Im Altersheim Hotel Paraíso ist das Leben noch längst nicht vorbei
Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge schreibt einen Roman über ihre Mutter als alte Frau. Sie hat das traurig-komische Buch gewissermassen in deren Auftrag geschrieben.
Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge schreibt einen Roman über ihre Mutter als alte Frau. Sie hat das traurig-komische Buch gewissermassen in deren Auftrag geschrieben.
Im Journalismus liegen Aufklärung und Mythenbildung nahe beieinander. Ein Buch erzählt die Kulturgeschichte der Nachrichten von der Pestpandemie bis zu 9/11.
Welche Rolle spielen Stimmen in unserem Leben? Der Kulturtheoretiker Hans Ulrich Gumbrecht nähert sich einem unterschätzten Alltagsphänomen.
Der deutsch-ukrainische Autor Dmitrij Kapitelman hat aus der eigenen Familiengeschichte ebenso finstere wie komische Literatur gemacht. «Russische Spezialitäten» erzählt von nötigen Neuanfängen und ungesunder Nostalgie.
Wiktor Remisows Roman «Permafrost» erzählt am Beispiel einzelner Biografien vom Leben der Lagerhäftlinge, Verbannten und Geheimpolizisten im sibirischen Norden. Ein monumentaler literarischer Solitär, so wie einst Tolstois «Krieg und Frieden».
Der Grossvater des Tessiner Schriftstellers Fabio Andina hat 1944 italienischen Juden auf der Flucht in die Schweiz geholfen. Nun rekonstruiert der Autor die Geschichte in einem bewegenden, virtuos erzählten Roman.
Was ist rechte Politik? Im Buch «Ich bin Giorgia» sagt Giorgia Meloni, was sie darunter versteht: ein Denken, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Heute Freitag erscheint das Buch der italienischen Ministerpräsidentin auf Deutsch….
Vom Pech, hoffnungsvoll verliebt zu sein: Milica Vučkovićs Roman «Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen» schildert hinreissend komisch das Strampeln einer gutherzigen Frau im Spinnennetz eines psychotischen Manipulators.
Er gehörte zu den prominentesten Publizisten Deutschlands. Aber Sebastian Haffner war auch ein Schriftsteller von Rang. Mit über neunzig Jahren Verspätung erscheint sein Roman «Abschied»….
In seinem Buch «Menschenkunde» lässt sich Martin Meyer von den Comics des belgischen Zeichners Hergé zu vergnüglichen alltagsphilosophischen Betrachtungen anregen.
Die Schriftstellerin ging jahrelang in die Psychotherapie und schrieb ein Tagebuch darüber. Bei der Lektüre der postum veröffentlichten intimen Protokolle ist man hin- und hergerissen.
Der preisgekrönte Science-Fiction-Roman «Tokyo Sympathy Tower» der japanischen Autorin Rie Qudan geht den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Einzelnen und die Gesellschaft nach. Es erweist sich, dass der Maschine nichts Menschliches fremd ist.
Die leidenschaftliche Depressivität von Tor Ulvens Schreiben zerstört jede Art von bürgerlicher Sicherheit. Am Ende geht es dem Norweger in seiner unerhört präzisen und emotionslosen Prosa darum, zu zeigen, «dass das Leben streng genommen unmöglich ist».
Jubelnde Massen, willige Erfüllungsgehilfen: Das ist das Bild, das man vom «Dritten Reich» hat. Peter Longerich vertritt in seinem neuen Buch die These, die meisten Deutschen seien keine überzeugten Nazis gewesen, sondern Konformisten.
Nach fünfzig Jahren erscheint ein Bericht über Verbrechen der Wehrmacht erstmals auf Deutsch, Gerhard Paul erzählt vom Ende des «Dritten Reichs», und David Blackbourn zeigt, dass deutsche Geschichte nicht an den Landesgrenzen haltmacht.
Die Literatur deutschsprachiger Secondos erlebt einen Boom. Ihre Romane erweisen sich als Spiegel deutscher Konfliktzonen. Allerdings sorgen Klischees, Ironie und Ressentiments für krasse Verzerrungen….
In seinem Gedichtband «Vinegar Hill», der jetzt auf Deutsch erscheint, wird der Lyriker und Essayist zum Archäologen scheinbarer Nichtigkeiten. Auf der Rückseite des Glücks lauert bei Colm Tóibín immer die Trauer.
Sie alle waren in Kalifornien im Exil: Franz Werfel, Bertolt Brecht, Heinrich und Thomas Mann und Berthold Viertel. Mitsamt ihren Ehefrauen, von denen meist weniger die Rede ist.
Im Gefängnis schrieb er einen seiner bedeutendsten Romane, mehrmals galt er als Favorit für den Nobelpreis: Nun ist Ngugi wa Thiong’o 87-jährig gestorben.
Im Jahr 2022 sorgten in Prag die Aufzeichnungen eines jungen Rom über die Not seines Heranwachsens für Furore. Auch in Tschechien werden Roma systematisch diskriminiert. «Zigeuner lügen» von Patrik Banga hält der Gesellschaft einen notwendigen Spiegel vor….
Aus reinem Hochmut habe sich Joe Biden zu einer weiteren Kandidatur bewegen lassen, schreiben Jake Tapper und Alex Thompson in ihrem Buch «Hybris». Als Richter sind die beiden Autoren eine Fehlbesetzung.
Seit Russlands Angriff auf die Ukraine hat sich der Blick auf das Militär gewandelt. Der Historiker Stig Förster zeigt, wie eng verflochten Armee und Gesellschaft sind. Auch in Friedenszeiten….
Die Autorin Marlene Streeruwitz macht aus dem eigenen Alltag feministische Wahrheiten. Gerade erschien ihr neuer Roman «Auflösungen. New York….
Die italienische Schriftstellerin Dacia Maraini war 1943 mit ihren Eltern in ein japanisches Internierungslager deportiert worden. Im Gespräch mit Roman Bucheli erzählt sie von der grausamen Haft, als sie fast verhungerten und eine mutige Tat ihres Vaters sie rettete.
Mit 21 kommt der Bosnier Faruk Šehić zur Armee, kämpft gegen die Serben und wird schwer verletzt. In seinem Roman versucht er, das Davor und das Danach wieder zusammenzubringen.