Kommt nun der Kältebus der Literaturkritik?
„Die Einsamkeit wäre ein idealer Zustand, wenn man sich die Menschen aussuchen könnte, die man meidet.“ (Karl Kraus) Im Blätterwald des Feuilletons ist das zum Glück anders….
„Die Einsamkeit wäre ein idealer Zustand, wenn man sich die Menschen aussuchen könnte, die man meidet.“ (Karl Kraus) Im Blätterwald des Feuilletons ist das zum Glück anders….
Auch ein wenig für Frankreich, eine nette Reminiszenz an Plastic Bertrand, von einer der besten Bands, die sich leider 2011 ehetrennten, und für alle Freunde schneller Musik sowie des schnellen, Begrenzungen von Geschwindigkeit überschreitenden Autofahrens. Seien wir ehrlich: Geschwindigkeitsschilder sind …
Seit einiger Zeit ist es beliebt und Usus, in einer bestimmten Art von Feuilletonschreibe – inspiriert vielleicht durch den lauen Wunsch nach humanem Touch, daß da ein Journalistenschreibsubjekt sei, Karl Kraus schüttelte sich böse vor Lachen – nicht mit der …
Über der Stadt lag drückend die Augusthitze, staute sich in den Gassen, breitete sich bis in die letzten Winkel. Ein Brüten, das sich in Hausmauern senkte – Teil einer kontinentalen Hitze voll Trockenheit und Dürre, Teil vom Balkan, mit Schwüle …
Die erste Liebe macht, wenn man dem russischen Dichter Bulat Okudschawa Glauben schenken darf, das Herz mächtig schwach. Sehr erheblich sogar und nicht nur schwach, sondern auch schwer macht diese Liebe das noch biegsame, junge und zarte Herz, so wie …
Zu Hermann L. Gremlizas 75. Geburtstag schreibt Dietmar Dath:…
Wirklichkeitsebenen überlagern sich manchmal; wie überhaupt das, was wir die Realität nennen, oft als ein Interferenzphänomen sich erweist. Freitagabend, Samstagmorgen – die Berichte und Bilder aus Paris. Warum berühren diese Ereignisse viele von uns mehr und gehen uns näher als …
Nicht viel, was mir an diesem Morgen einfällt. Schon gar nichts zu schreiben. Allerdings bin kein Freund von Betroffenheitsgerede, das in Phrasen drischt, „Fühlt Euch umarmt, Pariser!…
„Man scheitert stets, wenn man von dem spricht, was man liebt“ (R. Barthes, auf einem Notizblatt vom 25. März 1980, das in seiner Schreibmaschine steckte….
„Mit Danone kriegen wir sie alle“ (Werbeslogan der 80er Jahre) Gestern stand in einem Interview der Zeitschrift „Télérama“, das mit dem französischen Herausgeber der Texte von Gilles Deleuze, David Lapoujade, geführt wurde: „Natürlich hat sich der Kapitalismus seit zwanzig dreißig …
Lektüren sollten aktiv sein, sie können einem phantasievoller Akt entspringen – nicht bloß sich aussetzend passiv. Kannibalisieren ist ein kreativer Vorgang, denn die Speise muß zubereitet werden. Fleisch von unserem Fleisch ist die Literatur….
Nun sind die Tage kürzer, trüber, grauer. Laub fällt wie jedes Jahr und als Alleinstellungsmerkmal des Herbstes, wenn nicht gerade Dürre herrscht oder Agent Orange irgendwo auf der Welt zum Einsatz kommt. Ich nehme mir den neuen Gedichtband von Wiglaf …
Manche werfen meinen Texten vor, daß darin häufig das gleiche geschrieben stehe. Vielleicht stimmt das. Aber in anderer Weise als ursprünglich gemeint….
Lachen mußte ich, als ich heute morgen in der „Berliner Zeitung“ Arno Widmanns köstlichen Artikel über den sonntäglichen Auftritt Ai WeiWeis an der Berliner „Universität der Künste“ las. (Ja, ich lese die Tageszeitung immer einen Tag verzögert: die Zeitung von …
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Res extensa. Diesen Nicht-Satz, der die bestimmte Form oder auch die Existenzweise einer Sache nennt, sollten wir mit einem Fragezeichen versehen. Zu schreiben also besser: „Res extensa?…
Nun bin ich seit Wochen kurz davor, mein über 30 Jahre währendes Abonnement der „Zeit“ zu kündigen, um auf die FAZ umzusatteln, was ich eigentlich schon lange hätte tun sollen, aber bisher aus Bequemlichkeit Monat um Monat hinausschob, und dann …
„Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.“ (Émile Zola. Ich gehöre durchaus zu denen, die, wenn sie von anderen klauen oder abschreiben, was in der Blogosphäre mehr als beliebt ist, wenigstens … Weiterlesen →
„Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.“ (Émile Zola. Ich gehöre durchaus zu denen, die, wenn sie von anderen klauen oder abschreiben, was in der Blogosphäre mehr als beliebt …
Verena Lueken sagt in der FAZ: „Die Glorifizierung von Sadismus zum Tode ist ein Marketingmerkmal der westlichen Kulturindustrie. Die Verwendung von ‚Snuff‘ in Kermanis todtrauriger Rede verweist auf uns.“ Luekens Text setzt mit einer Kritik der Gewaltbilder ein, …
Verena Lueken sagt in der FAZ: „Die Glorifizierung von Sadismus zum Tode ist ein Marketingmerkmal der westlichen Kulturindustrie. Die Verwendung von ‚Snuff‘ in Kermanis todtrauriger Rede verweist auf uns.“ Luekens Text setzt mit einer Kritik der Gewaltbilder ein, die uns … Weiterlesen →
Der Mann, der seine Frau mit einer Gitarre verwechselte und einstmals – in den guten Zeiten, weit übers dreißigste Jahr hinaus – mit den Fingern auf ihrer Haut und in ihre Haare fuhr, als wären diese blonden Haare die Saiten …
Der Mann, der seine Frau mit einer Gitarre verwechselte und einstmals – in den guten Zeiten, weit übers dreißigste Jahr hinaus – mit den Fingern auf ihrer Haut und in ihre Haare fuhr, als wären diese blonden Haare die Saiten … Weiterlesen →
Nein, ist sie nicht, und auch nicht morgens um sechs Uhr, Mittwoch, im ICE. Ich bin zwar ein Mensch, dem es nichts ausmacht, früh aufzustehen, was daran liegt, daß ich oft gar nicht erst einschlafe. Aber im Dunkel des trüben …
Nein, ist sie nicht, und auch nicht morgens um sechs Uhr, Mittwoch, im ICE. Ich bin zwar ein Mensch, dem es nichts ausmacht, früh aufzustehen, was daran liegt, daß ich oft gar nicht erst einschlafe. Aber im Dunkel des trüben … Weiterlesen →