Mann, o Mann!
Bisher rühmte man Walt Whitman als Begründer der modernen amerikanischen Lyrik. Nun ist er neu zu entdecken – als Gesundheitsapostel und Vorturner der Nation.
Bisher rühmte man Walt Whitman als Begründer der modernen amerikanischen Lyrik. Nun ist er neu zu entdecken – als Gesundheitsapostel und Vorturner der Nation.
Ein Pakt ächtete 1928 erstmals den Krieg als Mittel nationaler Politik. Zwei Harvard-Professoren deuten ihn als Schwelle zwischen alter und neuer Weltordnung.
Eine «Dekolonisierung des Denkens» forderte der kenyanische Autor Ngugi wa Thiong’o 1986 – gut dreissig Jahre später liegt dieser Grundlagentext nun endlich auf Deutsch vor. Aber ist er noch aktuell?
Die US-amerikanische Schriftstellerin Jacqueline Woodson wird mit dem Astrid-Lindgren-Preis für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Das teilte die Jury am Dienstag in Stockholm mit.
Die letzten Lebensjahrzehnte lässt der Schriftsteller Hansjörg Schneider in seiner Autobiografie aus. Dafür widmet er sich umso intensiver den frühen Jahren, erzählt vom autoritären Vater und vom Frohsinn der Mutter – und erinnert an seine Förderer in der Kunst und im …
In seinen jüngsten Romanen hat der Schriftsteller Martin Walser ein Gruselkabinett der Gekränkten und Zukurzgekommenen geschaffen. Nun schickt er abermals einen Antihelden auf die Piste, der nach Erlösung giert.
Als Fahnenträger von Demokratisierung und Gemeinsinn sind die Internet-Pioniere einst angetreten; heute stehen ihre übermächtigen Konzerne im Zwielicht. Aber dies ist nur eine der Geschichten, die Joshua Cohens neuer Roman erzählt.
Svenja Leiber hat einen faszinierenden Roman geschrieben über die Frage, ob und wann wir jemals sind, was wir sind.
Allzu oft ist es Leid, das die Zunge löst und ein Briefwerk entstehen lässt. Bei Vladimir Nabokovs Zusendungen an seine Frau Véra jedoch handelt es sich um glückliche Briefe – sie sind ein hinreissendes Dokument voll Energie, Poesie und Phantasie.
Die Rebellionen von 1968 und 1980 inspirierten zahlreiche Journalisten dazu, neue Medienorgane zu gründen. Auch in der Schweiz. Das zeichnet der Journalist Stefan Howald in einem faktenreichen Buch nach….
In den 1960er Jahren schloss der Schweizer Industrielle Charles Aeschimann einen Deal mit dem Dalai Lama: 160 Tibeterkinder wurden an Schweizer Pflegeeltern vermittelt. Ein philanthropisches Projekt mit Nebenwirkungen.
Michael Krügers neue Gedichte feiern die Einfachheit. Er kehrt darin dorthin zurück, wo er als Kind und seither immer heimisch war.
Adam, Eva und die Strafe Gottes: Stephen Greenblatt folgt den Spuren eines Menschheitsmythos.
Sie hat einen phantastischen Erzählband geschrieben. Sie lebt in Buenos Aires, schreibt über Bilder, über einen handamputierten Maler. Aber wer ist die Erzählerin?…
Claudia Opitz-Belakhal versammelt Arbeiten über Hexenverfolgungen in einem Buch. Das ist so weit ganz informativ, aber etwas betulich.
Wo kämen wir hin ohne die kleinen Schwindeleien, die uns durch den Alltag helfen? Das interessiert auch die israelische Psychologin und Schriftstellerin Ayelet Gundar-Goshen, die in ihrem neuen Roman die Artenvielfalt der Lüge erkundet.
Sein Erzählen ist voller Endlosschlaufen der Wahrheit und der Erinnerung. Zeitgemässer und vielschichtiger, mystischer und ironischer kann Literatur kaum sein. Heute wird der serbische Schriftsteller David Albahari siebzig….
Der Schriftsteller Andreas Maier setzt seine autobiografische Spurensuche fort. Im neusten Band erzählt er von Ausbruch und Aufbruch, von Adornos Witwe und dem Nichts, das unser Ich schützend umgibt.
Beissender Spott und politische Satire: Eine neue Übersetzung erschliesst die Stücke des griechischen Komödiendichters Aristophanes wieder.
Eine Erzählung in zwei Absätzen anlässlich eines runden Geburtstags
Was bedeutet Verwandtschaft – und welche Verpflichtungen erwachsen aus ihr? In ihren neuen Büchern hinterfragen Christina von Braun und Barbara Bleisch vermeintliche Selbstverständlichkeiten rund ums familiäre Miteinander.
Bereits zum zweiten Mal bietet sich Rumänien als Gastland der Leipziger Buchmesse dar. Sieht man von wenigen etablierten Autoren ab, ist die rumänische Literatur im deutschsprachigen Raum zu Unrecht noch immer Terra incognita. Gerade darin wittern kleinere Verlage ihre Chance….
Was taugt Lukas Bärfuss’ neuer Essayband? Ein paar Anmerkungen aus gegebenem Anlass.