Alle Artikel von CrimeAlley

Die künstlerische Eleganz der Routine

Wer schon mal nach langem Auslandsaufenthalt, einem Urlaub oder anders gearteter Abwesenheit auf dem Weg nach Hause endlich das lang ersehnte Ortsschild erblickt hat, kennt dieses Gefühl: Eine (unter optimalen Umständen) unterschwellige Vorfreude, die Erwartung einer wohl bekannten Geborgenheit, der …

Morgan, der Menschenfeind

Trotz des lang anhaltenden Engagements des Berlin Verlags – William Boyd ist hierzulande inzwischen wieder ein äußerst seltener Anblick, sowohl in den Filialen der großen Buchhandelsketten als auch in kleineren inhabergeführten Läden. Nachhaltig scheint er sich in Deutschland also nicht …

Along came a Spider

Nicht selten sind die Titel der deutschen Bücher schlecht gewählt, sehr oft sogar soweit weg vom Original, dass der interessierte Käufer einen Bezug zum Inhalt vergeblich sucht. In diesem Fall hat man allerdings eine gute Entscheidung getroffen, denn John Connolly …

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Am dritten Teil der Reihe um den Edinburgher Detective Inspector John Rebus werden sich wohl die Geister der Fans dieser Serie scheiden, denn zum ersten und einzigen Mal verschlägt es den eigenwilligen Ermittler nach London. Ein Handlungsort den manch einer …

Clockwork Bohane

Es gibt Bücher, da huschen bei einer Rezension die Finger nur so über die Tastatur, kommen die Worte und Sätze wie von selbst, können Gefühle und Gedanken in Sekundenschnelle in die Form eines Textes gebracht werden. Und dann gibt es …

Entmystifizierung des amerikanischen Traums

„Zeiten des Aufruhrs“ (engl. „Revolutionary Road“), dessen Erstveröffentlichung im Jahre 1961 auf großen Beifall stieß, genießt bei den Lesern amerikanischer Literatur seit Beginn der 60er Kultstatus, während man es hierzulande eher in der Kategorie der „modernen Klassiker“ führt. Ein Prädikat, …

Non, je ne regrette rien

Anarchismus – eine politische Ideenlehre und Philosophie, mit der ich mich, trotz großem Interesse an der europäischen Geschichte, lange Zeit nie näher beschäftigt habe. Geändert hat sich diese Einstellung erst vor kurzem durch die Lektüre von Patrick Pécherots „Nebel am …

Das Licht am Ende des Tunnels

Wenn es eines Beweises bedarf, dass Übung tatsächlich den Meister macht, hat Michael Connelly ihn mit „Schwarzes Echo“ mehr als glaubhaft und überzeugend angetreten. 1992 veröffentlicht und ein Jahr darauf sogleich mit dem Edgar Award für den besten Erstlingsroman ausgezeichnet, …

Der Rest ist Schweigen

Lange Küstenlinien, felsige Inseln und majestätische Berge. Maine ist nicht nur der größte der Bundesstaaten, aus denen sich die Region New England zusammensetzt, sondern auch eins der beliebtesten Touristenziele im Nordosten der USA, welches seinen Reiz aus den bisweilen rauen …

Und es war Sommer …

Und nun mal wieder zur Abwechslung etwas aus dem weit gefassten Bereich der Belletristik: Obwohl nie ein großer Freund der aktuellen deutschsprachigen Literatur, erregte Daniela Kriens Debütroman „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ schließlich dann doch selbst meine Aufmerksamkeit – …

Spuren im Staub

Nachdem mich bereits der erste Band aus der Reihe um Inspector Morse und Sergeant Lewis von der Thames Valley Police gut unterhalten hatte, war für mich eine Rückkehr ins beschauliche Oxford schon fast so etwas wie ein Muss. Allerdings gestaltete …

You can run, but you can’t hide …

Sie bevorzugen verwinkelte und realitätsnahe Plots, lieben bodenständige, authentische Figuren und haben besonders an psychologisch ausgefeilten Wendungen innerhalb der Handlung ihre Freude? Dann lassen Sie lieber mal schön die Finger vom zweiten Roman aus der Feder von Lee Child – …

This little light of mine …

Stephen King und Horror. Untrennbar scheint der Name des US-amerikanischen Bestsellerautors mit diesem Genre verbunden, das den Spaß an der Angst seit Jahrhunderten bedient (Horace Walpoles „The Castle of Otranto“ von 1764 gilt als ein Meilenstein dieser Literaturgattung) – und …