Judith Hermanns Roman „Daheim“: Angemessen gewaltig
Judith Hermann wurde für ihre elegische Lakonie so oft gefeiert wie verspottet. In ihrem Roman „Daheim“ hat sie für ihren kargen Stil endlich idealen Stoff gefunden.
Judith Hermann wurde für ihre elegische Lakonie so oft gefeiert wie verspottet. In ihrem Roman „Daheim“ hat sie für ihren kargen Stil endlich idealen Stoff gefunden.
Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe ist eigentlich immer in Bewegung. Nun sitzt sie seit einem Jahr in Berlin am Schreibtisch – und muss lernen, auch ohne Reisen zu schreiben.
Jenny Offills Roman „Wetter“ und die Kunst, ganz leicht vom Allerschwersten zu erzählen: der Erosion all unserer Gewissheiten im Angesicht des Klimawandels.
Deutschlands erfolgreichster Wohlfühl-Philosoph Wilhelm Schmid hat einen misslungenen Heimat-Führer geschrieben. Für eine Sache ist das Buch trotzdem gut.
Sehr lustig und sehr angriffslustig: Das Buch „Chaos, Glück und Höllenfahrten“ mit Texten von und über Wiglaf Droste.
Şeyda Kurt plädiert in ihrem Buch „Radikale Zärtlichkeit“ für die Entzauberung der Liebe und fordert mehr Unruhe im Beziehungsleben. Gut so.
Ein Roman im Roman im Roman – und alles ist autobiografisch: Sylvie Schenks „Roman d’amour“ ist brillante Metafiktion
Die Liebe ist ein „Zweikampf zweier Willen“: In den Liebesgedichten der russischen Dichterin Marina Zwetajewa leuchtet glanzvoll das bürgerliche Moskau der Jahrhundertwende auf.
Dem Schriftsteller Blake Bailey wird Vergewaltigung vorgeworfen. Der Verlag stoppt die Auslieferung seines neuen, gelobten Buchs.
Keine schwarzen Autorinnen oder Autoren: Die Verfasser eines offenen Briefs nennen die Auswahl der Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse „problematisch“.
Peter Kamber hat das erste Buch über das so spektakuläre wie tragische Leben der jüdischen Theaterunternehmer Fritz und Alfred Rotter geschrieben, den Operetten-Königen im Berlin der Zwanziger.
Wie erinnert man sich von weit weg an den Nationalsozialismus? Rosmarie Waldrop kam 1935 in Kitzingen zur Welt, emigrierte in die USA und wurde zu einer Ikone der experimentellen Lyrik. Jetzt erscheint ihr atemberaubender Familienroman auf Deutsch….
Cees Nootebooms später Gedichtband „Abschied“ enthält genau das: Ein langsames Verblassen des lyrischen Ichs in der Welt.
Gerade kommt beeindruckende Literatur von Autorinnen, die Erfahrungen mit Rassismus und Sexismus eint. Shida Bazyars Roman „Drei Kameradinnen“ erzählt von Frauen in Alarmbereitschaft rund um den NSU-Prozess.
Woher kommt die Sehnsucht nach Isolation? Ein Arzt und ein Autor suchen in ihren Büchern nach Antworten.
Für immer am Pool: Der Schriftsteller, Gründer und Menschenzusammenbringer Sven Lager ist gestorben.