Graham Swift legt ein kleines Kunstwerk vor: In diesen Worten kann man wohnen
Kaum länger als eine Novelle präsentiert sich Graham Swifts neuer Roman, «Ein Festtag». Luzid und sinnlich geschrieben, ist das Buch auch ein Fest für die Leserschaft.
Kaum länger als eine Novelle präsentiert sich Graham Swifts neuer Roman, «Ein Festtag». Luzid und sinnlich geschrieben, ist das Buch auch ein Fest für die Leserschaft.
In unserer Kindheit haben wir sie verschlungen – aber ein Pferderoman für Erwachsene? Die Amerikanerin Mary Gaitskill beweist, dass das geht.
Es gibt in Norwegen eine literarische Traditionslinie, die sich mit der Mesalliance von Leben und Schreiben beschäftigt. Tomas Espedal ist der Autor, der am meisten über die Sprache nachsinnt.
Nordkoreanische Literatur findet kaum je ihren Weg in den deutschen Sprachraum. Umso interessierter nimmt man einen Erzählband zur Hand, der dem System ein verheerendes Zeugnis ausstellt.
Der Essayroman «Verfahren eingestellt» von Claudio Magris greift eine bizarre Episode aus Triests Geschichte im Zweiten Weltkrieg auf.
Der Schriftsteller Herbert Meier hat zuletzt Aufzeichnungen aus seinem Leben niedergeschrieben. Wir veröffentlichen Auszüge aus diesen Notaten über den Lebensweg des Schriftstellers.
Oscar Levys Buch über Idealismus als – religiöse – «Idiotie» ist wieder greifbar.
Bunker, Stollen und Kavernen: Der Reporter Jost Auf der Maur hat den Schweizer Untergrund erkundet und ein kurzweiliges Buch über gigantische Bauten und Fehlplanungen im Fels vorgelegt.
Der frühere NZZ-Redaktor Martin Walder hat dem stilbildenden Westschweizer Regisseur unter dem Titel «Der empathische Blick» eine erhellende Studie gewidmet.
Anfangs erscheint die Welt Tom wie ein furchterregender Wald. Doch indem er sie zeichnet, wird sie ihm immer vertrauter.
Der Niederländer Ted van Lieshout hat Gedichte aus dreissig Jahren gesammelt und sie als Kinderbuch veröffentlicht. Gedichte für Kinder – geht das? Es geht sogar grandios….
Leben heisst unterwegs sein. Das klingt aufregend, ist aber schwierig, vor allem für Jugendliche. Kinder- und Jugendbücher erproben darum auf vielfältige Weise das Reisen….
Ihre schnippisch-pointierten lyrischen Abrechnungen mit Literatur, Liebe und Tod sind legendär. Erstmals liegen Dorothy Parkers Gedichte nun integral in einer brillanten deutschen Übersetzung vor.
Für Milena Moser gibt es keine Gleichberechtigung im Literaturbetrieb. Sie spüre die Ungleichheit noch immer, auch wenn sie heute Martin Suter den ersten Platz auf der Bestsellerliste streitig macht.
Der amerikanische Schriftsteller Richard Russo hatte die «Abgehängten» in seiner Heimat im Blick, lange bevor sie Trump zum Sieg trugen. Er betrachtet ihre Welt von innen her – nicht von oben herab.
Der Sommer hat noch kaum begonnen, da kündigen die Verlage bereits ihre Herbstbücher an. Wieder einmal wird das Blaue vom Himmel versprochen, und abermals soll die Welt an der Literatur genesen.
Wie zu diskutieren sei: Der Philosoph Daniel-Pascal Zorn hat eine «Logik für Demokraten» vorgelegt, die die Debattenkultur verbessern helfen soll.
Kaufen werde das niemand, warnte die Verlegerin angesichts von Ruffatos Romanmanuskript «Es waren viele Pferde». Es kam anders: Heute ist Luiz Ruffato eine der profiliertesten Stimmen seines Landes.
Der mehrfach ausgezeichnete spanische Autor Goytisolo ist 86-jährig in Marokko gestorben. Der kritische Intellektuelle galt als Mittler zwischen den Kulturen. Seine Werke waren in Spanien bis zum Tod von Diktator Franco verboten….
In den sechziger Jahren entfachte Lateinamerika ein eigentliches literarisches Feuerwerk. Das Jahr 1967 markierte den Höhepunkt – «Hundert Jahre Einsamkeit» war der strahlendste Stern unter vielen.
Für Lateinamerika bedeutete Gabriel García Márquez‘ «Hundert Jahre Einsamkeit» 1967 eine kulturelle Zeitenwende. Zum Jubiläum erscheint eine Neuübersetzung, die das Original noch schöner zum Leuchten bringt.
Der kolumbianische Schriftsteller Juan Gabriel Vásquez sucht die Wahrheit jenseits fester Gewissheiten. Er ist ein Verfechter des Friedensabkommens und glaubt an die Aufgabe der Intellektuellen in der politischen Debatte.
Noch immer lese er Bücher, seit langem aber lebe er auch und vor allem mit ihnen. Der Schriftsteller Alain Claude Sulzer schreibt, wie er zu einem masslosen Büchernarr wurde.
Von Schmetterlingen im Bauch wird niemand satt: Simone Meier serviert in ihrem zweiten Roman Variationen des Fleischlichen in Teller und Bett.
In zwei Neuerscheinungen konturiert sich die aktuell anmutende Kulturkritik des französischen Schriftstellers Charles Péguy (1873–1914).