„Ich bin kein Mensch in der Revolte. Die Revolte ist in mir“ – Shumona Sinha „Erschlagt die Armen!“
„Das Leben ist ein öffentliches Schwimmbad. Schmutzig und voller Eindringlinge. Man stößt sich an denen, die man nicht begehrt….
„Das Leben ist ein öffentliches Schwimmbad. Schmutzig und voller Eindringlinge. Man stößt sich an denen, die man nicht begehrt….
„Das Leben ist ein öffentliches Schwimmbad. Schmutzig und voller Eindringlinge. Man stößt sich an denen, die man nicht begehrt.“ (Shumona Sinha) Verdichtet, verdammt, verdreckt tritt diese Prosa schon in ihrem ersten Satz auf: und vor allem ohne jedes Sentiment, das … Weiterlesen →
„Das böse Prinzip, das in der Leutseligkeit immer schon gesteckt hat, entfaltet sich im egalitären Geist zu seiner ganzen Bestialität. Herablassung und sich nicht besser Dünken sind das Gleiche.“ (Th….
„Das böse Prinzip, das in der Leutseligkeit immer schon gesteckt hat, entfaltet sich im egalitären Geist zu seiner ganzen Bestialität. Herablassung und sich nicht besser Dünken sind das Gleiche.“ (Th. W. Adorno) Mehr ist eigentlich zu diesen Sätzen des Botho … Weiterlesen →
Ich möchte nie und nirgends von jemandem, der sich Schriftsteller nennt, lesen: „Ich weiß nicht, wo mich meine Texte hinführen.“ Würden wir eine Politiker wählen, der behauptet: „Ich weiß nicht, wohin uns mein Handeln, Tun und Trachten politisch führen …
Ich möchte nie und nirgends von jemandem, der sich Schriftsteller oder Autor nennt, lesen: „Ich weiß nicht, wo mich meine Texte hinführen.“ Würden wir einen Politiker wählen, der behauptet: „Ich weiß nicht, wohin mein Handeln, Tun und Trachten politisch führen … Weiterlesen →
„Wir sind in nichts enthalten, und die Photographie sammelt Fragmente um ein Nichts.“ (Siegfried Kracauer) Dresden als einen der Orte zu wählen, um Photographien vom Krieg zu zeigen, scheint aus naheliegenden Gründen angebracht. Genausogut hätte man jedoch Leningrad, Warschau oder … Weiterlesen →
„Unser Land steckt in einer tiefen Krise. Wie wir bisher gelebt haben, können und wollen wir nicht mehr leben. Die Führung einer Partei hatte sich die Herrschaft über das Volk und seine Vertretungen angemaßt, vom Stalinismus geprägte Strukturen hatten alle … Weiterlesen →
Bis zum Schluß und bis auf die letzte Sekunde war es entsetzlich. Der Witz, den Maxim Biller gleich zum Anfang riß, war zwar einerseits witzig, erwies sich zugleich aber als bittere Wahrheit: Hellmuth Karasek sei einige Tage vorher gestorben, damit … Weiterlesen →
Sie: „Aber einen Kaktusgarten. Konntest du damit nicht warten?“ Er: „Wo fing es an, was ist passiert?“ Sie: Blickt ratlos. Er: „Und warst Du nicht fett und rosig? Bis auf die Beschwerlichkeiten. Warst du nicht Gott weiß wie privilegiert?“ … Weiterlesen →
Oft denke ich mir, wenn ich den Zündschlüssel gezogen habe und aus dem am Straßenrand geparkten Auto steige, daß plötzlich einer dieser großen Wagen herangefahren kommt, die sich SUVs nennen oder Laster. Ich übersehe das herannahende Gefährt, weil ich in …
Stellen wir uns jene Epoche der 20er Jahre vor und lassen die kollektiven Bilder, die diese Zeit evoziert, Revue passieren, dann flirrt und schimmert da etwas, strahlt Glanz ab. Trotz Grauen, Armut, Klassenkampf (noch innerhalb der eigenen Klasse), trotz alledem …
Die Shortlist des Deutschen Buchpreises ist heraus. Ich sag es mal so: Hoffentlich wird der diesjährige Buchpreisträger nicht Frank Witzel, sonst muß ich 817 Seiten lesen und kann mich dem Clemens J. Setz mit 1021 Seiten gar nicht mehr oder …
Solch ein Titel klingt zunächst wie ein Sprachbuch für die gymnasiale Oberstufe, wie ein Kitsch, denn die immergleichen Alliterationen nutzen sich ab, nerven, und es klingelt nur billig, wenn Sprache in Prosa schludert. Karl Kraus nimmt die Sprache beim Wort, …