Eimear McBrides herausfordernder Debütroman: Höllisch nah am Körper
Eine wilde, zerhackte Sprache hat die irischstämmige Autorin Eimear McBride für ihren Erstling gewählt. Damit enthüllt und verbirgt sie zugleich, was sie zu erzählen hat.
Eine wilde, zerhackte Sprache hat die irischstämmige Autorin Eimear McBride für ihren Erstling gewählt. Damit enthüllt und verbirgt sie zugleich, was sie zu erzählen hat.
Der 1949 in Danzig geborene Autor Stefan Chwin hat sich stets um die Rettung der deutschen Kultur angesichts des Nationalsozialismus bemüht. Sein «Deutsches Tagebuch» verbindet Bewunderung mit Kritik.
Rainald Goetz ist ein literarischer Seiltänzer. Mit Vorliebe bildet er seine Erfahrungswelt unmittelbar ab. Indessen zwingt ihn manchmal gerade die Wirklichkeit zu traditionellem Erzählen….
«Plötzlichkeit» und «Schrecken» sind für Karl Heinz Bohrer zentrale Katgeorien einer Ästhetik der Moderne. Nun erprobt der Literaturwissenschafter auch die Kategorie des Dionysischen.
In Ralph Dutlis Roman «Die Liebenden von Mantua» entzündet sich die Phantasie zweier Männer an zwei Skeletten aus der Steinzeit, die in inniger Umarmung gefunden wurden.
Sie ist das Herz der Kleinfamilie. Doch mit der Krankheit der Kinderfrau gerät einiges aus den Fugen. Der dritte Roman des jungen Autors ist ein bürgerliches Trauerspiel aus dem kriselnden Italien….
Ein Team um den Kunsthistoriker Alessandro Nova hat die vom Florentiner Künstlerarchitekten Giorgio Vasari verfassten Viten der grossen Renaissancekünstler neu übersetzt und vorbildlich kommentiert.
Der überaus produktive Althistoriker Alexander Demandt hat eine grandiose Gesamtschau unserer westlichen Zeitkultur und ihrer Geschichte vorgelegt.
Der amerikanisch-deutsche Historiker Fritz Stern hat in den letzten zwei Jahrzehnten viele, auch politische Reden gehalten. Nun sind einige der Texte gesammelt erschienen.
Clemens Setz hat in seinem vierten Roman, «Die Stunde zwischen Frau und Gitarre», eine kunstvoll monströse Erzählmaschinerie geschaffen. Lesequal und Lesegenuss halten sich die Waage.
In seinem neuen Roman rekonstruiert Jan Koneffke die Geschichte seines Vaters, der als junger Mann zur Wehrmacht eingezogen worden war – und lernt dabei einen neuen Vater kennen.
Spätestens seit er in denUSA Furore macht, gilt Karl Ove Knausgård mit seinem monumentalen radikalauto-biografischen Romanwerk«Mein Kampf» auch bei uns als Star. Thomas David traf den Norweger zum Gespräch.
Robert Schindels neuer Lyrikband kreist um Gesellschaft, Sehnsucht und das Schreiben. Das weitverzweigte Geflecht der Texte wird durch deren Bewegung und Vitalität zusammengehalten.
Wird heute weniger gelesen als früher? Im Gegenteil, wir lesen sogar viel mehr. Genau deshalb brauchen wir Geschichten, die unsere Welt verwandeln….
Ein skrupelloser Geschäftemacher wird von Geistern verfolgt: Niq Mhlongos Roman «Way Back Home» bewegt sich im Graubereich zwischen dem modernen Südafrika und seinen magischen Traditionen.
«Tod eines glücklichen Menschen» blickt zurück in die bleierne Zeit der Brigate Rosse. Obwohl Staatsanwalt Colnaghi, Mailänder, einen Mord aufklären soll, sprengt das Buch die Grenzen des Krimis.
Ulrich Raulff, Kulturhistoriker und Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, hat ein abschiedlich gestimmtes Buch geschrieben über die Rolle des Pferdes in der Geschichte der Menschen.
Armut, der Schock früher Kriegserfahrungen, politische Pressionen: Michail Bulgakow hat sein Schaffen widrigen Umständen abgerungen, in die nun seine Tagebücher und Briefe Einblick geben.
In seinem Mutter-Buch zeichnet Stephan Wackwitz das Porträt einer Frauen-Generation, deren Aufbrüche in der Enge der fünfziger Jahre versandeten.
Das essayistische Werk von Karl-Markus Gauss ist in seiner Gesamtheit einer tastenden, wägenden, zweifelnden Suchbewegung verpflichtet. Davon zeugt auch sein neues Journal, «Der Alltag der Welt».
Noch einmal muss Kommissär Hunkeler aus dem Ruhestand zurück in den Dienst und den überforderten Mord-Ermittlern aushelfen.
Einen religiösen Faschismus in der islamischen Welt diagnostizierte Navid Kermani bei der Entgegennahme des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Illusionslos und kämpferisch zugleich war seine bewegende Dankesrede.
Exquisit illuminiert war der Pavillon, in dem sich Indonesien an der Frankfurter Buchmesse präsentierte. Im begleitenden Veranstaltungsprogramm kamen auch die dunklen Seiten des Ehrengastlandes zur Sprache.
Der Islamwissenschafter und Schriftsteller Navid Kermani erhält für sein Werk und Engagement den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der Politikwissenschafter Claus Leggewie würdigt Kermani.
Über hundertfünfzig Texte von dreiundzwanzig Erzählstimmen fügt Zsuzsanna Gahse in ihrem neuen Prosaband zu einem bewegten poetischen Teppich zusammen.