Efeu – Die Kulturrundschau vom 05.01.2021 – Literatur
Friedrich Dürrenmatt in einer Aufnahme von 1989 (Bild: Elke Wetzig, CC BY-SA 3.0)Heute vor hundert Jahren wurde Friedrich Dürrenmatt geboren. In der FR führt Otto A….
Friedrich Dürrenmatt in einer Aufnahme von 1989 (Bild: Elke Wetzig, CC BY-SA 3.0)Heute vor hundert Jahren wurde Friedrich Dürrenmatt geboren. In der FR führt Otto A….
Für den Standard versenkt sich Lydia Mischkulnig in die Gedichte der Literaturnobelpreisträgerin Louise Glück und berichtet von einem beglückenden Lese-Erlebnis: „Die Atmosphäre entwickelt sich aus den zusammenlaufenden Wirklichkeitsfäden. Eine Situation mag banal erscheinen, die Wucht aber entfaltet sich gerade durch …
Dass der italienische Schriftsteller Cesare Pavese in seinen Tagebuchnotizen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs Krieg und Faschismus schwelgerisch verherrlicht, ist zum einen keine neue Erkenntnis, schreibt Thomas Schmid in der Literarischen Welt – schon in den frühen 90ern war …
Nahrain al-Mousawi wirft für die NZZ einen Blick in die arabische Literaturwelt in der Coronapandemie. Einige Autoren tappen zwar in die Schnellschuss-Falle, eine derart umfassende, in ihren Konsequenzen noch nicht ganz fassbare Krise zu frühzeitig in eine literarische Form bringen …
Leyla Sophie Gleissner erinnert auf ZeitOnline an die türkische Dichterin Semra Ertan, die sich 1982 nach dem Verlesen eines ihres Gedichte aus antirassistischem Protest in Hamburg auf offener Straße umbrachte. Mit „Mein Name ist Ausländer“ sind ihre Arbeiten nun erstmals …
Steffen Kopetzky hat im Pandemiejahr das morgendliche Bad in der Eiswassertonne als Antidot gegen die eigene, latente Hypochondrie für sich entdeckt, schwärmt der Schriftsteller in der SZ-Reihe über Kulturschaffende im Krisenjahr: Die Angst vor dem kalten Wasser schlägt die Angst …
Die DLF-Reihe Essay und Diskurs spricht ausführlich mit Swetlana Alexijewitsch über ihr literarisches Schaffen und die Lage in Belarus: Den Verletzten der Proteste „wird die Behandlung im Krankenhaus verweigert, man will ihre Verletzungen nicht dokumentieren, ihre Berichte nicht anhören. Auf …
In der Literarischen Welt unterhält sich Mladen Gladic mit dem Schriftsteller Jonathan Coe über die Coronalage in Großbritannien: „Covid und der Brexit können nicht voneinander getrennt werden“, sagt er. 2016 wollten die Briten den Brexit, „er wurde ihnen versprochen. Daher …
Insbesondere für die Naturlyrik war es ein gutes Jahr, lautet Bernhard Malkmus‘ großes Fazit im Freitag. Insbesondere Esther Kinskys „Schiefern“, Anja Utlers „kommen sehen: Lobgesang“ und Marion Poschmanns „Nimbus“ hebt er hervor: Kinsky buchstabiere „die Tragik des Menschseins nicht als …
Für die Zeit hat Christina Pausackl Marlene Streeruwitz getroffen, die sich als von der Coronakrise in ihrem literarischen Schaffen schwer gezeichnet zeigt: „Alles, was ich bisher gemacht habe, ist hinfällig“, sagt sie. „Die Coronakrise habe alles verändert. Ihre Texte lese …
In der SZ grübelt der Schriftsteller Durs Grünbein nach einer Begegnungen mit einem ungenannt bleibenden Philosophen, in dem wir sehr vorsichtig Peter Sloterdijk vermuten, und einem Stromschlag aus Unachtsamkeit sehr schwermütig über die Corona-Pandemie: „Stillstellung des bloßen Soweitermachens als Chance, …
Zelda Biller ist 23 Jahre alt und viel auf den Sozialen Medien unterwegs. In der Literarischen Welt begeistert sie sich bei der Lektüre von Willy Haas‘ Memoiren für die journalistische und redaktionelle Leichtigkeit, mit der Haas die historische Literarische Welt …
Kathrin Passig hat beim Aufräumen im Keller eine unveröffentlichte Kurzgeschichte von Wolfgang Herrndorf entdeckt (ab hier als Volltext abgeschrieben): Weiterer Quarantäne-Kellerfund, @DLAMarbach aufgepasst: Unveröffentlichte Herrndorf-Kurzgeschichte „Der harte Hund“. (Bisschen schlecht lesbar, im Keller ist es feucht, Text folgt gleich.) …
Yassin Musharbash erinnert in der Zeit an den Thrillerautor John le Carré (weitere Nachrufe hier und dort). In der NZZ trauert Bernd Noack um das Wort „Fräulein“. Die Jury des Tagesspiegel hat die besten Comics des Jahres gekürt….
Für den Tagesspiegel porträtiert Gunda Bartels den Illustrator Henrik Schrat, der gerade die gesammelten Märchen der Brüder Grimm illustriert. In der FAZ gratuliert Gina Thomas der Schriftstellerin Edna O’Brien zum 90. Geburtstag….
Erste Nachrufe auf John le Carré hatten wir bereits gestern, jetzt ziehen auch die restlichen Feuilletons nach. „Angesichts von jemandem, der wie John le Carré ein Meisterinszenierer der eigenen Biografie war, wirkt der Moment seines Abtretens von der Bühne in …
John le Carré, 1931-2020 (Foto: Krimidoedel, CC BY 3.0)Das Annus Horribilis 2020 hat uns nun auch noch den großen John le Carré genommen. Der britische Thrillerautor war „Chronist des Kalten Krieges, Analytiker des Verrats, Ankläger einer schäbigen, ehrlosen Welt“, …
Früher war mehr Lametta, seufzt Marie Schmidt in der SZ angesichts der in diesem Jahr von Corona ziemlich ausgetrübten Nobelpreis-Zeremonie für Louise Glück: „Die Stimmen der Redner hallten im Goldenen Saal des Stockholmer Rathauses ohne Publikum, ihre Augen irrlichterten, als …
Besprochen werden unter anderem Santiago H. Amigorenas „Kein Ort ist fern genug“ (NZZ), Meral Kureyshis „Fünf Jahreszeiten“ (FR), Laurent Binets „Eroberung“ (FR), Thomas Wolfes „Eine Deutschlandreise. Literarische Zeitbilder 1926-1936“ (Tell) und Viola Siegemunds Neuübersetzung von Olive Schreiners „Die Geschichte einer …
Vor einiger Zeit hatte sich Maxim Biller im Namen der Kunstfreiheit noch schützend vor Till Lindemann und dessen Vergewaltigungsgedichte gestellt, mit seiner Attacke gegen Lisa Eckhart (mehr dazu hier) hat er nun eine Wendung um 180 Grad vorgenommen, meint die …
Jan Jekal berichtet in der taz von einer Berliner Online-Lesung zu Ehren Hölderlins. In den „Actionszenen der Weltliteratur“ erinnert Rainer Moritz an Ernst Jüngers Glückszahl. Daniele Muscionico spricht für die NZZ mit dem Schriftsteller Franz Hohler über den ÖPNV der …
Das Nobelpreiskomitee hat Louise Glücks‘ Nobelpreisrede online gestellt, in dem sie eine Art Poetologie ihres eigenen Schaffens entwirft: „Die Gedichte, zu denen ich mich mein ganzes Leben am glühendsten hingezogen gefühlt habe, sind Gedichte jener Art, die ich als Gedichte …
Warum „Das Literarische Quartett“ noch „Das Literarische Quartett“ heißt, ist ihr schon seit längerem unklar, gesteht SZ-Kritikerin Marie Schmidt: Um literarische Fragen geht es in der ZDF-Sendung jedenfalls nicht mehr – und in der aktuellen Sendung hätte man zumindest Lisa …
Schon jetzt darf man sich aufs nächste Jahr freuen, denn dann will der Kampa Verlag Jamaica Kincaids (vorerst nur als Ebook vorliegende) Texte neu auflegen, schreibt Johanna Adorján in der SZ. Die 1949 in Antigua geborene Autorin schrieb für Teenie-Magazine, …
In der SZ-Coronareihe ärgert sich die Schriftstellerin Terézia Mora über angeblich ja so entspannende Tageslicht-Lampen, die bei ihr allerdings zu gehöriger Gereiztheit führen. „Sehe ich dieses künstliche Sonnenlicht, erfasst mein ganzes Wesen ein Zittern, gespeist von der Überzeugung, dass etwas …