Ist da einer von den Toten auferstanden und hat sich davongemacht?
Heimat ist da, wo das Düstere hockt. Bov Bjerg schlägt mit seinem Roman böse Schneisen in die deutsche Kulturlandschaft.
Heimat ist da, wo das Düstere hockt. Bov Bjerg schlägt mit seinem Roman böse Schneisen in die deutsche Kulturlandschaft.
Eine Lichtgestalt – vielleicht. Aber möglicherweise ist Coetzees Romanheld auch nur ein naseweises, öfters nervendes Kind. Mit «Der Tod Jesu» beschliesst der Literaturnobelpreisträger eine irritierende Parabel über die Grenzen menschlichen Verstehens….
Die literarische Auseinandersetzung mit dem Klimawandel macht als «Climate-Fiction» bereits Schule. Aber es gibt auch Schriftsteller, die dieses Thema in Sachbüchern behandeln wollen. Dabei kommen ganz unterschiedliche Erzählstrategien zum Einsatz….
Das Lügen gehört zum Geschäft der Literatur. Doch richtig lügen ist eine grosse Kunst, die den Faktencheck bestehen muss.
Den Klimaaktivisten kann es der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen nicht recht machen. Die Realität allerdings zeigt, dass seine skeptische Prognose nicht unbegründet ist.
Bernd Brunner schreibt eine Kulturgeschichte des Nordens.
Die Geschichte hilft, den Konflikt zwischen Georgien und Russland zu verstehen.
Friedrich Pollock scheint heute fast vergessen. Doch niemand stand dem Vordenker der Frankfurter Schule so nahe wie er. Die lebenslange, tiefe Freundschaft von Pollock und Horkheimer war sogar vertraglich fixiert….
Für viele seiner Landsleute ist Jan Erik Vold der Poet schlechthin. «Nada» heisst sein Schlüsselwort, das man auf Spanisch als «nichts», auf Kroatisch und Serbisch aber als «Hoffnung» verstehen kann.
Vielleicht war es die beständigste Frauenbeziehung in Kafkas Leben. Ottla und er waren sich herzlich zugetan. Nun erscheint erstmals eine Erzählung ihrer Biografie….
Wer hasst, sieht nur noch sich selber. Und das Bild, das er sich vom anderen macht. Karl Heinz Bohrer hat eine Literaturgeschichte des Hasses geschrieben….
Alain Mabanckous Roman «Petit Piment» ist eine Hommage an die Schwachen in Kongo. Den im Waisenhaus aufgewachsenen Titelhelden hat der Autor selber gekannt.
Die Waadtländer Schriftstellerin war eine grosse Aussenseiterin und eine ebenso grosse Künstlerin. In den fünfziger und sechziger Jahren schrieb sie ihre unvergleichlichen Werke.
Salmen Gradowski gehörte dem Sonderkommando in Auschwitz an. Nachts hat er das Grauen aufgezeichnet. Sein literarisch-historisches Zeugnis gehört zu den erschütterndsten Texten des 20….
Die Zeitzeugen sterben, und in den jüngeren Generationen schwindet das Wissen. Umso wichtiger sind Bücher, die den Holocaust beschreiben. Die Französin Ginette Kolinka legt einen schonungslosen Bericht vor….
Nach dem Buch über ihren Vater schreibt die französische Schriftstellerin Annie Ernaux nun auch über ihre Mutter. Es ist ein ergreifend genaues Porträt geworden.
Michail Prischwin schrieb fünfzig Jahre lang ein geheimes Tagebuch über die Schrecken der Sowjetexistenz. Wie durch ein Wunder sind die Aufzeichnungen erhalten geblieben. Sie stellen eine literarische und historische Quelle ersten Ranges dar….
Wie unser Zeitgefühl entsteht: Claudia Hammond erklärt, warum sich die Zeit manchmal in die Länge zieht und zugleich so rasen kann, dass nichts zurückbleibt.
Ein Sammelband geht der Frage nach, wie (links-)liberale Politiker in aussenpolitischen Konflikten agierten. Seit dem 19. Jahrhundert zeichnen sich zwei ziemlich konstante Muster ab….
Der Fitness-Tracker am Handgelenk funktioniert wie ein kleines Panoptikum: Anna-Verena Nosthoff und Felix Maschewski warnen vor einer neuen Form der Überwachung.
Im Gespräch mit Michael Krüger und Martin Meyer erzählt der Philosoph und Schriftsteller Rüdiger Safranski aus seinem Leben.
Georges Perec war ein sehr junger Mann, als er seinen ersten Roman schrieb. Siebzig Jahre später erscheint die verrückte Liebesgeschichte auf Deutsch.
Auch ganz unauffällige Charaktere können einen Schriftsteller nicht mehr loslassen. Den Amerikaner Stewart O’Nan überkam sogar eine «tolstoische Phantasie», als er die Familie Maxwell entwarf; dies und anderes zu seinem jüngsten Maxwell-Roman hat O’Nan der NZZ verraten.
Der 1989 verstorbene jugoslawische Schriftsteller gehörte zu den ganz Grossen seiner Zunft. Bereits in seinem Erstling ist die ganze Wucht seines modernen Erzählens da. Er hat auf komplexe Weise das Schicksal seiner jüdischen Familie im Holocaust beschrieben….
Die ungarische Literatur besitzt einen starken poetischen Überschuss. Szilárd Borbély, der Verfasser des erschütternden autofiktionalen Romans «Die Mittellosen», liess sich von Berlin inspirieren, und János Térey rückte der Stadtlandschaft Budapests auf den Pelz.