Alle Artikel von Literaturkritik.de

Asche im Koffer, Fragen im Herzen

Welche Geschichten verschwinden, wenn niemand sie erzählt? In Usama Al Shahmanis „In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied“ entdeckt ein Sohn im Nachlass seines Vaters nicht nur Familiengeheimnisse, sondern auch die verdrängte jüdische Geschichte BagdadsRezension von Oliver Pfohlmann …

Scham und Angst

Warum Gisèle Pelicots autobiografischer Bericht „Eine Hymne an das Leben“ gelesen werden sollteRezension von Rolf Löchel zuGisèle Pelicot: Eine Hymne an das Leben. Die Scham muss die Seite wechselnPiper Verlag, München 2026

Konjunktur der Verletzlichkeiten

Maria-Sybilla Lotter analysiert in „Opfer“ die moralische Aufwertung von Opfern aus der Perspektive der praktischen Philosophie, ohne sich dabei von den Positionen der rechtskonservativen Kulturkritik abzugrenzenRezension von Hermann Rotermund zuMaria-Sibylla Lotter: Opfer. Über Verwundbarkeit als SelbstbildHanser Berlin, Berlin 2026

Nature Writing als Widerstand

In „Beim Anschüren des Eisvogels“ verbindet Leonhard F. Seidl Naturbeobachtung, politische Wachheit und poetische Genauigkeit zu einem realitätsgesättigten SammelbandRezension von Florian Birnmeyer zuLeonhard Seidl: Beim Anschüren des Eisvogels. Nature Writing oder vom Schreiben aus dem GeländeKillroy Media, …

Wessen Trauer zählt?

Natalja Kljutscharowa präsentiert in „Woher kommst du? Tagebuch einer Geflüchteten“ russische Scham und ukrainische StimmenRezension von Natalia Blum-Barth zuNatalja Kljutscharjowa: Woher kommst du? Tagebuch einer GeflüchtetenSuhrkamp Verlag, Berlin 2026

Brennglas Mitteleuropa

In Jan Křens voluminösen Kompendium „Zwei Jahrhunderte Mitteleuropa” wird ein historisch gewachsener kultureller Raum zeitgleich in seinen widersprüchlichen regionalen Ausprägungen in Augenschein genommenRezension von Volker Strebel zuJan Křen: Zwei Jahrhunderte Mitteleuropa. Vom Beginn der Moderne bis zur Jahrtausendwende…