Auch Populismus ist ein Rollenspiel
Richard Sennetts Essay «Der darstellende Mensch» vergleicht Formen der Selbstdarstellung – vom Alltag über die Politik bis ins Theater. Der Text öffnet den Blick für Phänomene der Gegenwart.
Richard Sennetts Essay «Der darstellende Mensch» vergleicht Formen der Selbstdarstellung – vom Alltag über die Politik bis ins Theater. Der Text öffnet den Blick für Phänomene der Gegenwart.
Die Eltern schickten ihn zum Sozialtherapeuten, später revolutionierte er die Gesellschaft: In der Autobiografie «Source Code» blickt Bill Gates zurück auf seine Anfänge.
Entdecken Sie fünf neue Romane, die der Feuilleton-Redaktion Lesefreude bereitet haben. Werke, die zum Lesen, Nachdenken und Diskutieren anregen.
Mit «Le Deuxième Sexe» prägt die französische Existenzialistin das Miteinander der Geschlechter bis heute. Doch in erster Linie war sie weder Feministin noch Freiheitskämpferin: Sie war eine Wandelbare.
In seiner Erzählung «Nicht mein Leben» spielt der Schriftsteller mit seinem biografischen Stoff. Es ist eine halb ironische, halb ernste Selbstbetrachtung.
Gesund essen, korrekt reden, richtig denken: Moral werde zum Statussymbol, sagt der deutsche Philosoph Philipp Hübl. Und zur Waffe in politischen Debatten. Besser werde die Welt dadurch nicht….
Jonas Lüscher zeichnet in seinem neuen Roman ein Panorama des technologischen Wahnsinns. Als autobiografischer Kern figuriert ein Bett auf der Intensivstation, wo Lüscher eine Corona-Infektion überlebt hat.
Die Künstlerin erzählt von ihrem sozialen Aufstieg und verrät, was für sie das gute Leben ist.
Die Vergangenheit wirkte im toten Winkel der Welt wohl schon schrullig, als sie noch nicht vergangen war. In der Gegenwart gibt sie schönsten Stoff für die Literatur.
Das Buch «Bumerangfamilie» sprüht vor Funken, ist aber zu filmisch gemacht.
2023 kam Jewgeni Prigoschin bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Der Söldnerführer von Putins Gnaden hatte sich gegen seinen Chef erhoben. Doch die Wagner-Gruppe ist noch immer aktiv….
Die hohen Himmel und endlosen Weiten Russlands laden ein zu Imagination. Doch die Mythologie des russischen Raumes ist nicht zu denken ohne den Realismus seiner Eisenbahn. In ihrem Bild vereinen sich imperiale Macht, Naturbezwingung, Fortschrittsoptimismus und Volksgemeinschaft, aber auch politische …
Hugo von Hofmannsthal reist, um sein inneres Gleichgewicht zu finden, während seine Frau Gerty im Maschinenraum der Beziehung sitzt. Die Schriftstücke des Ehepaares sind Kronjuwelen der Intimität.
Vor 100 Jahren gründete der Kunsttheoretiker Karel Teige in Prag eine neue Bewegung. Der Tscheche ist eine kaum bekannte Schlüsselfigur: widersprüchlich, brillant und politisch verfemt.
In ihrem autobiografischen Roman «Wild nach einem wilden Traum» erinnert sich Julia Schoch an eine Affäre, die sie zur Schriftstellerin gemacht hat. Was sind die Folgen, wenn man so persönlich schreibt?
Die Portugiesen träumten einst vom Weltreich, doch im 19. Jahrhundert zerbrach die Herrschaft. Vor diesem Hintergrund entfaltet José Maria Eça de Queirós sein Gesellschaftspanorama….
«Gut gegen Nordwind» hat ihn berühmt gemacht. Eben erschien Glattauers neuer Roman «In einem Zug». Ein Buch über einen Liebesromanautor, der mit dem Sich-Verlieben abgeschlossen hat….
In Bezug auf die epochale Tragik Osteuropas hat der Essayist Martin Pollack der Leserschaft Augen und Herzen geöffnet – mit seinem unbestechlich-genauen, elegisch-melancholischen Blick auf das Schicksal des von der Landkarte getilgten multikulturellen Raumes.
24. August 1929: Bewaffnete Muslime fallen in Hebron ein. Mehr als sechzig Männer, Frauen und Kinder werden getötet….
Der französische Dichter Charles Nodier hat 1818 mit einer schauerromantischen Abenteurergeschichte Furore gemacht.
Caroline Darian ist überzeugt, dass sie von ihrem Vater Dominique Pelicot ebenfalls sexuell missbraucht wurde, wie sie in ihrem Buch schreibt. Zu ihrer Mutter war das Verhältnis angespannt. Denn Gisèle Pelicot verdrängte die Schwere des Verbrechens zuerst….
Der 1943 in Auschwitz ermordete russische Schriftsteller Juri Felsen galt als Wunderkind der literarischen Moderne. Nun erscheint mit «Getäuscht» erstmals ein Roman in deutscher Übersetzung.
Der japanische Schriftsteller Yukio Mishima, der vor hundert Jahren geboren wurde, ist vor allem durch seinen Freitod im Zuge eines Putschversuchs berühmt geworden. Sein literarisches Werk ist nach wie vor zu entdecken, zum Beispiel der Roman «Der Held der See».
Man weiss zu wenig über Flöhe, aber das dürfte sich jetzt ändern: Der Literaturwissenschafter Ulrich Stadler hat dem so faszinierenden wie lästigen Parasiten ein schönes Buch gewidmet.
Die Liberalen seien zu unambitioniert geworden, sagt der Rechtshistoriker Samuel Moyn. Was er unter Ambition versteht, hat mehr mit Sozialismus als mit Freiheit zu tun.