Eine Figur verschwindet in ihrer Geschichte
Der Schriftsteller Felix Philipp Ingold erfindet sich in seinem neuen Roman noch einmal neu: als Pseudonym eines Journalisten, der nach Dokumenten zum Hitler-Stalin-Pakt forscht, aber die Literatur findet.
Der Schriftsteller Felix Philipp Ingold erfindet sich in seinem neuen Roman noch einmal neu: als Pseudonym eines Journalisten, der nach Dokumenten zum Hitler-Stalin-Pakt forscht, aber die Literatur findet.
Ende der zwanziger Jahre entwirft der Argentinier Roberto Arlt in seinem Roman «Die sieben Irren» eine Anatomie des Wahns. Mit kühler Präzision zeichnet er ein Bild des heraufkommenden Totalitarismus.
Was geschah 1913, als die Welt noch in Ordnung schien? Der deutsche Tausendsassa Florian Illies legt seinen zweiten Band zum Schicksalsjahr vor – und wechselt zugleich die Seite: Er ist als Verleger bei Rowohlt angekommen.
Ende der zwanziger Jahre entwirft der Argentinier Roberto Arlt in seinem Roman «Die sieben Irren» eine Anatomie des Wahns. Mit kühler Präzision zeichnet er ein Bild des heraufkommenden Totalitarismus.
Was geschah 1913, als die Welt noch in Ordnung schien? Der deutsche Tausendsassa Florian Illies legt seinen zweiten Band zum Schicksalsjahr vor – und wechselt zugleich die Seite: Er ist als Verleger bei Rowohlt angekommen.
Die deutsche Sprache ist wundervoll, aber es gibt Dinge, für die wir keine Worte haben. Ein formidables kleines Lexikon schafft hier Abhilfe.
Alle reden von Innovation. Doch was braucht es wirklich, um Freiräume zu schaffen für Unerwartetes? Eine Streitschrift des deutsch-österreichischen Autors Wolf Lotter liefert Antworten….
Wie eine Lebenskrise ins grotesk Banale verkleinert wird, kann man jetzt in Juli Zehs Roman «Neujahr» nachlesen.
Das junge Paar im Zentrum von Ayòbámi Adébáyòs Debütroman bringt alles mit, was für eine moderne Partnerschaft nötig ist. Aber es hat die Rechnung ohne den Faktor gemacht, der in der nigerianischen Gesellschaft das einzige Gütesiegel für eine Ehe ist.
Der britische Historiker Richard J. Evans hat ein voluminöses Werk über das «europäische Jahrhundert» verfasst. Was er über die Jahre 1815 bis 1914 schreibt, hilft nicht nur, die Geschichte besser zu verstehen….
Weit mehr als ein Jahrhundert nach Ibsen bastelt Matias Faldbakken einen psychologischen Guckkasten, eine Art Puppenheim der guten Gesellschaft mitten in Oslo. Das Nobelrestaurant «The Hills» mit seinen skurrilen Gästen ist ein Spiegel des im Niedergang befindlichen alten Kontinents.
Wer unter uns gestressten Zeitgenossen möchte das nicht: ein «Jahr der Ruhe und Entspannung». Liest man, wie Ottessa Moshfeghs Romanheldin an dieses Unterfangen herangeht, dann wird man sich’s zweimal überlegen.
1915 macht der Waadtländer Dirigent Ernest Ansermet den Schriftsteller C. F. Ramuz mit Igor Strawinsky bekannt….
Der Publizist Christoph von Marschall wünscht sich von der deutschen Aussenpolitik mehr Realismus und weniger Moralismus. Zudem müsse Deutschland die eigenen Interessen artikulieren und auch wahrnehmen.
Als Schriftsteller und Kriegsreporter hatte der Amerikaner Henry Beston sein Handwerk erlernt, als er sich 1925 ein Haus auf Cape Cod errichten liess. Seine Aufzeichnungen sind nun endlich auf Deutsch erschienen – und bestechen durch ihre Klarheit und Zurückhaltung.
Populismus wird gemeinhin als Phänomen gedeutet, das abgehängte Leute versammelt – Menschen, die sich in der globalisierten Welt nicht mehr daheim fühlen. Der Politikwissenschafter Philip Manow stellt diese Lesart infrage: In seinem Buch untersucht er, wie unterschiedliche Wirtschaftsmodelle die diversen Populismen prägen.
Von Rom lernen heisst leben lernen – und vielleicht auch sterben. In ihrem jüngsten, grossartigen Roman «Schattenspiel» steigt die estnische Erzählerin Viivi Luik in die Katakomben der römischen Geschichte hinab.
Was verbindet den heiligen Benedikt mit Kaiser Nero? Mehr, als man auf den ersten Blick annehmen würde. Der Historiker Arnold Esch führt in seinem neuen Buch, wie stark Landschaften von der Geschichte geprägt werden….
Die Schriften von Ludwig von Mises (1881–1973) sind von bedrückender Aktualität. Sie zeigen, warum es dem Staat zusehends gelingt, die freie Marktwirtschaft auszuhöhlen.
Mit digitalem Totalitarismus und langfristiger Planung durch die alles beherrschende Partei will China eine neue Welt- und Gesellschaftsordnung schaffen. Es ist also höchste Zeit, sich ernsthaft mit diesen Zielen zu befassen. Zwei neue Buchpublikationen helfen dabei….
Es gibt die One-Hit-Wonder: ein Song, ein Buch – und dann nichts mehr. Und es gibt jene, die sich vom frühen Erfolg nicht beeindrucken lassen und sich mit dem zweiten Buch gar übertreffen. Zwei Beispiele aus dem diesjährigen Bücherherbst….
Auch wer nicht an eine höhere Macht glaubt, kann ein guter Mensch sein: Das legt Denis Diderot in einem kleinen Dialog dar. Hans Magnus Enzensberger hat das Büchlein aus dem Jahr 1774 nun erstmals ins Deutsche übersetzt.
Ein einziger wahrer Gott oder viele austauschbare Götter? Man kann die Geschichte des Monotheismus auch als Mediengeschichte erzählen. Der Theologe Eckhard Nordhofen tut das virtuos….
Auch wer nicht an eine höhere Macht glaubt, kann ein guter Mensch sein: Das legt Denis Diderot in einem kleinen Dialog dar. Hans Magnus Enzensberger hat das Büchlein aus dem Jahr 1774 nun erstmals ins Deutsche übersetzt.
Neben seinem Erzählwerk hat der ungarische Schriftsteller Péter Nádas stets auch Essays verfasst, in denen er nie vordergründig politisch argumentiert, sondern ethnologisch, soziologisch, mythologisch, anthropologisch – und persönlich sowie erzählend. Eine klug komponierte Auswahl zeigt ihn auf der Höhe eines Könnens.