Charles Linsmayer: Literarischer Notvorrat
Ohne Charles Linsmayer gäbe es einen grossen Teil der Schweizer Literatur nicht mehr. Seit vielen Jahren holt er Vergessenes und Verschollenes zurück ins Bewusstsein.
Ohne Charles Linsmayer gäbe es einen grossen Teil der Schweizer Literatur nicht mehr. Seit vielen Jahren holt er Vergessenes und Verschollenes zurück ins Bewusstsein.
365 Titel wurden eingereicht, 15 haben es auf die Shortlist des Leipziger Buchpreises geschafft. Darunter «Hagard »von Lukas Bärfuss – ein Buch, das noch gar nicht erschienen ist.
Mit Empathie erzählt ein neues Buch vom Hoffen und Scheitern der «Bauhaus-Stossbrigade Rot Front» im Moskau Stalins. Es kann aber die ausstehende architekturhistorische Forschung nicht ersetzen.
Lange galt Sayed Kashua als «Vorzeige-Araber» in Israel. Aber faktisch entfremdete er sich seinen Landsleuten, ohne bei den jüdischen Israeli anzukommen. Seine Texte leuchten dieses Zwischenreich aus….
Der nicaraguanische Dichter fühlt sich politisch verfolgt. Er überlegt deshalb, sein Heimatland zu verlassen.
Ein neuer Band der kritischen Rudolf-Steiner-Ausgabe zeigt Gedanken und Sprache eines Weisheitslehrers in ihrem Werden.
Als Fan und Promotorin ihrer Pippi-Bücher wurde die Berlinerin Louise Hartung nach 1953 zu einer engen Freundin Astrid Lindgrens. Diese wies ihre erotischen Avancen aber entschieden ab.
Achim Landwehrs «Die anwesende Abwesenheit der Vergangenheit» ist ein anregender, aber auch etwas ermüdender Essay zur Geschichtstheorie.
Der Versuch der Deutschen Nationalbibliothek, ihre Nutzer zur Ausleihe digitaler Ausgaben zu drängen, ist gescheitert. Statt Zwang soll nun Aufklärung helfen.
Der Schriftsteller und Pfarrer Kurt Marti ist am Samstag 96-jährig in Bern gestorben. Als Theologe wie auch als Dichter hat er mit Leidenschaft die aufklärerische Kraft des Wortes verteidigt.
Seit vierzig Jahren arbeitet Urs Faes konsequent an seinem literarischen Werk. Zum siebzigsten Geburtstag bündelt er die Motive seines Schreibens in einem vielstimmigen Buch.
Marcel Prousts Briefe bilden ein Paralleluniversum zu seinem Roman «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit». Mit einer prächtigen und repräsentativen Auswahl auf Deutsch kann man nun in diese Welt eintauchen.
Ellis Island war während Jahrzehnten Trauminsel und Schreckensort der Emigranten. Die Freiheitsstatue empfing die Einwanderer mit der leuchtenden Fackel. Aber die Behörden waren schon früher sehr wählerisch….
Jean Paul gehörte nicht zu den sesshaften Dichtern. Die Ruhelosigkeit war ihm zur zweiten Natur geworden. Nun folgt ein fabelhafter Atlas seinen Spuren kreuz und quer durch Deutschland….
Goethe schrieb den «Werther» in vier Wochen, Wolfgang Koeppen sass zwanzig Jahre lang über einem Buch: Wie funktioniert Schreiben?
Orient trifft Okzident – Ivo Andrićs monumentaler Epochenroman über das Schicksal des Balkanlandes erscheint in einer neuen Übersetzung.
Mit pädagogischem Furor hat Felix Philipp Ingold an dieser Stelle gegen die zeitgenössische Literatur polemisiert. Er ringt jedoch mit einem Phantom. Die literarische Sprache ist vielfältiger, als er es gern hätte….
Die Polemik von Felix Philipp Ingold gegen die angebliche Stillosigkeit heutiger Literatur ist völlig unnötig. Sie unterschlägt, dass Stil immer aus der Norm fällt.
Der Mann deckte krumme Geschäfte in seiner Bank. Als man ihm auf die Schliche kam, flüchtete er nach Marokko. Das neue Leben bleibt unvollendet….
Wie Wirtschaftswachstum und Kulturblüte im alten Hellas zusammenhingen: Das neue Buch von Josiah Ober «Das antike Griechenland. Eine neue Geschichte» rekonstruiert griechische Wirtschaftsgeschichte.
Das Literaturfestival holt auch dieses Frühjahr illustre Gäste an den Lago Maggiore: Mit dabei sind unter anderem die Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch und der Autor Christoph Ransmayr.
Seit er in den neunziger Jahren aus dem Land geekelt wurde, lebt der rumänisch-jüdische Autor Norman Manea im New Yorker Exil. Ein Gespräch über Literatur und Anerkennung, Heimat und Migration.
Der Blick Richtung Türkei stimmt wenig zuversichtlich. Trost findet man bei Oğuz Atays im Original 1972 erschienenem Roman, in dem Melancholie und Sprachlust sich ein tolles Stelldichein geben.
Der Schriftsteller Max Frisch schaute auf seinen jüngeren Kollegen Hermann Burger herab, im Übrigen beachtete er ihn wenig. Dennoch verbindet die beiden mehr, als man ahnt und sie sich selbst eingestehen mochten.
1969 aus dem Geist der undogmatischen Linken gegründet, hat Zweitausendeins glorreiche Zeiten erlebt. Zusätzlich zu Versandhandel und Verlag besass die Frankfurter Firma zeitweilig 14 eigene Läden.