Lesen humanisiert: Darum liebe ich die Literatur
Lesen ist wie Trampolinspringen: Es bringt uns dem Himmel um ein schönes Stück näher. Und zugleich dem Abgrund.
Lesen ist wie Trampolinspringen: Es bringt uns dem Himmel um ein schönes Stück näher. Und zugleich dem Abgrund.
Wer Bücher rezensiert, Theateraufführungen oder Kunstausstellungen bespricht, sollte die Kunst des feinen Urteils pflegen. Ein Essay des Kritikers Anthony O. Scott zeigt, was dazugehört….
Nach dem Kriegseintritt der USA 1917 wandte sich die Schweiz rasch vom einst bewunderten deutschen Kaiserreich ab. Der Historiker Florian Weber hat die flexible damalige Aussenpolitik untersucht.
Der britische Büchermarkt hat seit letztem Sommer eine ganze Reihe von Instant-Produktionen zum Thema Brexit hervorgebracht. Von der Masse hebt sich «All Out War» von Tim Shipman aber deutlich ab.
Im Kinderbuch werden unterschiedliche Lebensmodelle entworfen und erprobt. Darum prallen hier traditionelle Vorstellungen und fortschrittliche Rollenmuster aufeinander.
Dieses Bilderbuch über die Wunder der Natur ist auch ein Buch über das Wunder der Sprache. Denn in einer wunderlichen Sprache werden uns die seltsamsten Ereignisse geschildert.
Hanya Yanagiharas fast tausendseitiger Roman über ein Missbrauchsopfer setzt auf harte Kontraste. Das wird zum Handicap für ein ambitioniertes und über weite Strecken auch gelungenes Werk.
Manche beklagen den Niedergang der Literaturkritik. Ihr eigentliches Problem aber ist: das Leiden des Kritikers an seiner vollkommenen Wirkungslosigkeit. Ein Selbsterfahrungsbericht….
Ist Stephen K. Bannon ein rechter Leninist, der die Gunst der Stunde für einen Umsturz nutzen will?
Die Verlage Suhrkamp und Piper geben gemeinsam eine Ausgabe der Werke und Briefe von Ingeborg Bachmann heraus. Den Auftakt machen Protokolle aus Ingeborg Bachmanns dunkelster Zeit.
Ein Mann kommt sich abhanden, weil er blindlings einer unbekannten Frau folgt. Lukas Bärfuss‘ neuer Roman klingt klischiert. Der Autor indessen entwickelt nun ein faszinierendes Schauspiel gegen das Klischee….
Die Schriftstellerin wird für ihre Erzählkunst mit dem Preis, der am 28. Mai verliehen wird, ausgezeichnet.
Denis Johnson hat Sierra Leone als Reporter kennengelernt. Nun schickt er zwei lausige Kerle dorthin: Sie wollen einen Coup landen und sich ein Paradies ganz nach ihrem Geschmack einrichten.
Die österreichische Schriftstellerin Simone Hirth porträtiert in ihrem Debütroman eine Rebellin gegen Konsum und Konvention. Ihre Heldin steigt aus und ins improvisierte Leben ein.
Der amerikanische Schriftsteller Henry James war oft in Venedig. Die Stadt hat vielerlei Spuren in seinem Werk hinterlassen. Nun folgt Hanns-Josef Ortheil diesen Spuren….
Die eigentliche Machtbasis Trumps sind seine Kritiker. Das lernt man aus Georg Seesslens Buch über «Populismus als Politik»
Die Tatarin Gusel Jachina debütiert mit einem atemberaubenden historischen Roman aus der Stalinzeit. «Suleika öffnet die Augen» steht in der besten Tradition des russischen Gesellschaftsromans.
Karl Jaspers‘ Briefwechsel zeigen einen moralisch integren Denker – und sie lassen noch tiefer in die Abgründe Martin Heideggers blicken.
Mit einer neuen Sicht auf die frühneuzeitliche Geschichte hat der Historiker Peter Blickle, der lange Jahre in Bern lehrte, sich einen Namen gemacht. Nun ist er 78-jährig gestorben.
Die Erzählung «Der weisse Freitag» ist eines von Adolf Muschgs persönlichsten Büchern. Er folgt darin Goethes Spuren über die winterliche Furka – und findet am Ende zu sich selber.
Der amerikanische Schriftsteller T. C. Boyle zahlt zwar auch nicht gern Steuern – aber im neuen Präsidenten sieht er eine entscheidende Bewährungsprobe für die USA….
Ein Proust-Forscher behauptet, den Verfasser der «Recherche» in einer Filmsequenz von 1904 entdeckt zu haben. Es wäre eine kleine Sensation, als ginge ein Traum vieler Proust-Verehrer in Erfüllung.
Harmonisch ist überhaupt nichts in Cohens «Solo für Schneidermann» und William Gass‘ «Mittellage». Vielmehr verflechten die beiden Autoren das Thema Musik mit finsteren Aspekten menschlicher Existenz.
Der Debütroman, den McCullers mit 23 Jahren vorlegte, ist fast beängstigend souverän. Krankheit und private Wirren hemmten später ihr Schaffen; aber aus der US-Literatur ist es nicht mehr wegzudenken.
Menschen in Existenznot bevölkern die Werke der Schriftstellerin Pascale Kramer. Mit poetischer Genauigkeit zeichnet sie prekäre Daseinsverhältnisse. Nun erhält sie für ihr Werk den Schweizer Grand Prix Literatur….