Feridun Zaimoglus Luther-Roman: Ein Wörtlein kann den Teufel fällen
Hat Luther auf der Wartburg wirklich die Bibel übersetzt? Ja, aber nicht nur. Feridun Zaimoglu weiss mehr….
Hat Luther auf der Wartburg wirklich die Bibel übersetzt? Ja, aber nicht nur. Feridun Zaimoglu weiss mehr….
Mit der ersten vollständigen Übersetzung von Luo Guanzhongs Monumentalepos aus dem 14. Jahrhundert wird der legendäre älteste Roman Chinas neu zugänglich. Er ist an Brutalismus kaum zu überbieten….
Lange galten «Die Fahnen», Miroslav Krležas in den Jahren zwischen 1912 bis 1922 spielender Monumentalroman, als unübersetzbar. Jetzt liegt das an Musil gemahnende Meisterwerk endlich übersetzt vor.
«Die Reise in den Westen» aus dem 16. Jahrhundert zählt zu den vier klassischen Romanen Chinas. Die Übersetzerin Eva Lüdi Kong verschafft der 1300-seitigen Geschichte einer Pilgerfahrt neuen Glanz….
Zwischen Natur und Kultur spanne sich eine Brücke, sagen Hartmut Böhme und Wolfgang Welsch: die Kunst.
In ihrem Romanerstling zeichnet Julia Weber eine Kleinfamilie, die mit viel Phantasie und Hartnäckigkeit das zerbrochene Idyll wiederherzustellen versucht.
Die Idee einer immer besser werdenden oder gar sich vollendenden Zukunft hat heute alles andere als Konjunktur. Der bosnische Schriftsteller Dževad Karahasan über die Utopien als Lebenselixier und als tödliches Gift
Was in Skandinavien immer populär geblieben ist, erlebt einen weltweiten Siegeszug: die nordische Mythologie. Dabei wollen Künstler die Götterschaft vom nazistischen Ruch befreien, der ihr anhaftet.
Der Schriftsteller Reto Hänny ist ein zauberhafter Verwandlungskünstler. Dass er schreiben würde, hat man ihm schon an der Wiege gesungen. Ein kleines Wunder ist es trotzdem….
Im Kalten Krieg rüstete sich die Schweiz mit allen Mitteln gegen den sowjetischen Totalitarismus. Thomas Buomberger hat nun eine detailreiche Studie über jene schrille Kultur der Bedrohung vorgelegt.
Was wir auf einer Reise suchen, ist nicht immer das, was wir finden. Dafür erwarten uns unverhoffte Begegnungen. In den Erzählungen von Eduardo Halfon erlebt man sie, auch wenn man zu Hause bleibt….
In seinem neuen Roman folgt Patrick Deville den abenteuerlichen Odysseen von Leo Trotzki. Er zeichnet ein vielfältiges Bild der Zeit und porträtiert den scheiternden Revolutionär.
Eine dunkle Stelle bei Platon ist einst von bedrängten Christen zur eigenen Verteidigung verwendet worden.
Wegen ihrer für eine prokurdische Zeitung verfassten Beiträge wurde die türkische Autorin Asli Erdogan 2016 inhaftiert. Eine Auswahl der eigenwilligen, poetischen Texte liegt nun auf Deutsch vor.
Der einen laufen die Möbel davon, die andere liebt ihre Käsereibe offenbar mehr als den Partner: Rivka Galchens Figuren stehen alle etwas schief im Leben, und das gibt den Storys ihren verqueren Reiz.
Der 1962 geborene ungarische Schriftsteller László Darvasi ist noch immer zu entdecken. Sein jüngster Novellenband «Wintermorgen» entführt den Leser in grausam-absurde Erzählwelten.
Sie schrieb das Buch zur Stunde – und wusste es nicht einmal: Die kamerunisch-amerikanische Autorin Imbolo Mbue berichtet über die Entstehung ihres ungewöhnlichen Immigranten-Romans.
Auf der Suche nach den Orten der Utopie treffen sich in Ascona Schriftsteller aus aller Welt – und finden vor allem Grenzen.
Der Schriftsteller Maxim Biller zahlt es den Literaturkritikern heim, dass sie seinen Roman «Biografie» angeblich verkannt haben. Er macht ihnen den Vorwurf, in antisemitischer Tradition zu argumentieren.
Vor hundert Jahren wurde im damals nordöstlichsten Winkel Deutschlands Johannes Bobrowski geboren. Als der Dichter 48-jährig starb, bot sein Werk vielen in Ostdeutschland Orientierung und Halt.
Die soziale Moderne hielt Verheissungen bereit, von denen die Lebensrealität zunehmend abweicht. Der Soziologe Oliver Nachtwey fragt, wie Menschen damit umgehen.
Wenn es um Menschen geht, schreibt er. Wenn es um Form und Farbe geht, malt er. Ein Besuch bei Silvio Blatter….
Eigentlich ist Afrika reich. Doch die vielen Bodenschätze sind ihm zum Fluch geworden und sind ein Grund für sein Malaise. Tom Burgis versucht, dem Phänomen auf den Grund zu gehen….
Sind heute alle Menschen, zumindest potenziell, Weltbürger? Dass es nicht ganz so einfach ist, zeigen zwei neue Bücher: eines von Seyla Benhabib und ein nachgelassenes Werk von Ulrich Beck.
Wir leben in einer Epoche allgemeiner Autorschaft, in der sogar das Buch des Lebens umgeschrieben wird.