Schweizer Bücher in Weimar: Wiedererstanden aus der Asche
Beim Brand der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar wurden auch Bücher Schweizer Herkunft beschädigt. Ein grosser Teil davon konnte gerettet werden – dank einer Schweizer Initiative.
Beim Brand der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar wurden auch Bücher Schweizer Herkunft beschädigt. Ein grosser Teil davon konnte gerettet werden – dank einer Schweizer Initiative.
Als Sohn eines Italieners und einer Schweizerin lernte Dante Andrea Franzetti früh, sich zwischen Sprachen und Kulturen zu bewegen. Der Autor und Journalist ist, erst 56-jährig, in Zürich verstorben.
Ein autobiografisches Werk von Etgar Keret ist dieser Tage auf Farsi erschienen. Der israelische Autor hofft, damit eine winzige Bresche in die Mauer zwischen den verfeindeten Ländern zu schlagen.
Lew Schestow (1866–1938) steht als Philosoph immer noch zu entdecken. Der Russe attackierte jeden Versuch, die tragische Welt in ein geschlossenes philosophisches System zu überführen.
Xifan Yang und Angela Köckritz haben sich in ihren Reportagebüchern an die Fersen von einfachen Menschen geheftet. Entstanden ist ein Bild Chinas zwischen Faszination und Unbehagen.
An der Universität Texas ist das Archiv mit dem Nachlass des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez (1927–2014) eröffnet worden.
Das wohlbehütete Goldkind Emma flüchtet sich vor ihren streitenden Eltern in den Wald – und findet bei den Obdachlosen Geborgenheit. Eine Utopie mit Denkanstössen.
Eine überraschende Todesnachricht lässt den Bürolisten Frederik schrumpfen. Niemand glaubt ihm, dass er erwachsen ist – doch hinter der Komik verbirgt sich eine tragische Geschichte.
Dieser witzige Ratgeber für Superhelden enthält Fragebögen, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge. Das war für den Illustrator eine grosse Herausforderung.
Seit dem Tod ihres Freundes hat Jam sich zurückgezogen. In einem Internat für emotional fragile Teenager lernen die Jugendlichen auf ungewöhnliche Weise, sich mit ihrem Trauma auseinanderzusetzen.
Fatima und Samiullah dürfen sich nicht lieben, denn sie gehören verschiedenen Stämmen an. Als ihre geheimen Treffen verraten werden, ist ihr Leben in Gefahr.
Der Bariton Christian Gerhaher gehört zu den besten Sängern unserer Zeit. Jetzt hat er ein kluges Buch über das Singen, die Kunst und das Leben verfasst: «Halb Worte sind’s, halb Melodie».
Alexandre Kojève (1902–1968) ist eine graue Eminenz der neueren Geistesgeschichte. Nun ist das «Tagebuch» in deutscher Übersetzung erschienen, das er als genialischer Jungphilosoph verfasst hat.
Eine wilde, zerhackte Sprache hat die irischstämmige Autorin Eimear McBride für ihren Erstling gewählt. Damit enthüllt und verbirgt sie zugleich, was sie zu erzählen hat.
Der 1949 in Danzig geborene Autor Stefan Chwin hat sich stets um die Rettung der deutschen Kultur angesichts des Nationalsozialismus bemüht. Sein «Deutsches Tagebuch» verbindet Bewunderung mit Kritik.
Rainald Goetz ist ein literarischer Seiltänzer. Mit Vorliebe bildet er seine Erfahrungswelt unmittelbar ab. Indessen zwingt ihn manchmal gerade die Wirklichkeit zu traditionellem Erzählen….
«Plötzlichkeit» und «Schrecken» sind für Karl Heinz Bohrer zentrale Katgeorien einer Ästhetik der Moderne. Nun erprobt der Literaturwissenschafter auch die Kategorie des Dionysischen.
In Ralph Dutlis Roman «Die Liebenden von Mantua» entzündet sich die Phantasie zweier Männer an zwei Skeletten aus der Steinzeit, die in inniger Umarmung gefunden wurden.
Sie ist das Herz der Kleinfamilie. Doch mit der Krankheit der Kinderfrau gerät einiges aus den Fugen. Der dritte Roman des jungen Autors ist ein bürgerliches Trauerspiel aus dem kriselnden Italien….
Ein Team um den Kunsthistoriker Alessandro Nova hat die vom Florentiner Künstlerarchitekten Giorgio Vasari verfassten Viten der grossen Renaissancekünstler neu übersetzt und vorbildlich kommentiert.
Der überaus produktive Althistoriker Alexander Demandt hat eine grandiose Gesamtschau unserer westlichen Zeitkultur und ihrer Geschichte vorgelegt.
Der amerikanisch-deutsche Historiker Fritz Stern hat in den letzten zwei Jahrzehnten viele, auch politische Reden gehalten. Nun sind einige der Texte gesammelt erschienen.
Clemens Setz hat in seinem vierten Roman, «Die Stunde zwischen Frau und Gitarre», eine kunstvoll monströse Erzählmaschinerie geschaffen. Lesequal und Lesegenuss halten sich die Waage.
In seinem neuen Roman rekonstruiert Jan Koneffke die Geschichte seines Vaters, der als junger Mann zur Wehrmacht eingezogen worden war – und lernt dabei einen neuen Vater kennen.
Spätestens seit er in denUSA Furore macht, gilt Karl Ove Knausgård mit seinem monumentalen radikalauto-biografischen Romanwerk«Mein Kampf» auch bei uns als Star. Thomas David traf den Norweger zum Gespräch.