Wirbel um Englands Lieblingsautorin: Miss Austen und ihre Bräutigame
Die Jane-Austen-Gemeinde ist in heller Aufregung. Nicht nur hat ihr Idol zwei imaginäre Ehen geschlossen – es wird auch von politisch nicht eben koscheren Verehrern vereinnahmt.
Die Jane-Austen-Gemeinde ist in heller Aufregung. Nicht nur hat ihr Idol zwei imaginäre Ehen geschlossen – es wird auch von politisch nicht eben koscheren Verehrern vereinnahmt.
Mit einer gekonnten Mischung aus realistischen und märchenhaft-symbolischen Elementen spiegelt der türkisch-kurdische Schriftsteller Yavuz Ekinci das Schicksal seines Volkes.
Vor drei Jahren hörten in Klagenfurt Jury und Publikum diesem Zauberlehrling der Sprache gebannt zu. Nun veröffentlicht Michael Fehr sein zweites Buch. Es sind Erzählungen, die eigentlich Musikstücke sind….
Eine Begegnung mit der italienischen Schriftstellerin Dacia Maraini ist eine Zeitreise quer durch das Jahrhundert. Sie scheut sich nicht, die Literatur noch heute ganz handfest in den Dienst ihrer Sache zu stellen.
Wissenschaftskabarett kommt beim Publikum an, deshalb versuchen sich immer mehr junge Forscher als Buchautoren. Das geht leider nicht immer gut.
1929 begannen Nationalsozialisten, in der Schweiz eine Parteizelle zu errichten. Die Behörden taten sich schwer damit – besonders, als 1936 der Landesgruppenleiter Wilhelm Gustloff ermordet wurde.
Der haitianische Romancier Lyonel Trouillot entwirft in schmalen Romanen dichte, facettenreiche Bilder seiner heimgesuchten Heimat. Sein neues Buch zeigt das schroffe Gefälle zwischen Arm und Reich.
Durch die «Ausschreibung» von SBB-Fernverkehrslinien versucht das Bundesamt für Verkehr, an der Politik vorbei Wettbewerb einzuführen. Hat es damit Erfolg, ist das schlecht für die «Metro Schweiz».
Zwei dänische Lyriker lenken den Blick auf eine Literatur, die hierzulande nur wenig bekannt ist. Wo Inger Christensen Weltschöpfung betreibt, erkundet Søren Ulrik Thomsen das Beiläufige des Alltags.
James Gordon Farrells «Singapur im Würgegriff» ist eine atemlose, höchst gegenwärtige Lektüre. Bevölkert ist der Roman mit einem so menschlich-sympathischen wie grotesken Personal.
In Zürich ist eine Canetti-Stiftung aus der Taufe gehoben worden. Ins Auge gefasst wird die Edition einer kritischen Gesamtausgabe des Werkes von Elias Canetti.
Wer sich als Kritiker mit Literatur auseinandersetzt, sollte bereit sein, sich mit Haut und Haar auf Werke einzulassen. Das Neue in seiner Andersheit zu erkennen, erfordert Spürsinn und Wachheit.
Neben Genauigkeit stehen Sehnsucht und Entsetzen am Anfang und auch wieder am Ende des kritischen Handwerks. Laudatio auf den Literaturkritiker Andreas Breitenstein, den diesjährigen Alfred-Kerr-Preisträger.
Takis Würger hat eine Mischung zwischen Thriller und Campus-Roman geschrieben. Die Rezeptur ist erfolgversprechend.
Die revidierte Einheitsübersetzung der Bibel weist Spuren des Zeitgeistes auf und ist nicht mehr ökumenisch. Sprachlich-stilistisch aber ist sie insgesamt verbessert.
In der Kategorie Belletristik geht der Preis der Leipziger Buchmesse an Natascha Wodin für ihren Roman «Sie kam aus Mariupol».
Vielleicht sei er doch ein Glückskind, sagt Martin Walser im Gespräch. Er tauge aber gewiss nicht zum Apokalyptiker. Und Stoff zum Schreiben hat der 90-Jährige in Hülle und Fülle….
Die Städte in Afrika changieren zwischen Pseudo-Urbanität und Ländlichkeit. Das wirkt absurd, könnte aber zukunftsweisend sein. In seinem letzten Buch fährt Al Imfeld die Ernte aus Jahrzehnten Afrika-Erfahrung ein….
Das letzte Buch des Neuen Testaments, die «Offenbarung» oder «Apokalypse» des Johannes, ist eine ausnehmend bildkräftige Schrift – zwei Neuerscheinungen stellen dies unter Beweis.
Der französische Romancier Mathias Enard erhält in diesem Jahr den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. In Zeiten des Hasses gemahnt er an die alte Sehnsucht des Okzidents nach dem Orient.
Der letzte erschien vor achtzehn Jahren. Nun hat Daniel Pennac wieder einen Kriminalroman geschrieben. Nicht nur der Autor ist gealtert, auch seineFiguren….
Hisham Matar ist der Sohn eines libyschen Oppositionellen, der 1990 in Ghadhafis Kerkern verschwand. Sein neues Buch lotet den Abgrund aus, den dieser Verlust ins eigene Leben riss.
Das Schreiben ist in letzter Zeit in Verruf geraten. Ein Gegenmittel gibt es, schreibt der österreichische Schriftsteller Thomas Stangl in seinem Essay.