Juan S. Guses Roman «Lärm und Wälder»: Wie an dünnen Seilen
In seinem Debütroman entwickelt Juan S. Guse eine kunstvoll zwischen Realismus und Zukunftsentwurf changierende Szenerie.
In seinem Debütroman entwickelt Juan S. Guse eine kunstvoll zwischen Realismus und Zukunftsentwurf changierende Szenerie.
«Heisei» heisst in Japan die Zeit der grossen Erschöpfung nach dem Platzen der Wirtschaftsblase seit Ende der achtziger Jahre. Sie hat eine eigentümlich extreme Literatur hervorgebracht.
Sinaida Hippius war eine der begabtesten und faszinierendsten Dichterinnen des russischen Symbolismus. Als die Revolution über Petersburg hereinbrach, war das für sie ein Weltuntergang.
Siebzigjährig ist die Protagonistin von Ana Langs Roman. Doch noch immer lodert in der einstigen Schauspielerin das Verlangen nach Leben und Liebe.
László Garaczi ist bekannt für schräge Romane und Erzählungen. Dem ungarischen Wortkünstler ist mit «MetaXa» – einmal mehr – ein literarisches Glanzstück gelungen.
F. Scott Fitzgeralds Bericht von einer Autofahrt nach Alabama gehört nicht zu den Glanzstücken im OEuvre des «Gatsby»-Autors. Er vermittelt aber doch zeitgeschichtliche und biografische Eindrücke….
Dem Lega-Bürgermeister der drittgrössten Stadt des Veneto passt die beliebte «Fiera delle Parole» nicht. Jetzt hat er den Vorzeige-Intellektuellen Vittorio Sgarbi als Programmgestalter angestellt.
Der australische Historiker Nicholas Stargardt hat ein bemerkenswertes Buch über die Mentalität der Deutschen geschrieben, die auch dann nicht aufgaben, als der Zweite Weltkrieg bereits verloren war.
Trüffelsuche braucht keine unschuldige Aktivität zu sein. Im packenden Roman des Spaniers Javier Sebastián gräbt man nicht nur nach den wertvollen Knollen, sondern auch nach verscharrter Historie.
Auf zwölf Bände war Peter Kurzecks Erinnerungsepos «Das alte Jahrhundert» angelegt. Bei seinem Tod 2013 waren erst fünf Bände erschienen. Aus dem Nachlass kommt nun ein weiterer Band heraus….
Der Ethnologe Hans Peter Duerr sammelt in seinem neuesten Buch Beschreibungen von Nahtoderfahrungen, spendet aber keinen Trost.
Es gibt wenige deutsch-jüdische Schriftsteller, die in Südamerika gewirkt haben. Neben Stefan Zweig, den er noch kannte, war einer von ihnen der 1923 in Fürth geborene Robert Schopflocher.
Daniel de Roulet bei den Hottinger Literaturgesprächen.
Briefe, die Siegfried Kracauer mit Hans Blumenberg und Hans Robert Jauss wechselte, gewähren Einblicke in die jüngere Geistesgeschichte und in die Forschungsgruppe «Poetik und Hermeneutik».
Ein junger Maler, eine schöne Frau, der distinguierte Herr, der nur scheinbar ihr Partner ist – diese Figuren schickt der Romancier Paul Theroux in einen Irrgarten der Intrigen und Leidenschaften.
In seiner späteren, überarbeiteten Fassung gehört William Wordsworths «Prelude» zu den literarischen Ecksteinen der englischen Romantik. Erstmals liegt nun die Urfassung in deutscher Übersetzung vor.
Die französische Schriftstellerin Edmonde Charles-Roux hatte ein turbulentes Leben und machte eine erstaunliche Karriere. Nun ist sie 95-jährig gestorben.
Der Schriftsteller Tilman Rammstedt hat mit seinem Verleger einen Teufelspakt geschlossen: Täglich veröffentlicht er im Netz ein Kapitel seines entstehenden Romans.
Das Reformationsjubiläum 2017 wirft seine «Schatten» voraus – so auch eine vierbändige Auswahl aus den Schriften Martin Luthers, kundig kommentiert und ansprechend präsentiert.
Der russische Historiker Oleg Chlewnjuk hat eine Stalin-Biografie vorgelegt; sie bietet punktuell neue Erkenntnisse über das Leben des Sowjetdiktators.
Ville Rose heisst die fiktive Stadt, in der Edwidge Danticats Roman handelt – auch wenn die meisten Figuren eher auf Dornen gebettet sind. Dennoch geben sie der Trauer und Resignation nicht statt.
Die Studienjahre in Deutschland schlugen sich in seinem zweiten Roman nieder, «Der Erlkönig», für den er den Goncourt-Preis bekam – und einiges an Kritik. Nun ist Michel Tournier 91-jährig gestorben.
Ein Buch beschäftigt sich erstmals mit Perspektiven für die Interpretation der Werke von Gustav Mahler im 21. Jahrhundert. Eine umfassend historisch informierte Rezeption scheint dringend geboten….
Armin Senser buchstabiert in seinem neuen Gedichtband die Liebe und das Leben und versucht Ordnung zu bringen in eine Welt, die jede Ordnung verloren hat.
Mittlerweile zaudert man fast, Julian Barnes als britischen Romancier und Essayisten zu bezeichnen – denn seine jüngste Aufsatzsammlung weist einmal mehr die enge Bindung des Autors an Frankreich aus.