Berlinale 2026: Warten auf einen Höhepunkt
Zur Halbzeit der 76. Berliner Filmfestspiele dominiert im Kinosaal das übergreifende Thema Familie. Vor den Kinos tobt eine politische Debatte….
Zur Halbzeit der 76. Berliner Filmfestspiele dominiert im Kinosaal das übergreifende Thema Familie. Vor den Kinos tobt eine politische Debatte….
Der deutsche Anglist Manfred Pfister ermöglicht mit seinem Prachtband »Englische Renaissance« etwas selten gewordenes: einen Raum zum Selberdenken. Auf 480 verspielt gesetzten Seiten führt er eindrucksvoll und facettenreich vor Augen, wie die britische Nationwerdung, die Reiseliteratur, der Religionsstreit und der …
Das Ende des dreißigjährigen Krieges bildet den Hintergrund von Markus Schleinzers historisches Gender-Drama »Rose«. Sandra Hüller spielt darin eine Frau, die sich nach dem Krieg als Mann ausgibt und in einem deutschen Dorf niederlässt. Eine queere historische Geschichte erzählt auch …
Der türkische Regisseur Emin Alper ist nach »The Tale of Three Sisters« wieder im Berlinale-Wettbewerb vertreten. In »Kurtulus« erzählt er von die geradezu biblische Geschichte eines eskalierenden Clankonflikts in den türkischen Bergen.
Der britische Filmemacher ist mit seinem Biopic »Everybody Digs Bill Evans« im Wettbewerb zu sehen. Der technisch brillante Film folgt der Krisengeschichte des Jazz-Pianisten, kommt beim Erzählen allerdings nicht so richtig vom Fleck.
Eine Hochzeit und ein Todesfall führen in Alain Gomis »Dao« zu einem Reigen aus Liebe, Leben, Sterben und Trauer zwischen Frankreich und Guinea-Bissau.
Leyla Bouzids tunesisches Familiendrama »À voix basse« ist ein Film voller Leben und Zärtlichkeit, der sich nicht vor gesellschaftlichen Tabus und dem Schmerz der persönlichen Enttäuschung drückt.
Mit »Das Lehrerzimmer« hat es der deutsch-türkische Filmemacher Ilker Çatak bis zu den Oscars geschafft. Auf der diesjährigen Berlinale stellt er seinen neuen Film »Gelbe Briefe« vor, der schon im März in die Kinos kommt. Er handelt von einem Künstlerpaar …
Mit dem politischen Drama »No Good Men« der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat startete am Donnerstagabend die 76. Berlinale. Im Mittelpunkt steht eine Kamerafrau, die in der patriarchalen Gesellschaft ihren Weg geht….
Zu einem gelingenden gesellschaftlichen Leben gehört die Frage, inwieweit sich Gesellschaften sich gegen ein Übergreifen dieser ökonomischen Kälte schützen können. Der deutsche Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe zerstörte 2019 in seinem Opus Magnum »Das kalte Herz« die Mythen des heilbringenden Kapitalismus. Michael …
Haltlos schwebt das Raumschiff »Aniara« durch das All, als die Erzählung des gleichnamigen Versepos‘ von Harry Martinson einsetzt. Dieses 1974 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Werk, »das den Tautropfen einfängt und das Weltall spiegelt«, war viele Jahre vergriffen. Nun ist dieser …
Larissa Bender übersetzt seit Jahrzehnten Literatur aus dem arabischen Raum, gerade ist sie für ihre Übertragung von Mustafa Khalifas »Das Schneckenhaus« mit dem renommierten Scheich-Hamad-Preis ausgezeichnet worden. In diesen Tagen erscheint die Übersetzung von mehr als zwei Dutzend Überlebensberichten aus …
Matthias Fersterer ist einer von drei Übersetzer:innen hinter der preisgekrönten Übersetzung von Ursula K. Le Guins Opus Magnum »Immer nach Hause«. Er hat außerdem Essays der amerikanischen Autorin herausgegeben, gerade ist seine Übertragung ihrer Aeneis-Variation »Lavinia« erschienen….
Der spanische Comicautor Manfred Sommer hat in den 1980er Jahren mit Frank Cappa die Figur eines Kriegsfotografen geschaffen, der sich auch nach Jahren inmitten des Grauens seinen menschenfreundlichen Blick bewahrt hat. Die Werke sind in Deutschland weitgehend unbekannt, und das …
Maddie Mortimer hat mit »Atlas unserer spektakulären Körper» einen Roman geschrieben, der sich in jeglicher Hinsicht vom Gewöhnlichen abhebt. Die Sprache wird hier selbst zum sich bewegenden Organ. Maria Meinels flirrend kreativer Übersetzung merkt man den Aufwand hinter ihrer Leichtfüßigkeit …
Walter Moers hat »Qwert« einen weiteren Zamonien-Roman abgeliefert. Diesmal schickt er eine mittlerweile 15 Jahre alte Idee auf eine Abenteuerreise durch ein komplett durchgeknalltes Setting aus immer neuen Abenteuern. Und es geht noch mehr als in den bisherigen Büchern um …
Fünfzehn Jahre hat der dänische Autor und Karikaturist Jakob Martin Strid an seinem »Fantastischen Bus« geschraubt. Nun liegt dieses überdimensionale Wunderwerk des Erzählens vor. Eine Kritik unserer Zeit und eine hoffnungsvolle Hommage an eine tierisch sympathische Schicksalsgemeinschaft….
Hannes Riffel ist nicht Fan der fantastischen und imaginären Literatur, sondern hat ihr im deutschen Sprachraum mehrfach ein Zuhause geboten. 2010 gründete er den Golkonda-Verlag, wechselte 2015 zu TOR, dem SciFi- und Fantasy-Imprint der S. FISCHER Verlag GmbH und gründete …
Ursula K. Le Guin war eine der einflussreichsten Schriftstellerinnen Amerikas. Keine Autorin hat so viele Preise und Auszeichnungen erhalten wie die 2018 im alter von 88 Jahren gestorbene Autorin….
Der Schriftsteller Kamel Daoud hat mit seinem Roman »Huris« den Prix Goncourt 2024 gewonnen. Im Gespräch über den Roman und sein Leben im Exil spricht er darüber, warum er mit seinem Werk das algerische Regime zur Weißglut bringt und weshalb …
Die queere Dichterin und Essayistin Jegana Dschabbarowa ist als Kind aserbaidschanischen Eltern 1992 im russischen Jekaterinburg geboren. In ihrem Debütroman »Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt«, als Buch des Jahres mit dem Hamburger Literaturpreis …
»Was nicht gesagt werden kann« ist die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Heimat verlässt und in London neu anfängt. Der schicksalhafte Roman des ungarisch-britischen Autors David Szalay wurde am Abend mit dem renommierten Booker Prize 2025 ausgezeichnet.
Dietmar Dath ist der deutsche SciFi-Papst, niemand im hiesigen Sprachraum kennt die internationale Szene der imaginativen Literatur wie er. Ursula K. Le Guin ist für ihn eine der bedeutendsten internationalen Stimmen der Szene….
Der französische Autor Laurent Mauvignier erhält in diesem Jahr den renommierten Prix Goncourt für sein Buch »La Maison vide«. Dies teilte die Académie Goncourt gestern mit. Sein ausgezeichneter Roman erzählt die Geschichte von vier Generationen in der Kulisse eines alten Landhauses….
Guy Delisle war bisher vor allem dafür bekannt, sein Leben als Expat in ungewöhnliche Porträts der jeweiligen Gastgeberländer einfließen zu lassen. Jetzt ist er zum zweiten Mal von diesem Prinzip abgewichen. Mit »Für den Bruchteil einer Sekunde« hat er dem …