Das Gespenst der Wahrheit: Wer sind wir ohne Smartphone?
Ben Lerner, der neue Star der amerikanischen Literatur, verhandelt in seinem Roman «Transkription» wieder eine grosse Frage der Gegenwart. Inhaltlich dicht und glücklich machend.
Ben Lerner, der neue Star der amerikanischen Literatur, verhandelt in seinem Roman «Transkription» wieder eine grosse Frage der Gegenwart. Inhaltlich dicht und glücklich machend.
Er ist Bestsellerautor und einer der bedeutendsten afroamerikanischen Intellektuellen unserer Zeit: Percival Everett erzählt im Interview, weshalb es Gebildete in der US-Politik schwer haben – und was wir vom Maultier lernen können.
Der russische Autor legt einen neuen, leider einmal mehr wenig überzeugenden Roman vor. Darin stellt er auch die wichtige Frage nach den Gründen für den russischen Überfall auf die Ukraine. Doch die Antworten bleiben plump und unergiebig….
Hitler hielt ihn für unentbehrlich. Deshalb konnte der Krebsforscher Otto Warburg bis Kriegsende in Deutschland arbeiten. Sam Apple erzählt seine Geschichte als Porträt einer Epoche….
Mehr als alle anderen Literaturen aus den ehemals kommunistischen Ländern lebt die tschechische von ihren Mythen. Doch der Ehrengast an der Frankfurter Buchmesse bietet eine erstaunliche Vielfalt an Neuerscheinungen.
Slobodan Šnajders neuer Roman ist ein Trauergesang über die Opfer dreier Umbrüche in der jüngeren kroatischen Vergangenheit. Am Schicksal eines Hauses erhebt sich die Frage: Warum obsiegt von den vielen Möglichkeiten der Geschichte immer die schlechteste?
Mit Geschichten um den Detektiv Alack Sinner revolutionierte er den Comic. José Muñoz, dem das Basler Cartoonmuseum gerade eine Ausstellung widmet, lässt seinen Helden leben und altern in New Yorks Schattenwelt.
Gegen Ende seines Lebens setzte der schwer an Tuberkulose erkrankte Autor alle Hoffnungen auf die «Specialisten» einer Wiener Klinik. Doch vergeblich: «Alles ist in den besten Anfängen, aber selbst die besten Anfänge sind nichts», schrieb er ahnungsvoll.
Die Flötistin und Ikone der weissrussischen Freiheitsbewegung wurde 2020 von Lukaschenkos Regime inhaftiert. Im Gefängnis hat sie über 700 Bücher gelesen. Ein Gespräch über die Bedeutung von Kunst und Schönheit in düsteren Zeiten….
Fleur Jaeggy beschreibt in «Die letzten Tage von Ingeborg», wie sie den tragischen Tod ihrer Dichterfreundin erlebte. Und zeichnet eine Freundschaft zwischen unerfüllter Liebe und Mentorat.
Die amerikanische Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout kehrt in ihrem neusten Buch «Erzähl mir alles» nach Maine zurück. Und erzählt das Schwere wunderbar leicht.
Eine ukrainische Jüdin um die dreissig, Mutter einer kleinen Tochter, Hausärztin und Autorin, gestrandet in einer deutschen Stadt – die Geschichte, die Iryna Fingerova in ihrem Roman «Zugwind» erzählt, steht für viele vergleichbare. Sie zeugt von zähem Lebenswillen.
Ein Vater entführt seine Tochter und irrt mit ihr durch Italien: Gabriella Zalapì schreibt mit grosser Intensität über ein ausgeliefertes Kind. Nun erscheint ihr vielfach ausgezeichneter Roman auf Deutsch.
Sie war genial, überheblich, begabt im Leben und läutete noch vor James Joyce die literarische Moderne ein. Deborah Levy hat der grossen amerikanischen Autorin und Kunstsammlerin Gertrude Stein ein faszinierendes Buch gewidmet.
Der aus München stammende Autor erzählt eine postjugoslawische Familiengeschichte. Und stellt die Frage: Gehen Künstler mit Tragödien besser, schlechter, anders um als andere Menschen?
Man sieht sie an Häusern von Bern bis Kreuzlingen und von Zürich bis Lugano: Katzenleitern erzählen von der Bedeutung von Katzen für ihre Besitzer.
Eine Qual ist der russische Aggressionskrieg für die ukrainische Nation, aber auch für aufgeklärte Russen, die sich für den Lauf der Dinge mitverantwortlich fühlen. Die Exilschriftstellerin Natalja Kljutscharjowa legt ein bohrendes Protokoll über ihre Nöte vor.
Putin, Xi Jinping, Trump: Sie stehen für den Vorrang der Macht vor dem Recht. In seinem neuen Buch fragt Peter Sloterdijk: Wie funktionieren die neuen Autokraten?
Matthias Nawrats Roman «Das glückliche Schicksal» folgt einem Leben zwischen politischer Nacht und wissenschaftlicher Kälte.
Der Schweizer Autor blickt zurück auf seine Kindheit in einer jüdisch-orthodoxen Familie. Seine grossen Erfolge – ob in der TV-Unterhaltung oder als Schriftsteller – hätten viel mit Disziplin und Zuverlässigkeit zu tun, sagt er.
Wie durch ein Wunder überlebte Andrei Platonow den Sowjetterror. Als Schriftsteller hochbegabt und entsprechend selbstbewusst, lief er mit seiner ironischen Erzählung «Zu Gute» Stalin höchstpersönlich ins Messer. Jetzt liegt dieses eminente Dokument neu übersetzt vor….
Zehn Jahre lang war Messalina römische Kaiserin. Dann fiel sie einer eigenen Intrige zum Opfer. Die Historikerin Honor Cargill-Martin hat Messalinas Biografie geschrieben….
Wie hält man es aus, am Lago Maggiore zu sitzen, während in Teheran Bomben einschlagen? «Gar nicht», sagt Navid Kermani, Schriftsteller und einer der bedeutendsten Intellektuellen Deutschlands.
Sie erzählen von Amerika, aber reden eigentlich von Deutschland: Der Markt wird überschwemmt mit Büchern, die das Ende der USA voraussagen. Auch der ehemalige «Spiegel»-Chefredaktor Klaus Brinkbäumer macht mit.
Das individuelle Erkennungsmerkmal wird in der Massengesellschaft immer wichtiger. Geertjan de Vugt zeigt in seinem Buch auf, dass der Fingerabdruck als Signatur zum ersten Mal von Rassentheoretikern genutzt wurde.