertragen kann: Chilly Gonzales‘ Essay über die irische New-Age-Königin Enya ist ein großes kleines Buch über Pop – und den Autor selbst.
Vom bayerischen König bekam er ein üppiges Jahresgehalt, und Fontane hielt ihn für einen neuen Goethe: Hans Pleschinski fragt in seinem Roman „Am Götterbaum“, warum sich eigentlich niemand mehr an den Schriftsteller Paul Heyse erinnert.
In seinen Romanen fragt sich Norbert Gstrein immer wieder, ob man die Schuld, die einer im Laufe seines Lebens auf sich lädt, durch das Erzählen einholen kann. In „Der zweite Jakob“ versucht er es noch einmal.
Freundliche Erinnerung an die Generation „Woke“, dass sie auf den Schultern von Riesinnen steht: Bernardine Evaristos neuer Roman „Mädchen, Frau etc.“
Haben wir im Zeitalter des digitalen Kapitalismus unsere Hände vergessen? Jochen Hörischs Kulturgeschichte der Hand