Wir streiten nicht zu viel, sondern viel zu wenig – denn im Konflikt liegt eine Kraft, die uns eint
Kein Anlass für Kulturpessimismus: Wie wir in der Streitgesellschaft bestehen und dabei sogar noch gute Laune bewahren
Kein Anlass für Kulturpessimismus: Wie wir in der Streitgesellschaft bestehen und dabei sogar noch gute Laune bewahren
Der Grossonkel der Schriftstellerin Ulla Lenze geriet 1941 in New York in die Fänge der Spionageabwehr. Nun wird er zur Romanfigur.
Zeitweise wollten so viele Leute der Nazipartei beitreten, dass Hitler sie für die Allgemeinheit schliessen liess. Rund zehn Millionen Menschen wurden bis 1945 aber aufgenommen – der Politologe Jürgen W. Falter untersucht den sozialen Hintergrund dieser «Parteigenossen»….
Was heisst Ich?, fragt sich der Queer-Aktivist Paul B. Preciado….
Magdy El-Shafee hat die erste Graphic Novel Ägyptens geschaffen. Nach rund zwölf Jahren soll nun sein zweiter Band herauskommen. Es geht um eine Revolution – aber eine andere, als man vermuten würde….
Das Motiv zieht sich durch die ganze Kunstgeschichte. Und endlich macht sich jemand ein paar kluge Gedanken dazu.
Er vermittelt zwischen deutscher Italiensehnsucht und den Klischees der Italiener über die Deutschen: der italienische Historiker Roberto Zapperi. Seine kulturgeschichtlichen Recherchen sind manchmal richtige Detektivgeschichten.
Alphonse Karr brauchte nicht in die Welt hinaus zu reisen. Lieber legte er sich zwischen die Blumen und Bäume und staunte himmelwärts.
David Vanns Roman «Momentum» beruht auf persönlichen Erfahrungen. Die Geschichte seines Vaters wird darin zu einer Allegorie der endemischen Gewalt in den USA.
Zweifellos geben wir heute mehr auf Gleichheit oder Freiheit als unsere Vorfahren im Mittelalter. Laut Ian Morris hat das damit zu tun, dass wir andere Energiequellen nutzen und seit 200 Jahren auf fossile Brennstoffe setzen. Eine interessante, aber kaum richtige …
Was macht das Virus mit uns und wir mit ihm? Die Schriftstellerin Marlene Streeruwitz wird siebzig und schreibt im Netz den Roman der Stunde.
Einer «kleinen» Sprache wohnt sehr oft eine grosse literarische Energie inne. Das ist bei Ungarn so und bei Dänemark nicht anders. Eine die Jahrhunderte umfassende Anthologie dänischer Lyrik zeigt ein äusserst vitales poetisches Ausdrucksbegehren….
Im Dezember 1987 wird Ingrid Strobl in ihrer Wohnung in Köln festgenommen. Verdacht: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. In ihrem neuen Buch reflektiert die österreichische Journalistin und Autorin über ihre Zeit im Gefängnis….
Die Generation des syrischen Autors Khaled Khalifa hat ihr ganzes Leben im Schatten des autoritären Asad-Regimes zugebracht. Er verschränkt die Geschichte einer zerrütteten Familie mit derjenigen seiner einst kultivierten und lebensfrohen Heimatstadt.
Die äthiopisch-amerikanische Schriftstellerin Maaza Mengiste lebt seit einem halben Jahr in Zürich – nicht nur ganz freiwillig.
Die Mutter im Rampenlicht, die Tochter immer hinter den Kulissen: Das Drama scheint programmiert. Aber die Irin Anne Enright zeigt, dass es auch anders geht: Ihr Roman «Die Schauspielerin» ist eine stille, einfühlsame Beziehungsstudie.
Ein Vordenker zu Fragen der globalen Gerechtigkeit: Der indische Philosoph und Wirtschaftswissenschafter Amartya Sen wird ausgezeichnet.
Der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch hat sich lange Zeit gelassen mit seinem neuen Roman. Nun zeigen ihn «Die Lieblinge der Justiz» als einen postmodernen Karnevalisten, der Humor und Tragik, Mythologie und Geschichte virtuos zu vereinen weiss.
Was die Banker für Liechtenstein waren, ist Benjamin Quaderer für dessen Literatur. Jene mehrten den Wohlstand, er wuchert mit der Phantasie.
Touristen bringen von ihren Reisen schöne Souvenirs nach Hause. Franz Hohler aber kommt mit Geschichten zurück, darunter sind veritable Preziosen.
Alexander von Humboldt schrieb wissenschaftliche Bücher, Jules Verne verfasste fiktive Werke. Doch die Techniken der beiden Autoren waren ähnlicher, als man meinen könnte.
Melitta Breznik schreibt ein berührendes Buch über den Tod der Mutter. Sie gerät damit auch in ihre eigenen verschwiegensten Zonen.
In einem Buch denkt die französische Rabbinerin Delphine Horvilleur über den Antisemitismus nach. Sie macht deutlich, wie tief der Hass mit der jüdischen Lebensweise verbunden ist.
Leseempfehlungen hatten in der Zeit des Lockdown Hochkonjunktur. Wer den Marathon auf David Bowies Spuren fortsetzen möchte, kann nun zu einem Band greifen, der die hundert Lieblingsbücher des Musikers kommentiert. Einige davon verriet er allerdings lieber nicht….
Zwei China-Experten untersuchen Pekings globalen Machtanspruch. In ihrem Buch beschreiben sie eine «lautlose Eroberung» und mahnen den Westen, an seinen freiheitlichen Errungenschaften festzuhalten.