Die Wunden des Nationalsozialismus heilten nie mehr ganz
Im Berlin der Dreissigerjahre war die jüdische Dichterin Mascha Kaléko ein Star am Literaturhimmel. Dann zog der Nationalsozialismus auf. Zu ihrem 50….
Im Berlin der Dreissigerjahre war die jüdische Dichterin Mascha Kaléko ein Star am Literaturhimmel. Dann zog der Nationalsozialismus auf. Zu ihrem 50….
Ohne Winston Churchill wäre Deutschland nicht vom Nationalsozialismus befreit worden. Aber die Deutschen haben ihm den Luftkrieg nie verziehen: Dietmar Pieper wirft einen neuen Blick auf den britischen Kriegspremierminister.
Lesbisch werden, weil sie von den Männern genug haben: Dazu rät die Aktivistin Louise Morel den Frauen. Dieses Denken offenbart vor allem, welchen Irrweg die Identitätspolitik gegangen ist.
Vor 38 Jahren fuhr der irische Autor Colum McCann mit dem Fahrrad quer durch die USA. Heute fragt er sich, ob die Menschen noch immer so offen zu ihm wären wie damals. Ein Gespräch über das Sich-Auseinandersetzen – mit Menschen …
Bisher hat sie sich als Singer-Songwriterin profiliert. Nun versucht sich Sophie Hunger auch als Schriftstellerin. Im Debütroman «Walzer für Niemand» schildert sie die Krämpfe des Erwachsenwerdens….
Mafia ist Männersache. Aber nicht nur. Roberto Saviano zeigt, welche Rolle Frauen in den kriminellen Clans spielen….
Elise, Rösi, Sophia oder Vögeli: Katharina Geiser erzählt in «Die Wünsche gehören uns» Geschichten aus dem Armenasyl. Ein verdienstvolles, aber oft allzu verzetteltes Unterfangen.
Nicolas Mathieu schreit in seinen Texten an eine Geliebte die Radikalität der Empfindungen heraus. Eine Beruhigung durch die Fiktion soll es nicht geben.
Für seinen Endkampf gegen die Ukraine kommt Putin nicht ohne Unterstützung des russischen Volkes aus. Trotz allen möglichen Argumenten bringt er es aber nur bis zu einem «organisierten gesellschaftlichen Konsens über die Nichtablehnung des Kriegs».
Seit dem 7. Oktober 2023 hat Gewalt gegen Juden zugenommen. Auch Holocaustleugner verbreiten ihre Verschwörungstheorie ungehemmter denn je….
Die Tage werden länger. Aber Zeit zum Lesen haben wir zum Glück noch immer. Und gute Bücher gibt es mehr als genug: über Freundinnen, die Mordpläne schmieden, einen Tüftler, der die Kunst neu erfindet, und Stanley Kubrick, der die Regeln …
Auf der literarischen Landkarte der Welt ist Südostasien nach wie vor eine Terra incognita. Es ist daher zu begrüssen, dass die diesjährige Frankfurter Buchmesse im Zeichen der Philippinen steht. Deren Freiheitsheld, José Rizal (1861–1896), war tief europäisch geprägt….
Das Buch war ein Bestseller: «Ein Leben zählt nichts» erzählt von den Machenschaften eines Clans der organisierten Kriminalität. Aus der Perspektive einer Insiderin. Doch die Zweifel mehren sich: Ist die Autorin die, die sie zu sein behauptet?…
Hochwerth ist tot, und Hella Karl bekommt Schwierigkeiten: Antje Rávik Strubels Roman «Der Einfluss der Fasane» erzählt von Eitelkeiten im Kulturmilieu – und unter Journalisten.
Die alte Weltordnung zerfällt, der Konflikt zwischen Ost und West hat begonnen. Aber auf neue Art. Warum gibt es wieder Krieg?…
Sklaverei ist unmoralisch. Aber warum dauerte es Jahrhunderte, bis sie abgeschafft wurde? Der Philosoph Thomas Nagel beschreibt, was es braucht, damit sich Moral in einer Gesellschaft durchsetzen kann….
Anstelle der Barbour-Jacke von einst muss der Protagonist von «Air» sich nun zwischen Woll- und Fleece-Pullover entscheiden. Es ist alles da in diesem neuen Roman, was man von einem guten Kracht erwartet. Und doch fehlt etwas….
Antonio Pigafetta hat die erste Weltumsegelung beschrieben. Er erzählt von exotischen Pflanzen, Tieren und Menschen. Und von Europäern, die der Welt zeigen, welches die richtigen Götter sind….
Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan legt langerwartete neue Erzählungen vor. Er beschreibt darin nicht den Krieg, sondern dessen demoralisierende Wirkung auf die Gesellschaft. Doch es gibt Hoffnung in diesem auf kluge Weise menschenfreundlichen Buch….
Vier Bücher hat Michael Wolff nun schon über Trump geschrieben. Auch im neuesten, «Alles oder nichts», bleibt er sich treu. Er liefert keine Analyse, sondern eine Charakterstudie….
Der Literaturnobelpreisträger Knut Hamsun (1859–1952) war ein glühender Anhänger Hitlers. Nach dem Weltkrieg galt er als toxisch, doch kam es in den neunziger Jahren zu einer Hamsun-Renaissance. Die Samit allerdings haben seine üblen Schmähungen nicht vergessen….
Die Niederländerin Jente Posthuma erzählt in ihrem Roman «Woran ich lieber nicht denke» vom Unsagbaren nach einem Suizid. Sie macht es auf überraschende und darum umso beklemmendere Weise.
Das Verhältnis von Künstler und Modell gibt endlos Stoff für Skandalgeschichten. Selten wurde es mit ebenso viel kühler Vernunft und erzählerischer Virtuosität seziert wie im Roman «Die Richtige» von Martin Mosebach.
Der berühmteste Autor des Landes füllt mit seinen Lesungen ganze Stadien und meldete sich letztes Jahr freiwillig für die Armee. Nun pendelt er zwischen der Front und seiner Heimatstadt.
Chimamanda Ngozi Adichie schreibt in ihrem Roman «Dream Count» über «jene Sorte Schmerz, die nur Frauen vorbehalten ist». Das ist lustig und scharfsinnig, und gerade wenn man denkt, ein sanftes Buch in Händen zu halten, lässt Adichie die Bombe platzen.