25 Jahre Schweizerisches Literaturarchiv: Im kalten Himmelreich der Kartonschachteln
Das Literaturarchiv sei eine Schenkung Friedrich Dürrenmatts, besagt dessen Gründungsmythos. An seinem Anfang indes stand eine listige Verschwörung.
Das Literaturarchiv sei eine Schenkung Friedrich Dürrenmatts, besagt dessen Gründungsmythos. An seinem Anfang indes stand eine listige Verschwörung.
Der Erwerb literarischer Nachlässe erfordert Geschick im Verhandeln und im Umgang mit Autorinnen und Autoren. Manchmal gesellt sich auch das Glück der Tüchtigen hinzu.
Die Leidenschaft für das Sammeln war dem Schweden Richard Swartz durch die Grossmutter in die Wiege gelegt. Nun hat er über die vergängliche Welt der Dinge ein liebevoll-ironisches Buch verfasst.
Der irischstämmige Autor James Hanley zeigt in seinem Roman eine prekäre Notgemeinschaft von Männern auf hoher See. Nur einer bringt die innere Kraft auf, ums gemeinsame Überleben zu kämpfen.
Eine Ausstellung von Studenten, die die Geschichte ihres eigenen Instituts erforschen: Im Zentrum stehen die Jahre 1965–71, als Peter Szondi in Berlin die Komparatistik neu aufbaute.
In der Zeitung findet Luzie die Todesanzeige ihrer Oma, doch diese ist seit zehn Jahren tot. Und was ist mit ihrem Vater? Nun sucht Luzie nach Wahrheiten, vor denen ihre Mutter sie schützen wollte….
«All the children love the game. Except for Paul, who is the ball.» Beim Erfinden der englischen Sprüche hat eine vierten Klasse geholfen….
Der Schriftsteller Heinz Helle entwirft in seinem neuen Roman ein postapokalyptisches Szenario von aufwühlender Schärfe.
Aus der Vielzahl der neueren Luther-Bücher ragt eines heraus. Vorgelegt hat es kürzlich der evangelische Theologe und eminente Kirchenhistoriker Reinhard Schwarz.
Den grössten Hecht zu fangen, ist nicht leicht. Sein Opa möchte unbedingt den Angelwettbewerb gewinnen, doch dies konfrontiert Kaspar mit existenziellen Fragen, etwa der nach Lüge und Wahrheit.
Ein dunkelhäutiges Kindergartenkind wird von Jugendlichen «entlaust» – die Gewalt bekommt man nur durch die Wände mit. Ein Buch, das zur Diskussion über Rassismus und Gewalt aufruft.
Die 18-jährige Madeline hat mehrere Handicaps: Sie ist Halbwaise, krank und einsam. Doch dann verliebt sie sich in den neuen Nachbarsjungen – und alles ist anders.
Der Stäfner Maler Johannes Kölla ist eine Wiederentdeckung wert – das zeigt jetzt eine neue Publikation aus der Feder eines Nachfahren.
Die in den USA lebende Yiyun Li ist eine der faszinierendsten Stimmen der chinesischen Exilliteratur. In ihrem jüngsten Roman zeichnet sie das düstere Bild der verlorenen Generation der Nach-89er.
Paris, der Ort des Exils, und Jakarta in einer Zeit des Umbruchs – das sind die Fixpunkte in Leila Chudoris Roman. Der Angelpunkt, der sie verbindet, ist Suhartos blutige Machtergreifung im Jahr 1965.
Drago Jančars neuer Roman ist eine Collage. Er setzt das Schicksal eines 1944 von den kommunistischen Partisanen «liquidierten» Industriellenpaares aus der Perspektive von fünf Vertrauten zusammen.
Die Geschichte der deutschen Siebenbürger im Zweiten Weltkrieg ist kompliziert, und vertrackt kommt Ursula Ackrills Roman darüber auf allen Ebenen daher. Dennoch hat das Buch seinen Reiz.
Die Schriftstellerin und Übersetzerin Ilma Rakusa wird am 2. Januar 70 Jahre alt. Ihre aus Ungarn stammende Kollegin Terézia Mora erzählt, wo und wie sie Ilma Rakusa ins Herz geschlossen hat….
Als Autor und Regisseur hat Heiner Müller (1929–1995) das deutsche Theater revolutioniert. Was bleibt von seinem Schaffen zwanzig Jahre nach seinem Tod?
«Es ist wieder da», titelte eine deutsche Boulevardzeitung. Gemeint ist Adolf Hitlers Machwerk «Mein Kampf», das im Januar in umfangreich kommentierter wissenschaftlicher Edition veröffentlicht wird.
Michail Prischwin (1873–1954) leistet in seinem Roman ein grosses und unabgeschlossenes Nachdenken über Russland. Geschildert wird der Schock der Land-Kollektivierung nach der Revolution von 1917.
Rechtsgeschichte lässt sich auch in Geschichten erzählen. Michael Stolleis hat eine ganze Reihe solcher Geschichten in einem ebenso vergnüglich zu lesenden wie erkenntnisförderlichen Band versammelt.
Im Vergleich zum deutschen Buchmarkt ist der angelsächsische power, wenn es um übersetzte Literatur geht. Die Translation Database verfolgt seit acht Jahren, was sich diesbezüglich in den USA tut.
Autoren sind seltsame Wesen. Da will die deutsche Politik ihre wirtschaftliche Lage verbessern, doch kaum liegt ein Referentenentwurf zur Neufassung des Urheberrechts vor, hebt ein Wehklagen an.
Zürich, Anfang des 16. Jahrhunderts: Anna Zollinger flieht aus dem Kloster und kämpft um ihr Leben. Piero Schäfers Roman «Piratinnen» zeichnet ein überraschendes Bild der Zeit vor der Reformation….