Johannes Bobrowski: Mein Dunkel ist schon gekommen
Vor hundert Jahren wurde im damals nordöstlichsten Winkel Deutschlands Johannes Bobrowski geboren. Als der Dichter 48-jährig starb, bot sein Werk vielen in Ostdeutschland Orientierung und Halt.
Vor hundert Jahren wurde im damals nordöstlichsten Winkel Deutschlands Johannes Bobrowski geboren. Als der Dichter 48-jährig starb, bot sein Werk vielen in Ostdeutschland Orientierung und Halt.
Die soziale Moderne hielt Verheissungen bereit, von denen die Lebensrealität zunehmend abweicht. Der Soziologe Oliver Nachtwey fragt, wie Menschen damit umgehen.
Wenn es um Menschen geht, schreibt er. Wenn es um Form und Farbe geht, malt er. Ein Besuch bei Silvio Blatter….
Eigentlich ist Afrika reich. Doch die vielen Bodenschätze sind ihm zum Fluch geworden und sind ein Grund für sein Malaise. Tom Burgis versucht, dem Phänomen auf den Grund zu gehen….
Heute ist die ehemalige Zwangserziehungsanstalt Aarburg ein Heim für «gefährdete Jugendliche», eines von mehreren. Als sie 1893 eröffnet wurde, galt sie als Pioniereinrichtung.
Sind heute alle Menschen, zumindest potenziell, Weltbürger? Dass es nicht ganz so einfach ist, zeigen zwei neue Bücher: eines von Seyla Benhabib und ein nachgelassenes Werk von Ulrich Beck.
Wir leben in einer Epoche allgemeiner Autorschaft, in der sogar das Buch des Lebens umgeschrieben wird.
Die Quantenphysik ist die grosse Schwester der Poesie. Beide erschaffen sie sich Modelle der Wirklichkeit und bringen damit eine neue, imaginäre Wirklichkeit hervor.
Øyvind Torseters Graphic Novel «Der siebente Bruder oder Das Herz im Marmeladenglas» schickt einen Helden mit grosser Nase auf grosse Mission: In der Märchenparodie muss er seine Brüder vor einem Troll retten.
In Kinder- und Jugendbüchern ist künstlerisches Schaffen ein wichtiger Topos. Denn der kreative Prozess kann ganz schön aufregend und herausfordernd sein.
Jens Raschke erzählt in seinem Monolog «Schlafen Fische?» über das Entsetzen, die Trauer und die Wut, die der Tod eines nahen Menschen auslöst. Das ist umso eindrücklicher, als er jedes Pathos vermeidet….
Zwischen erfundenem und wahrem Schrecken dringt Roman Ehrlich mit seinem grossartig klugen Roman in die Angstzonen des Daseins vor. Es ist ein Abenteuerroman in Zeiten vielfältiger Erschütterungen.
Jewgeni Jewtuschenko war der populärste Lyriker seiner Generation. Er lotete mit seinen Gedichten unentwegt die Grenzen des Sagbaren in der offiziellen Sowjetkultur aus, stellte das System als solches indes nie in Frage.
Die Jane-Austen-Gemeinde ist in heller Aufregung. Nicht nur hat ihr Idol zwei imaginäre Ehen geschlossen – es wird auch von politisch nicht eben koscheren Verehrern vereinnahmt.
Mit einer gekonnten Mischung aus realistischen und märchenhaft-symbolischen Elementen spiegelt der türkisch-kurdische Schriftsteller Yavuz Ekinci das Schicksal seines Volkes.
Vor drei Jahren hörten in Klagenfurt Jury und Publikum diesem Zauberlehrling der Sprache gebannt zu. Nun veröffentlicht Michael Fehr sein zweites Buch. Es sind Erzählungen, die eigentlich Musikstücke sind….
Eine Begegnung mit der italienischen Schriftstellerin Dacia Maraini ist eine Zeitreise quer durch das Jahrhundert. Sie scheut sich nicht, die Literatur noch heute ganz handfest in den Dienst ihrer Sache zu stellen.
Wissenschaftskabarett kommt beim Publikum an, deshalb versuchen sich immer mehr junge Forscher als Buchautoren. Das geht leider nicht immer gut.
1929 begannen Nationalsozialisten, in der Schweiz eine Parteizelle zu errichten. Die Behörden taten sich schwer damit – besonders, als 1936 der Landesgruppenleiter Wilhelm Gustloff ermordet wurde.
Der haitianische Romancier Lyonel Trouillot entwirft in schmalen Romanen dichte, facettenreiche Bilder seiner heimgesuchten Heimat. Sein neues Buch zeigt das schroffe Gefälle zwischen Arm und Reich.
Durch die «Ausschreibung» von SBB-Fernverkehrslinien versucht das Bundesamt für Verkehr, an der Politik vorbei Wettbewerb einzuführen. Hat es damit Erfolg, ist das schlecht für die «Metro Schweiz».
Zwei dänische Lyriker lenken den Blick auf eine Literatur, die hierzulande nur wenig bekannt ist. Wo Inger Christensen Weltschöpfung betreibt, erkundet Søren Ulrik Thomsen das Beiläufige des Alltags.
James Gordon Farrells «Singapur im Würgegriff» ist eine atemlose, höchst gegenwärtige Lektüre. Bevölkert ist der Roman mit einem so menschlich-sympathischen wie grotesken Personal.
In Zürich ist eine Canetti-Stiftung aus der Taufe gehoben worden. Ins Auge gefasst wird die Edition einer kritischen Gesamtausgabe des Werkes von Elias Canetti.