Es gehört zur Ironie der Kunst, dass sie ihre grössten Momente im Fragment erlebt
Der Schriftsteller Thomas von Steinaecker hat ein faszinierendes Buch geschrieben über den Mythos unvollendeter Kunstwerke.
Der Schriftsteller Thomas von Steinaecker hat ein faszinierendes Buch geschrieben über den Mythos unvollendeter Kunstwerke.
Spätestens als über Salman Rushdie wegen seines Romans «Die satanischen Verse» eine Mord-Fatwa verhängt wurde, hätte das Nobelpreiskomitee aus dem Elfenbeinturm des Unpolitischen ausbrechen müssen. Nun endlich hat man dazugelernt.
Es war ein grosses Theaterereignis in Strassburg, als 1999 Angela Winkler den Hamlet gab. Wie schwierig der Weg zum Triumph war, erzählt nun ein Roman.
Marina Zwetajewa und Boris Pasternak waren ein vom Eros der Poesie befeuertes Liebespaar. Die Affäre endete tragisch. Die langjährige, emotional aufgeladene Korrespondenz zwischen den beiden liegt nun in einer vorzüglichen deutschsprachigen Übersetzung vor….
Der Schriftsteller hat Konjunktur, und das völlig zu Recht. Sein Blick auf die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts scheint heute so aktuell wie nie seit seinem Tod 1950….
Der Schriftsteller Michael Krüger hat die Pandemie bisher in grösster Isolation verbracht. In seinen Gedichten erzählt er, wie er dabei das Alphabet der Natur zu buchstabieren lernte.
1135 Seiten umfasst das 1933 erschienene Buch des finnischen Schriftstellers Volter Kilpi auf Deutsch. Es ist ein Roman, der als innerer Monolog eines Dorfes daherkommt. Ein Meisterwerk….
Der Soziologe Steffen Mau sieht darin keinen Widerspruch – in seinem Buch «Sortiermaschinen» präsentiert er die Globalisierung als Phänomen, das die Menschen in zwei Kategorien teilt.
In der Arktis regt sich ein neues literarisches Leben. Indigene aus Grönland, Kanada und Alaska schreiben Werke, die Grenzen überwinden: Von Staaten, Geschlechtern und Armut.
Der Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Japan und Italien ist nach dem Zweiten Weltkrieg oft als Scheinbündnis beschrieben worden. Eine neue Studie zeigt, was die drei Partner verband – und warum sie kaum je Rücksicht aufeinander nahmen.
Über die Jahrhunderte hinweg sind unsere Gesellschaften immer sensibler geworden. Die deutsche Philosophin versteht das als Fortschritt – solange man den Individuen auch Widerstandskraft zuspricht.
Denke in der Zeit, dann ist dir in der Not alles klar. Philosophen bieten keine Lebenshilfe. Aber manchmal tun sie so, als ob sie es könnten….
Wie «Flammenzeichen» leuchten zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Romane Dostojewskis dem deutschen Geist heim. Namhafte Denker sahen in seinem Werk die Grundlage für eine nationale Wiedergeburt….
Die britisch-somalische Schriftstellerin geht einem Justizirrtum der 1950er Jahre nach. Sie zeigt das tragische Ende eines Mannes, der bis kurz vor dem Tod glaubte: dass die Gerechtigkeit siegen würde.
Kein anderer russischer Schriftsteller hat die westliche Kultur so stark beeinflusst wie Dostojewski. Seine Reflexion über die menschlichen Leidenschaften, Triebe und Schwächen ist universell. Die «Seele», die er seziert, ist jene des modernen Menschen, der wir alle sind….
Die Politikwissenschafterin Natascha Strobl befindet, dass Konservative in den letzten Jahren zusehends radikaler geworden seien. Allerdings: Ihre Analyse ist wenig differenziert und blendet Entscheidendes aus.
Um die grossen Probleme der Zeit zu lösen, wird oft ein kollektiver Effort gefordert. In seiner «Theorie der überforderten Gesellschaft» legt der Soziologe Armin Nassehi dar, warum das nicht zum Ziel führen kann.
Die Bestsellerautorin geht in einer Essaysammlung mit Indien hart ins Gericht. Die gegenwärtige Politik der Regierung beschreibt sie als Faschismus.
Jahrzehntelang hat ein Grossteil von Kafkas Bildern in einem Zürcher Banksafe gelegen. Nun sind all seine Zeichnungen in einer prächtigen Edition erschienen – sie lassen einen den grossen Autor nochmals neu entdecken.
Empfinden Roboter etwas? Und falls ja, was empfinden sie? Martina Clavadetscher stellt diese Fragen in einem labyrinthischen Buch, das von drei Frauen handelt….
Seit 1945 ringen die USA und Russland um Einfluss auf der Welt. Auch nach dem Zerfall der Sowjetunion ist der Kampf zwischen den Giganten weitergegangen – das zeigt Tim Weiner in einem Buch, das sich wie ein Spionageroman liest.
In sozialen Netzwerken wie an analogen Stammtischen: Rudolf Steiner polarisiert. Vor allem die, die ihn nicht gelesen haben. Zuletzt wurde darüber diskutiert, ob Steiner ein Philosoph sei….
Der Historiker Richard J. Evans untersucht Verschwörungstheorien, die rund um das «Dritte Reich» entstanden sind. Und er erklärt, warum Hitler selber mit populären Mythen wie der Dolchstosslegende wenig anfangen konnte….
Man muss kein Hamburger sein, um in der Vergangenheit des Hauses Levy die deutsche Geschichte als Ganzes zu begreifen.
In ihrem Roman «Die Rache ist mein» seziert sie ihre Figuren mit einer Unbarmherzigkeit, die fast schon wieder an Zärtlichkeit grenzt.