Von der kulturfabrikalen Wissensproduktion, die man besser eine des Unwissens nennen sollte
Manche werfen meinen Texten vor, daß darin häufig das gleiche geschrieben stehe. Vielleicht stimmt das. Aber in anderer Weise als ursprünglich gemeint….
Manche werfen meinen Texten vor, daß darin häufig das gleiche geschrieben stehe. Vielleicht stimmt das. Aber in anderer Weise als ursprünglich gemeint….
Lachen mußte ich, als ich heute morgen in der „Berliner Zeitung“ Arno Widmanns köstlichen Artikel über den sonntäglichen Auftritt Ai WeiWeis an der Berliner „Universität der Künste“ las. (Ja, ich lese die Tageszeitung immer einen Tag verzögert: die Zeitung von …
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Res extensa. Diesen Nicht-Satz, der die bestimmte Form oder auch die Existenzweise einer Sache nennt, sollten wir mit einem Fragezeichen versehen. Zu schreiben also besser: „Res extensa?…
Nun bin ich seit Wochen kurz davor, mein über 30 Jahre währendes Abonnement der „Zeit“ zu kündigen, um auf die FAZ umzusatteln, was ich eigentlich schon lange hätte tun sollen, aber bisher aus Bequemlichkeit Monat um Monat hinausschob, und dann …
„Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.“ (Émile Zola. Ich gehöre durchaus zu denen, die, wenn sie von anderen klauen oder abschreiben, was in der Blogosphäre mehr als beliebt ist, wenigstens … Weiterlesen →
„Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.“ (Émile Zola. Ich gehöre durchaus zu denen, die, wenn sie von anderen klauen oder abschreiben, was in der Blogosphäre mehr als beliebt …
Verena Lueken sagt in der FAZ: „Die Glorifizierung von Sadismus zum Tode ist ein Marketingmerkmal der westlichen Kulturindustrie. Die Verwendung von ‚Snuff‘ in Kermanis todtrauriger Rede verweist auf uns.“ Luekens Text setzt mit einer Kritik der Gewaltbilder ein, die uns … Weiterlesen →
Verena Lueken sagt in der FAZ: „Die Glorifizierung von Sadismus zum Tode ist ein Marketingmerkmal der westlichen Kulturindustrie. Die Verwendung von ‚Snuff‘ in Kermanis todtrauriger Rede verweist auf uns.“ Luekens Text setzt mit einer Kritik der Gewaltbilder ein, …
Der Mann, der seine Frau mit einer Gitarre verwechselte und einstmals – in den guten Zeiten, weit übers dreißigste Jahr hinaus – mit den Fingern auf ihrer Haut und in ihre Haare fuhr, als wären diese blonden Haare die Saiten … Weiterlesen →
Der Mann, der seine Frau mit einer Gitarre verwechselte und einstmals – in den guten Zeiten, weit übers dreißigste Jahr hinaus – mit den Fingern auf ihrer Haut und in ihre Haare fuhr, als wären diese blonden Haare die Saiten …
Nein, ist sie nicht, und auch nicht morgens um sechs Uhr, Mittwoch, im ICE. Ich bin zwar ein Mensch, dem es nichts ausmacht, früh aufzustehen, was daran liegt, daß ich oft gar nicht erst einschlafe. Aber im Dunkel des trüben …
Nein, ist sie nicht, und auch nicht morgens um sechs Uhr, Mittwoch, im ICE. Ich bin zwar ein Mensch, dem es nichts ausmacht, früh aufzustehen, was daran liegt, daß ich oft gar nicht erst einschlafe. Aber im Dunkel des trüben … Weiterlesen →
„Das Leben ist ein öffentliches Schwimmbad. Schmutzig und voller Eindringlinge. Man stößt sich an denen, die man nicht begehrt….
„Das Leben ist ein öffentliches Schwimmbad. Schmutzig und voller Eindringlinge. Man stößt sich an denen, die man nicht begehrt.“ (Shumona Sinha) Verdichtet, verdammt, verdreckt tritt diese Prosa schon in ihrem ersten Satz auf: und vor allem ohne jedes Sentiment, das … Weiterlesen →
„Das böse Prinzip, das in der Leutseligkeit immer schon gesteckt hat, entfaltet sich im egalitären Geist zu seiner ganzen Bestialität. Herablassung und sich nicht besser Dünken sind das Gleiche.“ (Th. W. Adorno) Mehr ist eigentlich zu diesen Sätzen des Botho … Weiterlesen →
„Das böse Prinzip, das in der Leutseligkeit immer schon gesteckt hat, entfaltet sich im egalitären Geist zu seiner ganzen Bestialität. Herablassung und sich nicht besser Dünken sind das Gleiche.“ (Th….
Ich möchte nie und nirgends von jemandem, der sich Schriftsteller oder Autor nennt, lesen: „Ich weiß nicht, wo mich meine Texte hinführen.“ Würden wir einen Politiker wählen, der behauptet: „Ich weiß nicht, wohin mein Handeln, Tun und Trachten politisch führen … Weiterlesen →
Ich möchte nie und nirgends von jemandem, der sich Schriftsteller nennt, lesen: „Ich weiß nicht, wo mich meine Texte hinführen.“ Würden wir eine Politiker wählen, der behauptet: „Ich weiß nicht, wohin uns mein Handeln, Tun und Trachten politisch führen …
„Wir sind in nichts enthalten, und die Photographie sammelt Fragmente um ein Nichts.“ (Siegfried Kracauer) Dresden als einen der Orte zu wählen, um Photographien vom Krieg zu zeigen, scheint aus naheliegenden Gründen angebracht. Genausogut hätte man jedoch Leningrad, Warschau oder … Weiterlesen →
„Unser Land steckt in einer tiefen Krise. Wie wir bisher gelebt haben, können und wollen wir nicht mehr leben. Die Führung einer Partei hatte sich die Herrschaft über das Volk und seine Vertretungen angemaßt, vom Stalinismus geprägte Strukturen hatten alle … Weiterlesen →
Bis zum Schluß und bis auf die letzte Sekunde war es entsetzlich. Der Witz, den Maxim Biller gleich zum Anfang riß, war zwar einerseits witzig, erwies sich zugleich aber als bittere Wahrheit: Hellmuth Karasek sei einige Tage vorher gestorben, damit … Weiterlesen →
Sie: „Aber einen Kaktusgarten. Konntest du damit nicht warten?“ Er: „Wo fing es an, was ist passiert?“ Sie: Blickt ratlos. Er: „Und warst Du nicht fett und rosig? Bis auf die Beschwerlichkeiten. Warst du nicht Gott weiß wie privilegiert?“ … Weiterlesen →
Oft denke ich mir, wenn ich den Zündschlüssel gezogen habe und aus dem am Straßenrand geparkten Auto steige, daß plötzlich einer dieser großen Wagen herangefahren kommt, die sich SUVs nennen oder Laster. Ich übersehe das herannahende Gefährt, weil ich in …
Stellen wir uns jene Epoche der 20er Jahre vor und lassen die kollektiven Bilder, die diese Zeit evoziert, Revue passieren, dann flirrt und schimmert da etwas, strahlt Glanz ab. Trotz Grauen, Armut, Klassenkampf (noch innerhalb der eigenen Klasse), trotz alledem …