Zum Tod von Diego Maradona: Der heilige Diegito
Ohne Maradona ist das moderne Argentinien nicht zu verstehen: Aufgewachsen in einer Wellblechhütte, war er auserwählt, die kolonialen Demütigungen zu sühnen, die das Land so lange erlitten hatte.
Ohne Maradona ist das moderne Argentinien nicht zu verstehen: Aufgewachsen in einer Wellblechhütte, war er auserwählt, die kolonialen Demütigungen zu sühnen, die das Land so lange erlitten hatte.
Schweineköpfe, Trabant-Abgase und Wäschekörbe voller Pflastersteine: Wie eine Tour durch die untergehende DDR die Black-Metal-Band „Mayhem“ zur Legende machte.
Ein ungleiches Paar, eine schauderhafte Zeit und Nick Hornbys gute alte Lakonie in seinem Liebesroman „Just Like You“.
Die feministische Zeitschrift „Die Schwarze Botin“ richtete sich in den Siebzigerjahren gegen Pappmascheeprobleme und gedankenloses Frauenfühlen. Eine Anthologie vereint die wichtigsten Texte des Aufklärungsprojekts.
Wenn Wendy ihre Pillen nicht nimmt: „Freaks“ von Frank Schmolke ist ein blutig-ernster Superhelden-Comic aus Deutschland.
Sind Nazis womöglich einfach nicht komplex? In seinem Buch „Die Rattenlinie“ rekonstruiert der englische Jurist Philippe Sands das Leben des SS-Gruppenführers Otto Wächter.
Die Kinderbuchautorin Kirsten Boie verwahrt sich gegen eine Auszeichnung des Vereins Deutsche Sprache, dessen Bundesvorsitzender öffentlich von „Lügenpresse“ und „Genderwahn“ spricht.
Der weltberühmte schwedische Dramatiker Lars Norén knallt dem „Kulturpöbel“ tausend neue Seiten seines Tagebuchs hin. Wenn er die Hasskappe aufsetzt, und das tut er häufig, gibt es kein Erbarmen.
Im Oktober 1870 wurde Theodor Fontane in Frankreich als Spion verhaftet. Ein Buch erzählt, wie er dort dem Tode entging – und korrigiert sachte die Schilderungen des Schriftstellers.
Jan Philipp Reemtsma schreibt über Gewalt als attraktive Lebensform und weist viele Angebote zu ihrer Erklärung zurück. Seine klugen Essays stoßen den Leser auf den Grund der Geschichte.
Einige ihrer besten Storys schrieb Patricia Highsmith, als sie in New York lebte, Affären mit glamourösen Society-Damen hatte und ihre Homosexualität mit Psychoanalyse zu bekämpfen versuchte.
Die schönsten Bücher zum selbst Lesen und Verschenken, ausgewählt von Ihrer SZ-Redaktion.
All das ganz im Stil von Anton Voyl: das Tagungsprotokoll, das das „e“ ganz und gar umschifft.
Acht Stunden Schreiben, à sechs Zeilen, ergibt ’68: Oulipo war nicht nur eine reine Sprachübung. Der Ansatz der Künstlergruppe war vor allem politisch-revolutionär.
Lehren aus der Geschichte zu ziehen, sagt der Politikwissenschaftler Adam Przeworski, ist keine Wissenschaft, sondern eine Kunst.
Was hält die USA noch zusammen? Das Buch „Die Welt und wir“ handelt von amerikanischem Unrecht, amerikanischem Bergbau und amerikanischen Abgeordneten. So manche Überlegung lässt sich aber auch auf den Rest der Welt übertragen….