Jakob Augstein hat einen Roman geschrieben. Kein Zufall, geht es dabei um Vaterrollen
Der Verleger und Erbe wird zum Schriftsteller. Er tritt damit in sehr grosse Fussstapfen – diejenigen Martin Walsers.
Der Verleger und Erbe wird zum Schriftsteller. Er tritt damit in sehr grosse Fussstapfen – diejenigen Martin Walsers.
Die dreisten Wahlfälschungen, die sich Alexander Lukaschenko 2020 erlaubte, überstiegen alles Bisherige. Massenproteste waren die Folge, die mit Gewalt erstickt wurden. Artur Klinau beschreibt die Dinge präzis und erzählt, was die Verhaftung seiner Tochter nach sich zog….
Der Einbruch der Gewalt, des Grauens und mitunter auch des Wunders in eine geschlossene Welt ist Thema aller Bücher des ungarischen Autors. Das ist auch im neuen Werk nicht anders.
Das vielschlafende Tier galt lange als Inbegriff der Sünde. Hohn und Hass musste es über sich ergehen lassen, ehe es zum Liebling der Moderne avancierte: Das zeigt eine schöne kleine Kulturgeschichte.
Ausserdem freundet sich Martin Suter mit Bastian Schweinsteiger an, Yasmina Reza nimmt uns auf einen Familienausflug nach Auschwitz mit, und Volker Reinhardt sagt, ob sich Voltaire heute impfen liesse.
Aus Protest gegen die Niederschlagung der Tiananmen-Proteste verliess Bei Dao 1989 seine Heimat. Mittlerweile ist er nach Peking zurückgekehrt. In der bitteren Besinnung darauf, was war, kommt er auf seine Rolle als Einpeitscher bei der Kulturrevolution zu sprechen….
Vor sechzig Jahren analysierte Jürgen Habermas den Strukturwandel der Öffentlichkeit. Nun nimmt der Doyen der politischen Philosophie die neuen Medien in den Blick.
Seit dem 18. Jahrhundert erinnern die Blutsauger den Menschen an die Grenzen der Vernunft – und an den Tod. Das befindet der Kulturwissenschafter Andreas Puff-Trojan in einem Essay….
Der Historiker Volker Reinhardt hat eine grosse Biografie über Voltaire geschrieben. Im Gespräch sagt er, was wir vom radikalen Provokateur der Aufklärung lernen können.
Liao Yiwu wagt sich an das heikelste aller Gegenwartsthemen: Woher genau stammt Sars-CoV-2? In seinem neuen Roman betätigt er sich als Dokumentarist, Archivar und Ankläger. Herausgekommen ist ein stilistisch hybrides Buch von unbändiger Kraft und schrägem Witz….
Der Schweizer Bestsellerautor Martin Suter hat versucht, Bastian Schweinsteigers Leben als Fussballer in Literatur zu verwandeln – und ist gescheitert.
Sechs Jahre nach ihrem ersten Roman veröffentlicht die junge Schriftstellerin ihren Zweitling: eine Mischung aus Slapstick, Höllentrip und beinharter Lebensschule.
Die französische Schriftstellerin demontiert das Pathos der Erinnerungskultur. Aber wozu eigentlich?
Die Journalistin Monika Bolliger stellt die Hafenstadt ins Zentrum eines Buches, das eindrücklich zeigt, wie die konfliktreiche Geschichte der Region die Gesellschaft bis heute prägt – und allzu oft spaltet und lähmt.
Gemessen an der Bevölkerung ist er der viertgrösste Kanton des Landes. Aber für viele ist der Aargau ein Unbekannter. Eine neue Kantonsgeschichte stellt ihn jetzt in allen möglichen – und einigen überraschenden – Facetten vor….
Fortschrittsglaube und Rationalismus waren Jean-Jacques Rousseau suspekt. Die Ideen des Genfers sind heute aktueller denn je: Das zeigt eine neue Rousseau-Biografie genauso wie ein Buch, das die Aufklärung fürs Öko-Zeitalter frisch beleben will.
Von Fabio Pusterla und dem vor bald einem Jahr verstorbenen Philippe Jaccottet sind neue Gedichtbände erschienen. Fast scheint es, als seien die beide Freunde in ein imaginäres Gespräch vertieft.
Ob es um die Vorherrschaft in der Arktis geht oder um Einflussnahme in Ostasien: Das Meer spielt in heutigen geopolitischen Konstellationen eine zentrale Rolle. Eine «Weltgeschichte der Ozeane» kommt da wie gerufen.
Der 2020 verstorbene Anthropologe David Graeber und der Archäologe David Wengrow zeigen in einem aufregenden Wälzer, dass die letzten zehntausend Jahre auch ganz anders hätten verlaufen können.
So zart hat Michel Houellebecq noch nie geschrieben. Sein Politthriller zum französischen Wahlkampf von 2027 ist eine Attrappe, die sich über 600 Seiten in der Bedeutungslosigkeit verliert. Am Ende steht nur noch das Drama der eigenen Vergänglichkeit….
Von traumatischen Erfahrungen erzählt Andrea Scrima in ihrem Roman. Und davon, wie man davon nicht wegkommt, auch wenn man von zu Hause weggeht.
Wir geben den Dingen ihr Mass. Aber wir nehmen das Mass für uns an den Dingen. Wir brauchen das Mass, auch wenn wir es sprengen wollen….
Dass man sich in Frankreich nicht mehr zu Hause fühle: Darüber haben zu Beginn des 19. Jahrhundert die berühmtesten Gegenrevolutionäre geklagt. Zemmours Ideologie ist in vielem von ihnen inspiriert….
Mia Couto ist Journalist, Unternehmer, Professor, Nobelpreiskandidat – und einer der grossen Erzähler der portugiesischsprachigen Welt. Das alles aus der Perspektive Moçambiques.
Hätte es den Krieg nicht gegeben, man würde Zofia Nalkowska als elegante und erfolgreiche Grande Dame der polnischen Literatur der dreissiger Jahre kennen. Doch der Horror der Zeit öffnete ihr die Augen für die Notwendigkeit und die Kunst von Zeugenschaft …