Alle Artikel von NZZ Literatur
Gespräch mit dem Schriftsteller Aris Fioretos: Fliegender Teppich mit vier Beinen
Als Sohn eines griechischen politischen Flüchtlings ist der Schwede Aris Fioretos ein Modell dafür, wie Integration glücken kann. Ein Gespräch über Identität, Schweden und die Flüchtlinge.
Städtebauliche Theorien und Entwurfsansätze von Frauen: Ans Licht geholt
Die neu erschienene Publikation «Theoretikerinnen des Städtebaus. Texte und Projekte für die Stadt» umfasst reiches Quellenmaterial für Genderforschung, Architekturgeschichte und Urbanistik.
Neustadt International Prize for Literature 2016: Die kroatische Schriftstellerin Dubravka Ugrešić
Der renommierte Neustadt International Prize for Literature 2016 geht an die kroatische Schriftstellerin Dubravka Ugrešić.
Geschichte der Wissenschaft vom Alten Testament: Theologie oder Kulturwissenschaft?
Den «Alttestamentler», im 19. Jahrhundert in Deutschland erfunden, gibt es heute in aller Welt – und zwar in zwei Varianten: als Theologen und als Kulturwissenschafter.
Katharina Hackers Roman «Skip»: Das Mass des Unglücks
Katharina Hackers neuer Roman «Skip» erkundet den Skandal des Sterbens und entdeckt Geheimnisse des Lebens. Trotz der Schwere des Themas entwickelt das Buch Sogwirkung.
Raoul Schrott über Jean Grenier: «Ich habe oft davon geträumt . . .»
«Die Inseln» machten den jungen Albert Camus trunken. Später schrieb er ein Vorwort zu dem Buch, dessen Verfasser mehr als sein Philosophielehrer war. Wieso blieb es weitgehend unbeachtet?…
Casanova und de Sade: Libertins der Aufklärung
Giacomo Casanova und der Marquis de Sade – sie haben manches gemeinsam, aber in vielem verkörpern sie konträre Lebensauffassungen, wie zwei neue Bücher zeigen.
Stefan Zweigs Briefe an seinen französischen Übersetzer: «Kürzungen sind immer gut»
Ein bisher unbekanntes Konvolut von Briefen Stefan Zweigs an den französischen Übersetzer Alzir Hella soll Mitte November versteigert werden. Hella hat grossen Anteil an Zweigs Erfolg in Frankreich.
Wiedergelesen: «Fragmente einer Sprache der Liebe»: Wie wahr das – noch immer – ist!
Roland Barthes‘ diskursives Drama der Liebe ist auch in Zeiten von Internet-Pornografie und Hook-up-Kultur verführerisch wie eh und je.
Prix Femina: Christophe Boltanski für Roman «La cache» geehrt
Der französische Journalist Christophe Boltanski erhält für seinen Roman «La cache» (Das Versteck) den Prix Femina.
Zum Tod des Schweizer Schriftstellers Dante Andrea Franzetti: Lebensmosaik
Mit dem Erstling «Der Grossvater» (1985) gelang Dante Andrea Franzetti ein glückhafter Einstieg in die literarische Laufbahn. Begriffe wie Heimat, Fremde, Identität leiteten sein Denken.
Schweizer Bücher in Weimar: Wiedererstanden aus der Asche
Beim Brand der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar wurden auch Bücher Schweizer Herkunft beschädigt. Ein grosser Teil davon konnte gerettet werden – dank einer Schweizer Initiative.
Tod des Schriftstellers Dante Andrea Franzetti: Viel zu früh
Als Sohn eines Italieners und einer Schweizerin lernte Dante Andrea Franzetti früh, sich zwischen Sprachen und Kulturen zu bewegen. Der Autor und Journalist ist, erst 56-jährig, in Zürich verstorben.
Etgar Keret wendet sich an Leser in Iran: Kassiber aus Israel
Ein autobiografisches Werk von Etgar Keret ist dieser Tage auf Farsi erschienen. Der israelische Autor hofft, damit eine winzige Bresche in die Mauer zwischen den verfeindeten Ländern zu schlagen.
Lew Schestows Hauptwerk «Apotheose der Grundlosigkeit»: Ein Vorläufer der Postmoderne
Lew Schestow (1866–1938) steht als Philosoph immer noch zu entdecken. Der Russe attackierte jeden Versuch, die tragische Welt in ein geschlossenes philosophisches System zu überführen.
Angela Köckritz und Xifan Yang über China: Das neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Xifan Yang und Angela Köckritz haben sich in ihren Reportagebüchern an die Fersen von einfachen Menschen geheftet. Entstanden ist ein Bild Chinas zwischen Faszination und Unbehagen.
Universität Texas eröffnet Archiv: Nachlass von Gabriel García Márquez zugänglich
An der Universität Texas ist das Archiv mit dem Nachlass des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez (1927–2014) eröffnet worden.
«Goldkind» – ein modernes Märchen von Eva Rottmann: Am Lagerfeuer der «Struppigen»
Das wohlbehütete Goldkind Emma flüchtet sich vor ihren streitenden Eltern in den Wald – und findet bei den Obdachlosen Geborgenheit. Eine Utopie mit Denkanstössen.
Joke van Leeuwens Kinderroman: Flucht ins Kindsein
Eine überraschende Todesnachricht lässt den Bürolisten Frederik schrumpfen. Niemand glaubt ihm, dass er erwachsen ist – doch hinter der Komik verbirgt sich eine tragische Geschichte.
Benjamin Lacombe über sein Bilderbuch «Superhelden»: Teleportieren, Gedankenlesen, Schweben
Dieser witzige Ratgeber für Superhelden enthält Fragebögen, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge. Das war für den Illustrator eine grosse Herausforderung.
Meg Wolitzers erster Jugendroman: Zeitreise mit dem magischen Tagebuch
Seit dem Tod ihres Freundes hat Jam sich zurückgezogen. In einem Internat für emotional fragile Teenager lernen die Jugendlichen auf ungewöhnliche Weise, sich mit ihrem Trauma auseinanderzusetzen.
Ein Jugendroman über Afghanistan von Atia Atawi: Lieben oder hassen?
Fatima und Samiullah dürfen sich nicht lieben, denn sie gehören verschiedenen Stämmen an. Als ihre geheimen Treffen verraten werden, ist ihr Leben in Gefahr.
Gesprächsbuch von Christian Gerhaher: Darstellen, nicht sein
Der Bariton Christian Gerhaher gehört zu den besten Sängern unserer Zeit. Jetzt hat er ein kluges Buch über das Singen, die Kunst und das Leben verfasst: «Halb Worte sind’s, halb Melodie».
Alexandre Kojèves früher Lebens- und Werkentwurf: Tagebuch eines werdenden Philosophen
Alexandre Kojève (1902–1968) ist eine graue Eminenz der neueren Geistesgeschichte. Nun ist das «Tagebuch» in deutscher Übersetzung erschienen, das er als genialischer Jungphilosoph verfasst hat.
