TAGTIGALL: Blütenlesen
Das Jahrbuch der Lyrik 2022 sammelt wie jedes Jahr exemplarische Gedichte der Zeit: magisch, klagend, hoffend und manchmal am Rande des Schweigens. Einige werden hier kurz vorgestellt.
Das Jahrbuch der Lyrik 2022 sammelt wie jedes Jahr exemplarische Gedichte der Zeit: magisch, klagend, hoffend und manchmal am Rande des Schweigens. Einige werden hier kurz vorgestellt.
Ein bisschen rätselhaft ist schon, wie Elina Brotherus mit ihren Selbstproträts, derzeit im Fotografie Forum Frankfurt zu besichtigen, so bekannt werden konnte. Geschätzt wird sie auch als feministisches Vorbild. Doch ihr Spiel mit Rollen – auch wenn es durchaus Witz …
Die FAZ nimmt ein wenig teil am Boheme-Leben der Meret Oppenheim mit deren Album von 1958: Ein visuelles Fest, meint sie. Mit Erik Fosnes Hansens Goldmachern macht sie Brandenburg unsicher. Die FR birgt einen spanischen Klassiker mit Miguel de Unamunos …
Die SZ hat ein wenig Mühe mit Norbert Gstreins neuem Roman „Vier Tage, drei Nächte“, in dem es nur Worte, aber keine Tatsachen gebe. Dem DlfKultur eröffneten sich immerhin beim zweiten Lesen die Subtilitäten dieser Liebesgeschichte um Macht und Unterwerfung. …
Der Dlf liest verfällt Anthony Burgess‘ Malaya-Trilogie: Tolle Literatur, wenn auch in fast allen Punkten der postkolonialen Anklage schuldig. Der DlfKultur erinnert mit Miroslaw Wlekly an den britischen Journalisten Gareth Jones, der vom Holodomor in der Ukraine berichtete. …
Groß und kraftvoll findet die FAZ Giulia Caminitos Roman „Das Wasser des Sees ist niemals süß“, der vom Aufwachsen an den Rändern Roms erzählt. Die SZ mutet sich gern die Härten in Linda Boström Knausgards Roman „Oktoberkind“ zu, in dem …
Die FAZ geht mit Pawel Salzmans Aufzeichnungen aus der Zeit der Belagerung Leningrads in eine Zone des Daseins, wo das Menschsein sich auf Hunger, Kälte, Erschöpfung reduziert. Die SZ reist mit Daniela Dröscher zurück in die Achtziger und lauscht den …
FAZ und FR lernen mit Doris Runges Gedichten den Gang einer Wasserfrau verstehen. Lob gibts in der FAZ auch für Steffen Schroeders gut recherchierten Roman über Max Planck. Die SZ lernt mit Alex Capus die Schweizer Künstlerin Caroline Welden alias …
Dlf Kultur schaut in die Kristallkugel mit David Christians „Zukunft denken“, und sucht mit Julie Völk ein stilles Örtchen für einen Drachen. Die FAZ vergnügt sich mit der Lektüre der Liedtexte von Carsten Friedrich. Die NZZ überblickt mit dem Historiker …
Die FAZ lernt etwas widerstrebend vom Ornithologen Richard Prum, dass auch die Schönheit in der Evolution eine Rolle spielt. Außerdem verbringt sie mit J.M….
Die taz feiert den britischen Comic-Autor Andi Watson, der in der „Lesereise“ kafkaesken Krimi und Literaturbetriebssatire vereint. Der DlfKultur blickt mit Natalie Amiri auf die unbesiegten Verlierer von Afghanistan. Mit Hans-Hermann Klares „Auerbach“ verzweifelt er am guten Gewissen der …
Warum ist Wolfgang Pohrt, dessen Analysen in den Siebziger und Achtzigern so scharf waren, heute so unbekannt, fragt die FAS und empfiehlt Klaus Bittermanns große Biografie. Von Houstons East End hält man sich lieber fern, lernt die SZ aus …
Keine leichte Bettlektüre, aber ein Standardwerk, lobt die FAZ Anne Chengs „Geschichte des chinesischen Denkens“. Die FR liest mit Franziska Gänslers „Ewig Sommer“ originelle feministische climate fiction. Die SZ ist hin und weg von Nils Mohls Liebesgeschichte zweier Teenager …
Die FAZ staunt, wie James Baldwin in seinen Essays Persönliches zu etwas Exemplarischem verdichtet. In Gerhard Wiechmanns Studie über Nazi-UFOs erfährt sie, wie langlebig Verschwörungstheorien sind. Die SZ macht sich mit Marica Bodrozic auf und folgt Walter Benjamins …
Als „lachphilosophisches Untergangsepos“ liest die FAZ Thomas Hürlimanns neuen Roman „Der rote Diamant“. Außerdem empfiehlt sie den von Jan Eckel und Daniel Stahl herausgegebenen Band zur Entwicklung der Menschenrechte. Die FR fragt mit dem Historiker Julius H….
Georgi Gospodinov nimmt in „Zeitzuflucht“ scharfsinnig und burlesk populistische Sehnsüchte aufs Korn, Ralf Rothmann fordert uns in „Die Nacht unterm Schnee“ moralisch und stilistisch heraus, Louise Nealon blickt mit ungefiltertem Witz auf die Scham in der irischen Kultur und Michael …
Die FR rast mit Hanna Bervoets durch eine toxische Arbeitswelt. Die SZ erfährt von den polnischen Historikern Andrzej Friszke und Antoni Dudek, wie die polnische Gesellschaft das wurde, was sie ist. Der Dlf Kultur lernt mit dem Erfahrungsbericht des …
Für ein technisches Meisterwerk hält die SZ Hernan Diaz’ Geschichte eines Wall-Steet-Milliardärs, aber ein wenig Herzenswärme hätte sie sich gewünscht. Auch die Welt lobt vor allem Diaz’ perfekte Sprache. Die FAZ schöpft dank Mojib Latif Hoffnung, dass wir den …
Andrej Kurkows Roman „Samson und Nadjeschda“ handelt von der Einnahme Kiews durch die Bolschewiki im Frühjahr 1919. Durch die Ereignisse ist er für Dlf Kultur unversehens zum aktuellen Text geworden. Für die FAZ bespricht der Historiker Stephan Malinowski Gottfried …
Die FAZ träumt mit Ralf Schlatters „43’586“ von Friedhofskatzen, der Liebe, dem Tod oder einem Orchester im Zugabteil. Die NZZ ist mit Patrick Modianos Erinnungen „Unterwegs nach Chevreuse“. Die SZ sympathisiert aufs schärfste mit den Selbstfindungseskapaden einer Mittvierzigerin in …
Wer sich fragt, was Antisemitismus denn nun sei, dem empfiehlt die FAZ die Essays von Sander L. Gilman über die historischen Muster des Judenhasses. Die SZ lernt mit Vincent Augusts Dissertation „Technologisches Regieren“, wie komplex unsere Gesellschaft heute ist….
FAZ und SZ lauschen mit gemischten Gefühlen, wenn Isabel Allende eine Hundertjährige aus ihrem Leben erzählen lässt: Immerhin ist seit dem „Geisterhaus“ eine Entwicklung spürbar, bemerkt die SZ. Die FAZ erkennt außerdem die Parallelen zur Gegenwart in Reiner Pommerins Band …
Warsan Shire bringt den Krieg mit nach Hause. Roger Robinson imaginiert sich ein Hosentaschenparadies, das an Heines Idee der portablen Heimat erinnert. Tania Skarynkina ahnt, wo der viele Staub im Haus herkommt: Empfehlungen zu schwarzer Lyrik und Lyrik aus Belarus….
Was kann man heute noch mit den „Freak Brothers“ anfangen, Gilbert Sheltons Klassiker des Underground-Comics aus der 68er Zeit, fragt die Welt. Ach, dies und das durchaus, findet sie. Die SZ staunt über Henry Kissingers Porträt-Samlung „Staatskunst“, in der dieser …
Die FAZ blickt mit dem Lyriker Rüdiger Görner in einer Mischung aus Bewunderung und Pessimismus auf das Dichterlos. Die FAS ermisst mit Louise Nealons Roman „Snowflake“ den Abstand zwischen akademischem Leben in Dublin und Dorfpub. Die FR wärmt ihr Herz …