«Haus für Poesie» in Berlin: Gedichte sind Kraftwerke
Vor 25 Jahren wurde die Literaturwerkstatt gegründet. Inzwischen widmet sich das Haus ausschliesslich der Lyrik – mit erfolgreichen Veranstaltungen und kühnen Übersetzerprojekten.
Vor 25 Jahren wurde die Literaturwerkstatt gegründet. Inzwischen widmet sich das Haus ausschliesslich der Lyrik – mit erfolgreichen Veranstaltungen und kühnen Übersetzerprojekten.
Graham Swift ist kein Freund lauter Töne, aber er gehört zu den führenden Vertretern der britischen Gegenwartsliteratur. Wie ist es, an seiner Seite durch London zu streifen und über Bücher zu reden?
Nur einen Roman hat Julian Maclaren-Ross in seinem unsteten Leben zu Ende gebracht. Er griff dafür auf seine Erfahrungen in einem vielgeschmähten Metier zurück – und machte daraus ein Glanzstück.
Im Milieu seiner Herkunft, der Arbeiterklasse, galt der Bücherwurm Didier Eribon schon im Kindesalter als Verräter. Jetzt hat sich der Intellektuelle, zu dem er wurde, dieser Herkunft gestellt.
Ein verschlafenes englisches Städtchen, ein Restaurator, der ein verblasstes Fresko freilegt: «Ein Monat auf dem Land» könnte eine Idylle sein, läge darauf nicht der Schatten des Ersten Weltkriegs.
In der Münchner Bohème-Szene war Emmy Hennings das Produkt wilder Männerphantasien und ihres Drogenmissbrauchs. Erst mit Hugo Ball und als Dichterin kam sie zu sich selbst.
Rilke war schon zu Lebzeiten ein Superstar der Poesie, doch die Faszination von Leben und Werk hält heute noch an. Die Archive sind fruchtbar noch – und nicht weniger ist es der Geist der Interpreten.
Seit vielen Jahren lebt der Schriftsteller Günter de Bruyn in der brandenburgischen Abgeschiedenheit. Im November wird er neunzig. Eine Spurensuche….
Zwar folgt man als Leser dem Schicksal einer deutsch-schlesischen Familie mit Interesse, doch ist die eigentliche Attraktion von Szczepan Twardochs Roman «Drach» die Erzählinstanz – die Erde selbst.
Kurz nach Erscheinen wurde «Eden Eden Eden» auf den Index gesetzt, elf Jahre lang blieb das Buch verboten. Unter seinen Verteidigern figurieren Sartre, Boulez, Foucault. Brauchen wir es auf Deutsch?…
Milli ist ein weisses Häschen unter lauter schwarzen. Nirgends findet sie ein Versteck vor Jäger, Adler, Fuchs. Sie rennt und rennt – bis etwas geschieht, das die Logik der Farben umkehrt….
Die zwölfjährige Annika lügt für ihr Leben gern. Als ihre Mutter eine Frühgeburt hat und alle sich um das Baby sorgen, flüchtet sich Annika vor der schmerzhaften Wahrheit in eine Parallelwelt.
Zuerst wird ein Autotunnel in den Berg gesprengt, dann folgen Elektrizität und Touristen. Für den zwölfjährigen David sind die Veränderungen aufgrund seines Autismus eine besondere Herausforderung.
An ihrem Praktikumsplatz erfährt die 13-jährige Vicky von den dubiosen Geschäftspraktiken ihrer Chefin. Zusammen mit ihren Schulkameraden bringt sie den Skandal ans Licht der Öffentlichkeit.
Das neue Buch von Nikolaus Wachsmann darf den Anspruch erheben, eine Gesamtdarstellung des Systems der nationalsozialistischen Konzentrationslager zu sein. Es verbindet Analyse mit Empathie.
Der Schriftsteller Wilhelm Genazino buchstabiert in seinem neuen Roman mit einem alternden Stadtflaneur und obsessiven Erotiker sein altes Thema in höchster Virtuosität.
«The Hatred of Poetry» heisst, knapp und hart, das schmale Buch des US-Dichters Ben Lerner. Hält seine steile These, dass Leser und Lyriker die Dichtung gleichermassen verachten, der Prüfung stand?
Im Zusammenhang mit der Buchmesse Turin sind Unregelmässigkeiten bei der Vergabe von Aufträgen ans Licht gekommen. Ausserdem wird über einen Wechsel nach Mailand nachgedacht.
Ihre harsche, aber vielschichtige literarische Abrechnung mit Frankreichs Asylsystem machte Shumona Sinha auf einen Schlag berühmt. Nun lebt die indische Autorin als «Writer in Residence» in Zürich.
In den siebziger und achtziger Jahren erlebte Zürich einen regelrechten Mode-Boom. Die Edition Patrick Frey legt nun in Buchform ein gewichtiges Zeugnis vergangener Zürcher Modewelten vor.
Nicht weniger als zwei Millionen Dollar Vorschusshonorar hat ein US-Verlag für «The Girls» hingelegt. Was ist dran an diesem Erstling, der in die Zeit der mörderischen Manson-Family zurückblickt?
Ein Familiengeheimnis führt den Brasilianer Chico Buarque bis nach Berlin. Sein Roman «Mein deutscher Bruder» ist ein raffiniertes Spiel mit Fiktion, Erinnerung und Autobiografie.
Mit prononciert sozialkritischen Werken trat Mahasweta Devi für Indiens Urbevölkerung, für Arme und Marginalisierte ein. Die in ihrer Heimat hochgeachtete Autorin ist 90-jährig in Kolkata gestorben.
Der Anthropologe Marc Augé widmet sich dem Velo und dem Bistro und erkennt in den mit ihnen verbundenen Praktiken die Umrisse einer besseren Welt.
Die vielfach preisgekrönte britische Autorin Hilary Mantel wurde insbesondere durch ihre historischen Romane bekannt. Nun liegt auch ihr Debütroman, eine sinistre Sozialstudie, auf Deutsch vor.