Alle Artikel von lyrikzeitung

Zeitformen

Harald Kappel Zeitformen An einem Tag lauschte ich der Reise in die ich stürzte ohne dich die Sterne verwandelten sich in blaues Eis in der verdunkelten Ehe wurde ich mit dem Boden eins die Kinder verwesten im kalten See Spürhunde …

Der Schaffner hier

Slata Roschal Der Schaffner hier hat weiße Haare ist verwirrt Das sieht man an dem Teppichboden im Abteil Und daran dass sich alles hebt und senkt Und daran wie der Wagen zittert Und an dem Zahngold das ich fand in …

Am Rande

Brigitte Struzyk Am Rande (Die Kawenzmänner) Die Vielgestalt des Gleichen- die Verwandtschaft- wandelt die Wand von Bäumen am Rande zu einem Wald Von Zweig zu Zweig das Grün formt an den Zackenrändern Töne, ja, sie betonen, was vom Himmel fällt, …

Gedicht des Tages

Hansjörg Zauner berg brillanter insekt pritschelt emailliert im hubschrauberslip in new york flattern sickerglasmagnetartig 799.197 kameras perücken für motten hetzen adlergruppende abendzurrröte mangocultkuchen säuselring umweilt pantherpflastersackaal…

oberkleveez

dirk uwe hansen oberkleveez               für Christoph Meckel ist vieles blau hier ist blau nur was nicht mehr ist zwischen rahmen und glas hängt zwischen bruch kante und wolken decken wolln sich nicht schließen. …

Gedicht-Urlaub

Lyrikzeitung nimmt Arbeitsurlaub (für die Lyrikzeitung Urlaub, für mich Arbeit). Keine neuen Nachrichten, bis die Arbeit fertig ist… Aber wieso keine Nachrichten? Wenn Gedichte Nachrichten sind, die Nachrichten bleiben: bis zur nächsten regulären Ausgabe der Lyriknachrichten finden Sie an …

Storytelling

(Fortsetzung der Besprechung von Lettre international #116, Frühjahr 2017) Vorige Woche schrieb ich über Raoul Schrotts Lutherlob, Dorothea Francks Lyriklob und Claudio Magris‘ Romanlob. Diese Woche seien die ambivalenten (Plath) und negativen (Trump und die heutigen Verzweigungen des Storytelling) Seiten …

Der Ostschriftsteller

Der Ostschriftsteller, sagt Wagner, gilt im Westen als unbelesen, politisch rüpelhaft und auf seine Herkunft fixiert. Deshalb hat er den Flaneur, der von einer Gesellschaft in die andere wechselt und dabei nicht nur seine Umgebung, sondern auch sich selbst beobachtet, …

Bienenspäßchen 20

„Bienenspäßchen“ bezieht sich auf ein lateinisches Gedicht des niederländischen Dichters Daniel Heinsius (1580-1655), in dem fast jede Zeile ein eigenes Metrum hat*. Es findet sich im Original und in der Übersetzung von Harry C. Schnur in der Reclamausgabe Lateinische Gedichte deutscher Humanisten…

Bienenspäßchen 19

„Bienenspäßchen“ bezieht sich auf ein lateinisches Gedicht des niederländischen Dichters Daniel Heinsius (1580-1655), in dem fast jede Zeile ein eigenes Metrum hat*. Es findet sich im Original und in der Übersetzung von Harry C. Schnur in der Reclamausgabe Lateinische Gedichte deutscher Humanisten…

Wahrheit

Petrus Akkordeon befragte für die Lyrikzeitung DichterInnen auf der Leipziger Buchmesse zum Thema „Wahrheit“ Wahrheit in meinen Texten … Die meisten meiner Texte sind wahr, die wenigsten sind ehrlich….

Bienenspäßchen 18

„Bienenspäßchen“ bezieht sich auf ein lateinisches Gedicht des niederländischen Dichters Daniel Heinsius (1580-1655), in dem fast jede Zeile ein eigenes Metrum hat*. Es findet sich im Original und in der Übersetzung von Harry C. Schnur in der Reclamausgabe Lateinische Gedichte deutscher Humanisten…