In Frankreich überlebten im Zweiten Weltkrieg mehr Juden als anderswo – wie ist das zu verstehen?
Zwei neue Bücher beleuchten die antisemitische Politik des französischen Vichy-Regimes – und die Hilfestellungen der Bevölkerung.
Zwei neue Bücher beleuchten die antisemitische Politik des französischen Vichy-Regimes – und die Hilfestellungen der Bevölkerung.
In der Mythologie sind die Grenzen fliessend zwischen den Tieren und den Menschen. Was das für die realen Tiere und Menschen heisst, erkundet die Schriftstellerin Teresa Präauer in einem fabelhaften Essay.
In Goran Vojnovićs neuem Roman «Unter dem Feigenbaum» geht es um Jugoslawien, von dem nicht nur in Slowenien die meisten nichts mehr hören wollen. Ein «Jugonostalgiker» ist der 1980 in Ljubljana geborene Autor dennoch nicht. Er möchte nur den Raum der Erinnerung …
Als es am 10. September 2016 um 5 Uhr 42 an der Wohnungstür klingelt, weiss der türkische Schriftsteller Ahmet Altan, dass sich ein Kreis geschlossen hat. Wie einst sein Vater wird auch er in Haft genommen – und geht es …
Die Wirtschaft befindet sich zehn Jahre nach der Insolvenz von Lehman Brothers noch immer in einem Ausnahmezustand. Warum das so ist und was die jüngste Krise von der Depression der 1930er Jahre unterscheidet, zeigt Aymo Brunetti in seinem neuen Buch.
Seit zehn Jahren ist der Hashtag in digital geführten Diskussionen allgegenwärtig. Dabei markiert das Zeichen nicht nur ein Thema – vielmehr beeinflusst es sowohl die Ordnung als auch die Inhalte unserer Diskurse. Darauf macht Andreas Bernard in einem so schmalen wie …
In ihrem Romanerstling entwirft Julia von Lucadou eine freundliche Utopie. Kein böser grosser Bruder wacht darin über jeden Schritt der Menschen. Abgründig ist diese Utopie trotzdem – oder erst recht….
Seit zehn Jahren ist der Hashtag in digital geführten Diskussionen allgegenwärtig. Dabei markiert das Zeichen nicht nur ein Thema – vielmehr beeinflusst es sowohl die Ordnung als auch die Inhalte unserer Diskurse. Darauf macht Andreas Bernard in einem so schmalen wie …
Der Schauspieler Christian Berkel probiert sich im Romanfach. «Der Apfelbaum» ist ein lebendiger, facettenreicher Roman, der noch einmal von den Sehnsüchten, Idealen und den Mordtaten des 20. Jahrhunderts erzählt….
Mit seiner «Kurzen Geschichte der Menschheit» ist der israelische Intellektuelle weltbekannt geworden. In seinem neusten Buch malt Yuval Noah Harari den Untergang unserer Spezies an die Wand – und erteilt uns Lektionen fürs 21. Jahrhundert….
Die Lust der Japaner an der vollendeten Form noch im Kleinsten macht auch vor dem Gedicht nicht halt. Haiku, die kürzeste Lyrikform der Weltliteratur, und Tanka, seine grössere Schwester, komprimieren den Moment in der Sprache in berückender Weise. Das zeigen drei …
«Lovecraft Country» von Matt Ruff kehrt geschickt die unterschwellige Fremdenfeindlichkeit seines titelgebenden Vorbilds um – und ist zugleich eine Hommage an die phantastische Literatur.
Der rätselhafte Robert Walser muss immer wieder neu entdeckt werden. Nun ermöglicht eine neue Ausgabe seiner Briefe die Besichtigung eines atemberaubenden Dichterlebens.
Mit seinem irisierenden Geist zog James Joyce viele Menschen in seinen Bann; er war nicht nur ein umworbener, sondern auch ein sorgender und treuer Freund. Das und vieles mehr erfährt man aus den Erinnerungen von Padraic und Mary Colum.
Mark Greengrass interpretiert Vorgeschichte und Verlauf des Dreissigjährigen Kriegs auf hohem Abstraktionsniveau: Der britische Historiker beschreibt in seinem neuen Buch, wie «Europa» damals die «Christenheit» als einheitsstiftendes Konzept abgelöst habe. Mit den Fakten nimmt er es dabei nicht allzu genau.
Vor vierhundert Jahren hat der Dreissigjährige Krieg begonnen. Etliche Bücher zu dem Thema sind bereits auf den Markt gekommen – Georg Schmidt schafft es, aus der Masse an Neuerscheinungen herauszustechen.
Der Tessiner Dichter Alberto Nessi ist ein grosser Sprachkünstler und Wortzauberer. Nun hat Christoph Ferber eine Auswahl seiner zuletzt entstandenen Gedichte mit musikalischer Virtuosität ins Deutsche übersetzt.
Die Nazis instrumentalisierten den deutschen Dichter für ihre Zwecke – und die Weimarer Goethe-Gesellschaft unterstützte sie nach Kräften. Das zeigt der amerikanische Germanist W. Daniel Wilson in seinem Buch «Der faustische Pakt»….
Valentin Groebner erkundet in einem fulminanten Essay, wie im Tourismus historisches Material neu arrangiert wird, damit es seinen Zweck erfüllt: den Reisenden ein Gefühl der Authentizität und Ursprünglichkeit zu geben.
Die Himmelsscheibe von Nebra zeugt von einer frühen Hochkultur in Europa, von der bisher niemand wusste. Der Archäologe Harald Meller und der Historiker Kai Michel zeichnen die spannende Geschichte ihrer Entdeckung und Entschlüsselung nach.
In dem Buch «Erinnerung eines Mädchens» schreibt die französische Schriftstellerin über erste sexuelle Erfahrungen: Sie zerstörten mehr als nur die sehnsuchtsvollen Erwartungen einer jungen Frau.
Der spanische Schriftsteller Santiago Posteguillo gewinnt den Planeta-Literaturpreis, die am höchsten dotierte literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt.
1992 war Elena Ferrantes erster Roman erschienen. Sie schildert darin Szenen aus der traumatischen Kindheit einer jungen Frau. Es entsteht das Bild einer unauflösbar verknoteten Mutter-Tochter-Beziehung….
In ihren Romanen thematisierte Gabriela Adamesteanu schon zu Ceausescu-Zeiten mutig Dinge, die politisch inopportun waren. Ihr 1983 erschienener Roman «Verlorener Morgen» packt Rumäniens zerfahrene Geschichte im 20. Jahrhundert in einen einzigen Tag – ein grosser erzählerischer Wurf….