Nach Paris
Nicht viel, was mir an diesem Morgen einfällt. Schon gar nichts zu schreiben. Allerdings bin kein Freund von Betroffenheitsgerede, das in Phrasen drischt, „Fühlt Euch umarmt, Pariser!…
Nicht viel, was mir an diesem Morgen einfällt. Schon gar nichts zu schreiben. Allerdings bin kein Freund von Betroffenheitsgerede, das in Phrasen drischt, „Fühlt Euch umarmt, Pariser!…
„Man scheitert stets, wenn man von dem spricht, was man liebt“ (R. Barthes, auf einem Notizblatt vom 25. März 1980, das in seiner Schreibmaschine steckte….
„Mit Danone kriegen wir sie alle“ (Werbeslogan der 80er Jahre) Gestern stand in einem Interview der Zeitschrift „Télérama“, das mit dem französischen Herausgeber der Texte von Gilles Deleuze, David Lapoujade, geführt wurde: „Natürlich hat sich der Kapitalismus seit zwanzig dreißig …
Lektüren sollten aktiv sein, sie können einem phantasievoller Akt entspringen – nicht bloß sich aussetzend passiv. Kannibalisieren ist ein kreativer Vorgang, denn die Speise muß zubereitet werden. Fleisch von unserem Fleisch ist die Literatur….
Nun sind die Tage kürzer, trüber, grauer. Laub fällt wie jedes Jahr und als Alleinstellungsmerkmal des Herbstes, wenn nicht gerade Dürre herrscht oder Agent Orange irgendwo auf der Welt zum Einsatz kommt. Ich nehme mir den neuen Gedichtband von Wiglaf …
Manche werfen meinen Texten vor, daß darin häufig das gleiche geschrieben stehe. Vielleicht stimmt das. Aber in anderer Weise als ursprünglich gemeint….
Lachen mußte ich, als ich heute morgen in der „Berliner Zeitung“ Arno Widmanns köstlichen Artikel über den sonntäglichen Auftritt Ai WeiWeis an der Berliner „Universität der Künste“ las. (Ja, ich lese die Tageszeitung immer einen Tag verzögert: die Zeitung von …
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Res extensa. Diesen Nicht-Satz, der die bestimmte Form oder auch die Existenzweise einer Sache nennt, sollten wir mit einem Fragezeichen versehen. Zu schreiben also besser: „Res extensa?…
Nun bin ich seit Wochen kurz davor, mein über 30 Jahre währendes Abonnement der „Zeit“ zu kündigen, um auf die FAZ umzusatteln, was ich eigentlich schon lange hätte tun sollen, aber bisher aus Bequemlichkeit Monat um Monat hinausschob, und dann …
„Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.“ (Émile Zola. Ich gehöre durchaus zu denen, die, wenn sie von anderen klauen oder abschreiben, was in der Blogosphäre mehr als beliebt ist, wenigstens … Weiterlesen →
„Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.“ (Émile Zola. Ich gehöre durchaus zu denen, die, wenn sie von anderen klauen oder abschreiben, was in der Blogosphäre mehr als beliebt …
Verena Lueken sagt in der FAZ: „Die Glorifizierung von Sadismus zum Tode ist ein Marketingmerkmal der westlichen Kulturindustrie. Die Verwendung von ‚Snuff‘ in Kermanis todtrauriger Rede verweist auf uns.“ Luekens Text setzt mit einer Kritik der Gewaltbilder ein, …
Verena Lueken sagt in der FAZ: „Die Glorifizierung von Sadismus zum Tode ist ein Marketingmerkmal der westlichen Kulturindustrie. Die Verwendung von ‚Snuff‘ in Kermanis todtrauriger Rede verweist auf uns.“ Luekens Text setzt mit einer Kritik der Gewaltbilder ein, die uns … Weiterlesen →
Der Mann, der seine Frau mit einer Gitarre verwechselte und einstmals – in den guten Zeiten, weit übers dreißigste Jahr hinaus – mit den Fingern auf ihrer Haut und in ihre Haare fuhr, als wären diese blonden Haare die Saiten …
Der Mann, der seine Frau mit einer Gitarre verwechselte und einstmals – in den guten Zeiten, weit übers dreißigste Jahr hinaus – mit den Fingern auf ihrer Haut und in ihre Haare fuhr, als wären diese blonden Haare die Saiten … Weiterlesen →
Nein, ist sie nicht, und auch nicht morgens um sechs Uhr, Mittwoch, im ICE. Ich bin zwar ein Mensch, dem es nichts ausmacht, früh aufzustehen, was daran liegt, daß ich oft gar nicht erst einschlafe. Aber im Dunkel des trüben …
Nein, ist sie nicht, und auch nicht morgens um sechs Uhr, Mittwoch, im ICE. Ich bin zwar ein Mensch, dem es nichts ausmacht, früh aufzustehen, was daran liegt, daß ich oft gar nicht erst einschlafe. Aber im Dunkel des trüben … Weiterlesen →
„Das Leben ist ein öffentliches Schwimmbad. Schmutzig und voller Eindringlinge. Man stößt sich an denen, die man nicht begehrt….
„Das Leben ist ein öffentliches Schwimmbad. Schmutzig und voller Eindringlinge. Man stößt sich an denen, die man nicht begehrt.“ (Shumona Sinha) Verdichtet, verdammt, verdreckt tritt diese Prosa schon in ihrem ersten Satz auf: und vor allem ohne jedes Sentiment, das … Weiterlesen →
„Das böse Prinzip, das in der Leutseligkeit immer schon gesteckt hat, entfaltet sich im egalitären Geist zu seiner ganzen Bestialität. Herablassung und sich nicht besser Dünken sind das Gleiche.“ (Th….
„Das böse Prinzip, das in der Leutseligkeit immer schon gesteckt hat, entfaltet sich im egalitären Geist zu seiner ganzen Bestialität. Herablassung und sich nicht besser Dünken sind das Gleiche.“ (Th. W. Adorno) Mehr ist eigentlich zu diesen Sätzen des Botho … Weiterlesen →
Ich möchte nie und nirgends von jemandem, der sich Schriftsteller nennt, lesen: „Ich weiß nicht, wo mich meine Texte hinführen.“ Würden wir eine Politiker wählen, der behauptet: „Ich weiß nicht, wohin uns mein Handeln, Tun und Trachten politisch führen …
Ich möchte nie und nirgends von jemandem, der sich Schriftsteller oder Autor nennt, lesen: „Ich weiß nicht, wo mich meine Texte hinführen.“ Würden wir einen Politiker wählen, der behauptet: „Ich weiß nicht, wohin mein Handeln, Tun und Trachten politisch führen … Weiterlesen →
„Wir sind in nichts enthalten, und die Photographie sammelt Fragmente um ein Nichts.“ (Siegfried Kracauer) Dresden als einen der Orte zu wählen, um Photographien vom Krieg zu zeigen, scheint aus naheliegenden Gründen angebracht. Genausogut hätte man jedoch Leningrad, Warschau oder … Weiterlesen →