Friedrich Kittlers «Frühwerk»: Zwiespältige Fingerübungen
Friedrich Kittler hat als Literaturwissenschafter und Medientheoretiker eine eigene Schule begründet. Das mag die Veröffentlichung «früher Schriften» aus dem Nachlass rechtfertigen.
Friedrich Kittler hat als Literaturwissenschafter und Medientheoretiker eine eigene Schule begründet. Das mag die Veröffentlichung «früher Schriften» aus dem Nachlass rechtfertigen.
Der Romancier und Dramatiker Jonas Hassen Khemiri erhält für seinen Roman «Alles, woran ich mich nicht erinnere» den Augustpreis, der als Schwedens wichtigste literarische Auszeichnung gilt.
Seinen jüngsten Roman widmet der Ukrainer Serhij Zhadan seiner Heimatstadt Charkiw. Aus Geschichten und Visionen entsteht eindringlich Neues – halb Ikonenmalerei, halb Computersimulation.
Jahrzehnte von Repression, Krieg und inneren Konflikten haben die einstige Aura Bagdads verblassen lassen. Der irakische Autor Najem Wali verschränkt die Geschichte der Stadt mit seiner eigenen.
In einem Sammelband mit Reden und anderen Texten reflektiert Nora Gomringer auch ihr poetisches Verhältnis zu ihrem Vater Eugen – und kommt zu überraschenden Einsichten.
Auf unterschiedliche Weise, aber stets differenziert und anregend befassen sich drei Bücher mit Israel. Zwei versammeln literarische Texte oder Essays, das dritte schlägt den historischen Bogen.
«Grenzen» heisst das hochaktuelle Thema des neuen «Jüdischen Almanachs». Es wird im kulturspezifischen Horizont und gelegentlich aus einer durchaus überraschenden Perspektive verhandelt.
Plagiateforscher von VroniPlag sind beim Zürcher Rechtsanwalt und Literaturwissenschafter Thomas Sprecher fündig geworden. Zu spät zwar. Doch für die Germanistik ist es ihr erster öffentlicher Fall….
Am 18. November ist der Literaturwissenschafter Werner Morlang 66-jährig in Zürich gestorben. Bahnbrechend war seine Beschäftigung mit Robert Walser und Gerhard Meier….
Der Bildband von Julieta Schildknecht widmet sich dem Erscheinungsbild sowie dem «Innenleben» des Engadins und des Münstertals – anhand 81 porträtierter Persönlichkeiten rätoromanischer Sprache.
Als Bestseller schreibender Neurologe ist er weltberühmt geworden: Oliver Sacks. Kurz vor seinem Tod im August dieses Jahres ist seine Autobiografie erschienen – eine lohnende Lektüre.
In seinem neusten Buch betreibt der Schriftsteller Christian Haller eine Archäologie in eigener Sache. Er sucht nach den Gründen dafür, warum er wurde, was er ist.
Notizen aus Schopenhauers Nachlass geben Aufschluss über die Denkbewegungen des Philosophen. Eine neue Edition der nachgelassenen Texte der Jahre 1837 bis 1852 liegt nun vor.
Teilchenphysik in Romanform serviert der Goncourtpreisträger Jérôme Ferrari in seinem Büchlein, das sich auf Werner Heisenbergs Spuren begibt. Warum nur verarbeitet er den Stoff zu Appetithäppchen?
Der Russe Boris Sawinkow (1879–1925) hat seine revolutionäre Gesinnung in einen Roman über den Terrorismus gegossen. Ironischerweise dürfte er selbst dem Terror zum Opfer gefallen sein.
Vor kurzem hat die israelische Autorin Zeruya Shalev einen neuen Roman vorgelegt. Carmen Eller sprach mit ihr über Gebete beim Sex, das Glück des Schreibens und die Schizophrenie des Schriftstellers.
Die in der Schweiz lebende slowenisch-ungarische Autorin Ilma Rakusa erhält den mit 8000 Euro dotierten Manès-Sperber-Preis.
Lange hat das postmoderne Spiel alte Denk- und Schreibmuster durchkreuzt. Zuletzt aber versandete es in Selbstgefälligkeit. Eine junge Generation entdeckt für sich die ernste Ironie….
Als Sohn eines griechischen politischen Flüchtlings ist der Schwede Aris Fioretos ein Modell dafür, wie Integration glücken kann. Ein Gespräch über Identität, Schweden und die Flüchtlinge.
Die neu erschienene Publikation «Theoretikerinnen des Städtebaus. Texte und Projekte für die Stadt» umfasst reiches Quellenmaterial für Genderforschung, Architekturgeschichte und Urbanistik.
Der renommierte Neustadt International Prize for Literature 2016 geht an die kroatische Schriftstellerin Dubravka Ugrešić.
Den «Alttestamentler», im 19. Jahrhundert in Deutschland erfunden, gibt es heute in aller Welt – und zwar in zwei Varianten: als Theologen und als Kulturwissenschafter.
Giacomo Casanova und der Marquis de Sade – sie haben manches gemeinsam, aber in vielem verkörpern sie konträre Lebensauffassungen, wie zwei neue Bücher zeigen.