Die Umweltaktivistin steigt aufs Dach und wirft Ziegel herunter
Wer sind denn die Verrückten, und wer ist normal? Simone Lappert stellt in ihrem Roman verstörende Fragen.
Wer sind denn die Verrückten, und wer ist normal? Simone Lappert stellt in ihrem Roman verstörende Fragen.
Es ist ganz leicht und zugleich unendlich schwierig. Birgit Schmid denkt über das nach, was wir Liebe nennen und was uns manchmal so schwerfällt.
Raketen gegen Gewitter, Hydrotechnik gegen Flüsse: Lange Zeit setzte der Mensch grobes Geschütz ein, um sich gegen die bedrohliche Natur zu wappnen. Inzwischen wird die frühere Feindin geschützt und gehegt. Der Historiker Nicolai Hannig beschreibt einen grossen Wandel – und viele …
Der «modische Schuh» für die Masse kam in der Schweiz nach dem Ersten Weltkrieg auf. Die Medizin sah darin bald eine Bedrohung für die Volksgesundheit, wie der Historiker Roman Wild zeigt.
Nik Gowing und Chris Langdon sind mit einer Befragung von Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung der Frage nachgegangen, wie in einer Welt eines immer schnelleren Wandels noch Führung möglich ist.
Der Konflikt zwischen Israeli und Palästinensern tritt seit Jahren auf der Stelle. Vielleicht ist es nurmehr die Literatur, die ihm neue Dimensionen und Geschichten abgewinnen kann – das versucht auch Nathan Englander in seinem neuen, manchmal skurrilen und manchmal bestürzenden Roman.
Kuscheln kann auch eine Wissenschaft sein: Rebecca Böhme erklärt, warum Berührungen lebenswichtig sind für uns. Trotz Touchscreen- und #MeToo.
Für ihr letztes Werk hat die im Juli verstorbene Schriftstellerin eine offene, freie Form gewählt. Die lose ineinander verschränkten «Romangeschichten» sind ein Vexierbild des Lebens, in dem Seligkeit oft am Rand des Abgrunds steht, Fürsorglichkeit ihre Zähne zeigt und die …
Wenige Wochen vor seinem Tod im Juli 2016 erschien das letzte Buch des französischen Schriftstellers Yves Bonnefoy. Es ist ein traumwandlerischer Versuch über die Kindheit.
Wo Strom und Mobilfunk knapp werden, lassen junge Schweizer Soldaten ihr Smartphone liegen. Dafür greifen sie zu Roman, Sachbuch oder «Harry Potter».
Der Aufstieg des Rechtspopulismus sei eine Reaktion auf das Versagen der Eliten. Das ist die These des Buches von Michael Hartmann. Ohne die pauschale Polemik gegen den Neoliberalismus wäre sie überzeugender….
München machte in der Revolutionszeit von 1918/19 eine dramatische Wandlung durch: In der Stadt, die einst ein Treffpunkt der Bohème war, brach sich der Antisemitismus früh gewaltsam Bahn. Der Judaist Michael Brenner zeichnet nach, wie «Hitlers München» entstand.
Wie man zum Künstler wird, zeigt uns Alexej von Jawlensky.
Ein schwungvoller E-Mail-Verkehr lässt zwei fremde Mädchen gegen ihren Willen Schwestern werden. Und er löst gleich auch noch ein paar familiäre Probleme.
Stadtgeschichten für Kinder widmen sich urbanen Entwicklungen mit Humor und grossem Ernst.
1967 hat Adorno einen Vortrag über den erstarkenden Rechtsradikalismus gehalten. Unlängst ist die Rede erstmals gedruckt erschienen – sie ist nach fünfzig Jahren wieder überraschend aktuell.
Die Verfolgung der armenischen Christen im Ersten Weltkrieg hat ein immenses Trauma hinterlassen. Die deutsch-russische Schriftstellerin Katerina Poladjan widmet der Erinnerung daran einen bewegenden Roman.
Zwischen 1815 und 1848 haben sich im Jahrestakt Dinge von weitreichender Bedeutung ereignet. In einem bestechenden Buch bringt der Politikwissenschafter Wilhelm Bleek den Lesern die unterschätzte Periode des «Vormärz» näher.
Der Debütroman der jungen Irin Sally Rooney wird in den Feuilletons ausgiebig gefeiert. Zwischen Verstand und Gefühl, zwischen alten und neuen Beziehungsmustern kommen ihre Charaktere ganz schön ins Taumeln.
Das Grauen, das die belagerte bosnische Hauptstadt Sarajevo von 1992 bis 1996 überkam, hat bereits bedeutsamen literarischen Niederschlag gefunden. So drastisch wie der Bosnier Damir Ovčina in seinem preisgekrönten Roman «Zwei Jahre Nacht» ist die Sache indes noch niemand angegangen. Seine …
Kann man Herkunft erzählen? Vielleicht nur dann, wenn man sie immer wieder und immer neu zu erzählen versucht.
Lange verehrte die Bevölkerung auf der Arabischen Halbinsel mehr als einen Gott. Der Historiker Glen W. Bowersock untersucht, wie sich dort der Monotheismus durchsetzen konnte – und warum sich ausgerechnet Mohammeds Glaubenslehre verbreitete….
Ihre Ehe ist am Ende. Zeit also für die Schriftstellerin Deborah Levy, über Weiblichkeit und weibliche Lebensläufe, Bindung und Freiheit oder das Schreiben in Krisenzeiten nachzudenken. Das tut sie pointiert und mit häufigen Seitenblicken auf andere literarisch ambitionierte Frauen….
Das soziale Ödland des heutigen Amerika ist die Bühne, der Vietnamkrieg markiert den historischen Horizont, vor dem Ocean Vuongs Roman «Auf Erden sind wir kurz grandios» spielt. Sein in der Lyrik ausgebildetes literarisches Sensorium gibt dem jungen Autor die Mittel …
1921 wurde im Schweizer Kurort das Lichtklimatische Observatorium eröffnet. Ein Buch über seinen Gründer, Paul Götz, bietet Einblicke in den historischen Beitrag der Schweiz zur heutigen Ozonforschung.