Kafkas vegetarisches Kochbuch enthielt auch ein Rezept mit dem Namen «Laubfrosch». Ob er es nachgekocht hat, ist nicht überliefert
Der Prager Schriftsteller hatte ein gespanntes Verhältnis zum Essen. Mit zwanzig wurde er zum Vegetarier.
Der Prager Schriftsteller hatte ein gespanntes Verhältnis zum Essen. Mit zwanzig wurde er zum Vegetarier.
Das Lesen von Tagebüchern ist ein grosses voyeuristisches Vergnügen. Umso mehr, je boshafter ihre Autoren gesinnt waren. Ein Blick in die intimen Journale von Kafka bis Ernst Jandl….
Wie entkommt man dem Wahnsinn, wenn dieser in der eigenen Familie liegt? Darüber hat Leon Engler ein Buch geschrieben. Statt nur über ungleich vererbtes Vermögen solle man über ungleich vererbtes psychisches Leiden reden….
Die Chinesin Chi Zijian, die an der Grenze zu Russland aufwuchs, evoziert in ihrem Roman über den Volksstamm der Ewenken kein «ausserweltliches Paradies». In der schlichten Sprache einer 90-Jährigen entsteht ein Abgesang auf die nomadische Lebensweise.
Die Antike, das sind nach herkömmlichem Verständnis Griechenland und Rom. Das greift zu kurz. Der Westen, der alte Orient, Asien, der arabische Raum bildeten schon damals ein Kontinuum….
Das Auftauchen der Neonazis in den Neunzigerjahren hat die Autorin bis heute geprägt. Ein Gespräch über eidgenössisches Erbe, Schweizer Monster und Friedrich Dürrenmatt.
Der in der russischen Provinz geborene Dichter Chaim Nachman Bialik war ein Zionist der ersten Stunde. In Israel ist er bis heute eine Legende. Nun liegen seine Erzählungen erstmals auf Deutsch vor….
1933 floh er aus Nazideutschland in die Niederlande. Dort gab Curt Bloch während des Zweiten Weltkriegs ein satirisches Magazin heraus. Jetzt ist es als Buch erschienen….
Die Krimiautorin erlebte per Zufall die iranische Revolution von 1979 mit – es ist nur eines von vielen Abenteuern, auf die sie sich einliess. Heute lebt sie im beschaulichen Val Müstair. Ein Gespräch wie eine Anleitung zum Wagnis….
Er hat den Slogan «Geiz ist geil» erfunden. In seinen Anekdoten aus dem Leben als Werber geizt er allerdings weder mit Selbstlob noch mit Eitelkeit.
1941 griff Deutschland die Sowjetunion an. Für den Historiker Jochen Hellbeck begann damit Hitlers eigentlicher Krieg: der Kampf gegen den «jüdischen Bolschewismus».
Zwanzigtausend Elefanten aus Botswana bevölkern Deutschland: In ihrem satirischen Roman «Das Geschenk» spielt Gaea Schoeters die politischen Folgen einer kuriosen Einwanderungswelle durch.
Güner Balci ist Integrationsbeauftragte von Berlin-Neukölln, wo sie aufgewachsen ist. In ihrem neuen Buch warnt sie vor dem reaktionären Islam, der sich hier ausbreite. Besonders Leidtragende: Mädchen und Frauen….
Roman Töppel hat den ersten Band der Briefe und Kriegstagebücher des Wehrmacht-Generals Erich von Manstein herausgegeben.
Die malaysische Literatur wird international kaum rezipiert. Doch gibt es einen Autor, der schon dreimal für den internationalen Booker-Preis nominiert war: Tan Twan Eng. Sein Roman «Das Haus der Türen» beeindruckt durch seine erzählerische Eleganz….
Georg Diez sucht in den neunziger Jahren nach den Ursachen für die Krisen von heute, Matthias Heine zeigt, wie Wokeness die Sprache verbiegt, und Susanne Beyer fragt sich, warum ihr Grossvater in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs erschossen wurde.
Marco Overhaus analysiert die neuen weltpolitischen und militärischen Voraussetzungen seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit.
Mädchen würden nur noch Strassenschilder lesen und ihre psychischen Störungen seien für viele wie Trophäen, klagt die deutsche Autorin. Wie kommt sie zu einem so negativen Befund?
Eine britische Schriftstellerin verkauft ihren neuen Roman mit dem Hinweis, er sei «human written», von menschlichem Geist ersonnen und geschrieben.
Der bulgarische Schriftsteller Georgi Gospodinov gedenkt auf bewegende Weise seines Vaters. Zwar stirbt dieser als «Held am Ende dieses Buches», und doch ist es «kein Buch über den Tod, sondern über die Sehnsucht nach dem Leben, das fortgeht».
Der Historiker Stephan Lehnstaedt gibt erstmals einen Überblick zum jüdischen Kampf gegen den Holocaust. Das Bild der wehrlosen Opfer muss revidiert werden.
Mit Chat-GPT trat Sam Altman die KI-Revolution los. Zwei Bücher gewähren neue Einblicke in seinen Werdegang und zeichnen ein vielfältiges Porträt des Unternehmers.
«Öffnet sich der Himmel» heisst der Erstlingsroman des Briten Seán Hewitt. Die Offenbarung verheisst eine Liebe, vor der die Heranwachsenden zunächst einmal erschrecken.
In der Graphic Novel «Die letzte Einstellung» schildert Isabel Kreitz die Zerrissenheit eines Schriftstellers, der sich nach dem Berufsverbot durch die NSDAP als Propagandist verdingt. Sein Schicksal ist beispielhaft für Künstler in innerer Emigration.
Ich hatte eine Geschichte gelesen, die in der heutigen Zeit so schön und hoffnungsvoll und traurig klang, dass sie nur ein Märchen sein konnte. Vielleicht war sie nicht wahr, aber ich wusste: Ich muss die Grossmutter finden.