BÜCHERSCHAU DES TAGES: Sorgfältig frisiert und nach Parfüm duftend
Die FAZ lernt etwas widerstrebend vom Ornithologen Richard Prum, dass auch die Schönheit in der Evolution eine Rolle spielt. Außerdem verbringt sie mit J.M….
Die FAZ lernt etwas widerstrebend vom Ornithologen Richard Prum, dass auch die Schönheit in der Evolution eine Rolle spielt. Außerdem verbringt sie mit J.M….
Die taz feiert den britischen Comic-Autor Andi Watson, der in der „Lesereise“ kafkaesken Krimi und Literaturbetriebssatire vereint. Der DlfKultur blickt mit Natalie Amiri auf die unbesiegten Verlierer von Afghanistan. Mit Hans-Hermann Klares „Auerbach“ verzweifelt er am guten Gewissen der …
Warum ist Wolfgang Pohrt, dessen Analysen in den Siebziger und Achtzigern so scharf waren, heute so unbekannt, fragt die FAS und empfiehlt Klaus Bittermanns große Biografie. Von Houstons East End hält man sich lieber fern, lernt die SZ aus …
Keine leichte Bettlektüre, aber ein Standardwerk, lobt die FAZ Anne Chengs „Geschichte des chinesischen Denkens“. Die FR liest mit Franziska Gänslers „Ewig Sommer“ originelle feministische climate fiction. Die SZ ist hin und weg von Nils Mohls Liebesgeschichte zweier Teenager …
Die FAZ staunt, wie James Baldwin in seinen Essays Persönliches zu etwas Exemplarischem verdichtet. In Gerhard Wiechmanns Studie über Nazi-UFOs erfährt sie, wie langlebig Verschwörungstheorien sind. Die SZ macht sich mit Marica Bodrozic auf und folgt Walter Benjamins …
Als „lachphilosophisches Untergangsepos“ liest die FAZ Thomas Hürlimanns neuen Roman „Der rote Diamant“. Außerdem empfiehlt sie den von Jan Eckel und Daniel Stahl herausgegebenen Band zur Entwicklung der Menschenrechte. Die FR fragt mit dem Historiker Julius H….
Georgi Gospodinov nimmt in „Zeitzuflucht“ scharfsinnig und burlesk populistische Sehnsüchte aufs Korn, Ralf Rothmann fordert uns in „Die Nacht unterm Schnee“ moralisch und stilistisch heraus, Louise Nealon blickt mit ungefiltertem Witz auf die Scham in der irischen Kultur und Michael …
Die FR rast mit Hanna Bervoets durch eine toxische Arbeitswelt. Die SZ erfährt von den polnischen Historikern Andrzej Friszke und Antoni Dudek, wie die polnische Gesellschaft das wurde, was sie ist. Der Dlf Kultur lernt mit dem Erfahrungsbericht des …
Für ein technisches Meisterwerk hält die SZ Hernan Diaz’ Geschichte eines Wall-Steet-Milliardärs, aber ein wenig Herzenswärme hätte sie sich gewünscht. Auch die Welt lobt vor allem Diaz’ perfekte Sprache. Die FAZ schöpft dank Mojib Latif Hoffnung, dass wir den …
Andrej Kurkows Roman „Samson und Nadjeschda“ handelt von der Einnahme Kiews durch die Bolschewiki im Frühjahr 1919. Durch die Ereignisse ist er für Dlf Kultur unversehens zum aktuellen Text geworden. Für die FAZ bespricht der Historiker Stephan Malinowski Gottfried …
Die FAZ träumt mit Ralf Schlatters „43’586“ von Friedhofskatzen, der Liebe, dem Tod oder einem Orchester im Zugabteil. Die NZZ ist mit Patrick Modianos Erinnungen „Unterwegs nach Chevreuse“. Die SZ sympathisiert aufs schärfste mit den Selbstfindungseskapaden einer Mittvierzigerin in …
Wer sich fragt, was Antisemitismus denn nun sei, dem empfiehlt die FAZ die Essays von Sander L. Gilman über die historischen Muster des Judenhasses. Die SZ lernt mit Vincent Augusts Dissertation „Technologisches Regieren“, wie komplex unsere Gesellschaft heute ist….
FAZ und SZ lauschen mit gemischten Gefühlen, wenn Isabel Allende eine Hundertjährige aus ihrem Leben erzählen lässt: Immerhin ist seit dem „Geisterhaus“ eine Entwicklung spürbar, bemerkt die SZ. Die FAZ erkennt außerdem die Parallelen zur Gegenwart in Reiner Pommerins Band …
Warsan Shire bringt den Krieg mit nach Hause. Roger Robinson imaginiert sich ein Hosentaschenparadies, das an Heines Idee der portablen Heimat erinnert. Tania Skarynkina ahnt, wo der viele Staub im Haus herkommt: Empfehlungen zu schwarzer Lyrik und Lyrik aus Belarus….
Was kann man heute noch mit den „Freak Brothers“ anfangen, Gilbert Sheltons Klassiker des Underground-Comics aus der 68er Zeit, fragt die Welt. Ach, dies und das durchaus, findet sie. Die SZ staunt über Henry Kissingers Porträt-Samlung „Staatskunst“, in der dieser …
Die FAZ blickt mit dem Lyriker Rüdiger Görner in einer Mischung aus Bewunderung und Pessimismus auf das Dichterlos. Die FAS ermisst mit Louise Nealons Roman „Snowflake“ den Abstand zwischen akademischem Leben in Dublin und Dorfpub. Die FR wärmt ihr Herz …
Die FAZ blickt ganz neu auf das Werk von Giovanni Segantini dank Michael Krüger. Die NZZ macht mit Tom Kummer einen fesselnden Trip in die Schweiz. Der Dlf bewundert, wie knapp der Dichter SAID seine Erinnerungen an eine persische Kindheit …
Ein alter Mann, der eine Schutzmauer um sein ödes Inselreich zieht. Eine Frau, die das Trauma des kongolesischen Bürgerkriegs in fast lyrische Sprache bannt. Ein schwarzes Kind, dem die blonde Barbie Maß aller Dinge ist….
In der Zeit singt Daniel Kehlmann eine Hymne auf Helmut Krausser und dessen neuen Roman „Wann das mit Jeanne begann“, der mühelos Jeanne d’Arc, die Piratin Jeanne de Belleville, ein Magierpaar a la Jarmusch, die sterbende europäische Kultur und die …
Das Wiener Leopold-Museum bietet mit der Ausstellung „Geschäfte mit Kopien – Der fotografische Kunstverlag Otto Schmidt“ einen faszinierenden Einblick in die frühe Kommerzialisierung der Fotografie. Am besten liefen natürlich die Akte. Problematische und unheimlicher sind aber die Fotosammlungen nach …
Die FAZ lernt von Veronique Zanetti, was nötig ist für das Gelingen eines Kompromisses. Die SZ erkundet mit Katharina Hackers sprechenden Tieren „Möglichkeitsräume“ jenseits der Realität. Der Dlf lauscht den zweifelnden Tönen und schönen Versprechen der Wasserfrau Melusine in …
Ziemlich gut gefällt der FAZ Sang Young Parks traumartiger Roman „Love in the Big City“ über eine schwule Jugend in Seoul. Die SZ lässt sich von Durs Grünbeins Gedichtband „Äquidistanz“ in den Modus des Erkennens versetzen. Die NZZ stellt Katja …
Atemlos liest der Dlf Kultur Sergej Gerassimows so diskrete wie knappe Aufzeichnungen aus Charkiw. Mit dem Mathematiker Aeneas Rooch entdeckt er die Unendlichkeit. Die NZZ blickt mit Rebecca Gislers dickem Onkel in die Abgründe einer WG….
Die FAZ folgt Felix Philipp Ingold in „völlig irrer Faszination“ auf die „Zeitinsel“, wo ihr Onassis, Antonioni, Eurydike und Jesus begegnen. Patrick Modianos neuer Roman „Unterwegs nach Chevreuse“ kommt bei SZ und Welt eher mittelgut an. Die taz muss zugeben, …
Die NZZ versteht die Gegenwart besser nach der Lektüre von Stefan Creuzbergers Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen. Fasziniert ist sie auch von der Aktualität von Josef Winklers Roman aus den frühen 1980ern über eine als Kind aus der Ukraine geflohene Kärtner …