Sehnsucht nach dem sinnvollen Tod
Der amerikanisch-iranische Autor Kaveh Akbar schreibt einen autobiografisch grundierten Roman über einen jungen Mann, der alles schluckt, was ihn betäubt.
Der amerikanisch-iranische Autor Kaveh Akbar schreibt einen autobiografisch grundierten Roman über einen jungen Mann, der alles schluckt, was ihn betäubt.
2. April 2010: Bei Kunduz in Afghanistan findet das folgenreichste Gefecht in der Geschichte der Bundeswehr statt. Wolf Gregis hat die Ereignisse rekonstruiert – anhand von Gesprächen, Bildern und Videos….
Der ehemalige Mitarbeiter der französischen Satirezeitung erzählt in «Zwei weibliche Halbakte» die Biografie eines Gemäldes.
Der zweite Teil von Julian Schütts grosser Frisch-Biografie erzählt die bewegten Jahrzehnte des erfolgreichen Schriftstellers und des erfolglos Liebenden.
Vor fünfzig Jahren dokumentierten weissrussische Schriftsteller Kriegsverbrechen, die die Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs begangen hatte. Jetzt erscheint der Bericht erstmals auf Deutsch.
Über die Entstehung eines Romans, der ein klein wenig zu spät vom Flop zum Welterfolg geworden ist.
Seine Romane sind ausladend-verspielt und führen vom Hundertsten ins Tausendste: Jetzt kann man Oleg Jurejews Gedichte neu entdecken. Es sind Reisen in längst vergangene Landschaften.
Am 8. Mai kapitulierte Hitler-Deutschland offiziell. Doch bis Ende Mai fanden im letzten Regierungssitz noch Kabinettssitzungen statt….
Den berühmten Schriftsteller lernte sie in Wien kennen und suchte seine Nähe und Liebe. Nun sind die Aufzeichnungen von Friedl Benedikt erschienen.
Kultur entsteht nie aus sich selbst heraus, sondern immer in Auseinandersetzung mit anderen Kulturen: Der Literaturwissenschafter Martin Puchner entwickelt eine Theorie des Menschen von den Anfängen bis heute.
Zwischen Liebesschwüren und politischem Dissens: «Ich ertrinke in einem fliehenden See», der Roman der auf der Krim geborenen Anna Melikova, ist ein Abgesang auf eine Liebe und die verlorene Heimat.
Die Mutter der französischen Schriftstellerin litt an Alzheimer. Nun ist Ernaux’ Tagebuch über die letzte gemeinsame Zeit mit ihr auf Deutsch erschienen.
Deutschland hat eine neue Regierung. Und ähnliche Probleme wie Anfang der 1960er Jahre. Das Buch, das Ludwig Erhard über seine damalige Kanzlerzeit geschrieben hat, liest sich wie ein Déjà-vu….
Ein Krieg, wie er derzeit in der Ukraine stattfindet, gehört zu den extremsten menschlichen Grenzerfahrungen. Der polnische Romancier Szczepan Twardoch meistert die unmögliche Aufgabe, ihn in seiner Brutalität und Sinnlosigkeit zu beschreiben, mit Bravour.
Mit seinem neuen Roman beweist Martin Suter erneut sein Talent für zügige Handlungen und menschliche Abgründe. Und schafft es auf Platz eins aller deutschsprachigen Bestsellerlisten. Warum so viele diese Bücher wollen….
Geschichte macht meistens an den Staatsgrenzen halt. Zu Unrecht, findet David Blackbourn. Für sein Buch «Die Deutschen in der Welt» hat der britische Historiker einen universalen Ansatz gewählt….
Der Skeptiker hinterfragt, was die Masse für richtig hält. Die Figur hat eine lange Tradition, in der Gegenwart ist er in Verruf geraten.
Ludwig Fels’ postum erschienener Text ist herrlich komisch und wird auf weiter Strecke zu einer zaghaften Autobiografie.
Mit «See der Schöpfung» ist der Amerikanerin ein Überraschungserfolg gelungen. Im Interview ergründet sie, warum ihr Roman über Neandertaler und Ökoaktivisten einen Nerv getroffen hat.
Kann man Christ und zugleich Materialist sein? Ja, findet der slowenische Philosoph. Und vielleicht müsse man das sogar….
Die Werke von Torborg Nedreaas (1906–1987) gehören in Norwegen zum Kanon des politisch-literarischen Feminismus zwischen Klassen- und Geschlechterkampf. Ihr Roman «Nichts wächst im Mondschein» kommt langsam in Gang, entwickelt dann aber einen mächtigen Sog.
Leon de Winters «Stadt der Hunde» ist ein überambitionierter Text, der viel zu viel will und für seine Erzählsprünge kein passendes Mass findet.
Der englische Autor ist einer der brillantesten Gegenwartsseismographen. «Nach dem Krieg» heisst sein neuer Erzählband, der in zwölf Varianten das gleiche, grosse Trauma verarbeitet: den Alltag nach dem Kampf.
Thomas Mann, Ernst Toller und Sigmund Freud mussten fliehen, als die Nazis die Macht übernahmen. Zusammen mit Hunderttausenden von Juden und Regimegegnern. Wolfgang Benz will ein Gesamtbild der Emigration aus Hitlerdeutschland geben….
Die Journalistin Taina Tervonen hat ein Buch geschrieben über die weitreichende Folgen des Kriegs und die Heilsamkeit der Aufarbeitung.