Georges Simenons Bücher faszinieren bis heute, weil sie zutiefst Menschliches verhandeln
Der legendäre französische Krimi-Autor hat mit ungeheurer Produktivität Buch um Buch geschrieben. Und jedes trifft noch heute ins Herz der Finsternis.
Der legendäre französische Krimi-Autor hat mit ungeheurer Produktivität Buch um Buch geschrieben. Und jedes trifft noch heute ins Herz der Finsternis.
Zwei prominenten Autoren warnen: Medien schaden mit ihrem Alarmismus der Menschheit.
Verkohlte Buchseiten – ein starkes Symbol für einen autoritären, repressiven Staat. Allerdings zielte Ray Bradbury mit seiner Kritik ganz woanders hin. Heute wäre der hundertste Geburtstag des Schriftstellers zu feiern….
Wie wir Erfahrungen benennen, prägt auch unsere Vorstellung davon. Das Alter verliert etwas von seinem Schrecken, wenn sich am Ende das Leben zum Kreis schliessen darf.
Freiheit ist nicht umsonst: Das machen eine jüngst erschienene Kissinger-Biografie und ein Buch über Amerikas Konzept des Westens deutlich.
Präziser lernt man kaum irgendwo, in welche Richtung die Gesellschaft sich ändert, als im Duden. Und gerade darum gehört er zu den vergnüglichsten Büchern.
Die ungarische Schriftstellerin Zsófia Bán pflegt keine Halbheiten. Sie schaut so genau hin und beschreibt so präzis, dass es schmerzt. Ungeahnte Zusammenhänge herstellend, lässt sie in ihren Erzählungen die Gegenwart in atemberaubend neuem Licht erscheinen….
In ihrem Buch «Aus der Zuckerfabrik» zeichnet die Schweizer Autorin eine subtile Geografie des Scheiterns. Es glückt ihr dabei ein grosser literarischer Wurf.
Erst verzichtet sie auf Fleisch, dann will sie jede Form von Gewalt vermeiden: Die Vegetarierin, von der Han Kang in ihrem Roman erzählt, geht einen radikalen Weg. Er kann nur tragisch enden.
Gottfried Keller schildert in seinem Buch «Martin Salander» ein zauberhaftes Festmahl aus nichts.
Der Geist ist alles andere als ein Kostverächter. Ein schönes Rezeptbuch lässt einem den Mund wässern, und welcher Leser setzt sich nicht gerne hie und da mit literarischen Figuren zu Tisch? So vielfältig wie die Aromen ist auch das Bedeutungsspektrum der …
«Ich brachte keinen Bissen mehr runter», sagt der Erzähler im «Gastmahl des Trimalchio» nach der Vorspeise. So kann es einem auch mit den «Satyrica» gehen, dem Roman des Römers Petron.
Ein kulinarischer Liebesroman von Hiromi Kawakami.
Ausgerechnet Stifters «Nachsommer», dieses besinnliche, keusche Epos, strotzt vor saftiger Erotik. Verkörpert wird sie – durch den Braten.
Romanfiguren mögen Lichtgestalten auf dem Papier sein. Ausserhalb entpuppen sie sich als Waschlappen.
Harriet Taylor Mill focht konsequenter für die Freiheit als die meisten bekannten Männer. So zählt sie zu den grossen liberalen Denkern des 19. Jahrhunderts….
In den gegenwärtigen Debatten ist dieses Buch eine lohnende Lektüre: Die «Geschichte der weissen Schweiz» legt rassistische Stereotype unseres Landes frei. Dabei blendet die Studie jedoch alle Grautöne aus.
Ganz so beglückend wie das, was von Lars Gustafsson zu Lebzeiten erschien, sind zwei postum veröffentlichte Werke nicht mehr. Doch auch aus ihnen leuchten die Qualitäten des schwedischen Meisters.
Am äussersten Zipfel der Bretagne lebte Georges Perros, am Ende der Welt. Dort übte er den Rückzug in die Sprache.
Zwei Männer, die Feinde sein müssten und die der Tod ihrer Kinder zusammenschmiedet: Davon erzählt Colum McCanns kunstvoller Roman «Apeirogon». Rau, nackt und aufwühlend sind dagegen die 43 Zeugnisse aus dem Bürgerkrieg in Jemen, die Bushra al-Maktari gesammelt hat.
Die Wahrheit hat viele Gesichter, das gilt auch für den Zerfall von Jugoslawien. Sandra Gugić erzählt davon in einem grossartig geglückten Roman.
Klaus Theweleit versucht zu erklären, warum die Europäer weite Teile der Welt erobern konnten. Dafür gräbt er tief in der Menschheitsgeschichte und präsentiert eine so steile wie problematische These.
Für westliche Bildung zahlten Kanadas Indigene einen hohen Preis: Bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts ging der Unterricht mit kultureller Entwurzelung und sexuellem Missbrauch einher. Die Inuk-Künstlerin Tanya Tagaq findet eigene Antworten auf diese Erfahrung….
Hugo Marcus gehörte zu den schillerndsten Figuren der Zwischenkriegszeit. Als Konvertit versuchte er, den deutschen Geist mit dem Islam zu vereinen – und zog damit Intellektuelle und Künstler in den Bann.
Ein Graf als Zuhälter seiner Tochter und Kunden aus den höchsten Kreisen: Der Skandal um Komtess Mizzi ist eine Sittengeschichte aus dem Wien um 1900.