Als in Russland noch die Zukunftsmusik spielte
Katerina Poladjan schaut in ihrem neuen Roman in die Sowjetunion von 1985. In den ersten Anzeichen von deren Zerfall hört sie die Verheissungen des Kommenden.
Katerina Poladjan schaut in ihrem neuen Roman in die Sowjetunion von 1985. In den ersten Anzeichen von deren Zerfall hört sie die Verheissungen des Kommenden.
Es gehe nicht um Identität, sondern um Gerechtigkeit: Der französische Star-Ökonom Thomas Piketty warnt vor einer Politik, die sich in Herkunftsbesessenheit ergeht und darüber die wahren Probleme vergisst.
Der türkische Schriftsteller erzählt in seinem Roman von einem Seuchenausbruch von 1901. Dass es eine Gegenwart gibt, mit der er in Konkurrenz tritt, kümmert ihn nicht.
Der frühere SPD-Politiker plädiert in seinem jüngsten Buch dafür, dass Europa eigenständiger werden müsse. Die USA stellt er als imperialistische Macht dar, und mit Blick auf Russland lässt er die Trennlinie zwischen Aggressor und Opfer verschwimmen.
Während einer lebensbedrohenden Krankheit liest der Altphilologe Jonas Grethlein die «Ilias» wieder. Und entdeckt sie neu: als Buch über die grossen Fragen des Lebens.
Viele Dinge, die Frauen zu wollen meinen, wollen sie womöglich doch nicht wirklich: Die Philosophin Amia Srinivasan denkt in Essays zum «Feminismus im 21. Jahrhundert» über strukturelle Prägungen nach – und scheint selber in einem ideologischen Raster gefangen zu sein.
Nicht oft sind Bücher so nahe am Tagesgeschehen: In «Future War» legen drei renommierte Autoren dar, wie sich die Sicherheitslage in Europa verbessern liesse. Sie plädieren für ein stark erhöhtes Engagement in der Nato.
Vor bald fünfzig Jahren ist Gianfranco Calligarichs Roman über eine Liebe in Rom erschienen. Doch erst jetzt macht er Furore.
Das Essen spielt im Werk des Österreichers eine herausragende Rolle. Ganze Seelenlandschaften breiten sich auf seinen Esstischen aus.
1946 ging er nach Paris, um Schriftsteller zu werden. Zehn Jahre später erschienen drei Bücher. Dann verstummte er, starb und geriet in Vergessenheit….
Während es in nordeuropäischen Kleinstaaten ruhig blieb, hat die Schweiz am Ende des Ersten Weltkrieges eine Zerreissprobe erlebt. Martin A. Senn und Tobias Straumann stellen den Landesstreik in einen internationalen Kontext – und deuten ihn zögerlich neu….
Der Offizier des amerikanischen Heeres war in den ersten Nachkriegsjahren massgeblich daran beteiligt, die Freiheit Westberlins zu sichern.
Kultur kommt nicht zufällig in eine Stadt. Doch wie gelingt es, ihre höchsten Formen an- und aufzuziehen?
Vita Sackville-West führte ein skandalumwitterte Lebens – trotz und vielleicht sogar wegen ihrer Ehe. Damit inspirierte sie Woolf zu einem grossartigen Werk – einem eigentlichen literarischen Liebesbrief.
Der Historiker Richard Rohrmoser hat eine faktenreiche Überblicksdarstellung zur Geschichte des Antifaschismus geschrieben. Zentrale Aspekte bleiben aber unterbelichtet.
Die Kunde von der Wohltätigkeit des Arztes Friedrich Joseph Haass erreichte in Russland auch die Literatur. Kein Geringerer als Dostojewski setzt ihm ein Denkmal. Nun legt Dirk Kemper eine kulturgeschichtliche Biografie seiner Legende vor….
1967 schrieb Paul Bowles das Theaterstück «The Garden». Nun erscheint es erstmals in Buchform. Die Entstehung des Stücks war abenteuerlich, und es ist noch aktueller als damals….
Der Genozid des 21. Jahrhunderts sei ein «smarter Genozid», sagt der Journalist Philipp Mattheis. Er geschieht schleichend, leise….
Wer weiss sei, habe unrecht, sagt die Critical Race Theory. Doch das nütze den Schwarzen nichts, sagt der amerikanische Autor John McWhorter. Sie brauchten Jobs und eine bessere Ausbildung….
Vor vier Jahren ist der Autor in Israel gestorben, sein Werk wird bleiben. Noch immer erscheinen Texte aus dem Nachlass, die davon erzählen, wie Appelfeld der Shoah entkam.
Die finnisch-estnische Starautorin Sofi Oksanen schafft es wie keine Zweite, ihren Finger auf die Wunden zu legen, die Osteuropas Frauen beigebracht wurden.
Kaum eine andere Schriftstellerin schrieb mit so viel Witz und so viel literarischem Verstand über eine Welt, die gerade dem Untergang entgegenraste.
Der französische Denker Emmanuel Levinas entwickelte eine Moral, die zur Schonung des Mitmenschen führen sollte. Ein später Vortrag zeigt nun, wie die jüdische Theologie seine Ethik prägte.
Der neue Roman der tschechischen Schriftstellerin heisst «Stunden aus Blei». Er ist mit seinem leuchtend roten Umschlag eine Ziegelstein gewordene Antithese zur berühmten, ungleich schmaleren Mao-Bibel.
Der Schriftsteller und Filmemacher zählt zu den originellsten Denkern und bedeutendsten Intellektuellen Deutschlands. Nun wird er neunzig.