Sätze, die man nie vergisst: Was geschieht, wenn aus Sprache Literatur wird – und warum sich Schlangen auch einmal im Wolfspelz räkeln dürfen
Was guter Stil ist, kann niemand genau definieren. Aber keiner beschreibt es so schön wie Michael Maar.
Was guter Stil ist, kann niemand genau definieren. Aber keiner beschreibt es so schön wie Michael Maar.
Ein neuer Band handelt vom Pinochet-Putsch 1973: einem Schlüsselmoment von Roberto Bolaños legendenumwobenem Leben.
Als Schulinspektor hat Jean-Pierre Obin die Verbreitung islamistischer Denkmuster in Frankreich jahrzehntelang mitverfolgt. Sein neustes Buch ist eine Warnung an alle, die dieses Problem lieber leugnen und verdrängen.
Thomas Bernhard strafte sein Umfeld mit literarischer Vernichtung. Das neue Buch seines Halbbruders zahlt es ihm heim. Indem es sich dem Grobian auf zarteste Weise zuwendet….
Wie kam die Nachricht von der Eroberung Konstantinopels 1453 nach Venedig? Was hiess es, auf einfachen Saumwegen die Alpen zu überqueren? Der Historiker Arnold Esch verortet die Geschichte des römischen Reichs in den Landschaften seiner Provinzen….
Die radikale Offenheit des Geistes hat der Aufklärungsphilosoph in die seltene Kunst des intensiven Erlebens verwandelt. Das macht ihn zum Helden der besonderen Art. Der Romanist Hans Ulrich Gumbrecht legt frei, warum die Zeit für Diderot eben erst angebrochen ist….
Die Schweiz gilt als Land von Konsens und Kompromiss. Doch ihre Geschichte ist durchzogen von Kämpfen und Protest.
Manche Dichter schwärmen gerne, und am liebsten von Feld und Wiese und Wald. Die Lyrikerin Barbara Köhler blieb da, ganz bewusst, ziemlich nüchtern. Ein Nachruf….
Der Norweger Matias Faldbakken hat früh mit seinen spektakulären Büchern auf sich aufmerksam gemacht. Sein jüngstes Werk erweist sich als ein wundersames Gemisch aus Science-Fiction-Schauergeschichte und Dorfroman.
1971 war für die Frauen einiges gewonnen, doch in vielen Bereichen ging das Ringen um Gleichstellung weiter: Sieben Historikerinnen lassen die letzten fünfzig Jahre Frauenbewegung in der Schweiz Revue passieren.
Mit Neugier und Lust pflügt Anne Carson den Kanon der westlichen Bildung um. Eine nun auf Deutsch erschienene Sammlung früher Texte bietet einen idealen Einstieg ins Schaffen der kanadischen Dichterin.
In der Architektur können Träume – auch die schlimmsten – wahr werden. Besonders, wenn die Literatur als Bauherrin auftritt.
Der sizilianische Schriftsteller war ein Kämpfer für den Humanismus. Sein Vorbild war ein Augustinermönch, der auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war.
Das Morden bei der Teilung des Subkontinents ist bis heute Indiens vergiftetes Erbe. Annie Zaidis Roman zeigt ohne Effekthascherei, wie tief es die Psyche der Menschen durchdringt.
Aus einer hochbegabten kleinen Tänzerin wird ein grosser Weltstar, der sich für die Freiheitsrechte der Schwarzen einsetzt. Josephine Bakers erstaunliches Leben ist ein Mythos, von dem sich ihre Biografin öfters blenden lässt.
Sie war die erste Philosophin auf einem Lehrstuhl in Basel. Aber die Zwänge der Akademie hat Annemarie Pieper mit 60 Jahren hinter sich gelassen, um unter die Leute zu gehen. Jetzt wird sie 80 und gibt den Lesern neue Denkanstösse….
Die Philosophien Judith Butler denkt über Gewaltlosigkeit nach und entwirft ein radikaldemokratisches Gesellschaftsmodell. Das geht nicht ohne Kurzschlüsse ab.
Ein deutscher Mathematiker und ein indischer Astronom stranden auf einem verlassenen Eiland und werden da zu tragikomischen Helden ihrer Wissenschaften.
Alfred Brendel und Peter Gülke führen vor, wie lehrreich reflektierende Musiker um das Für und Wider einer Interpretation ringen können – ein besonderes Präsent zu Brendels 90. Geburtstag am 5. Januar….
Olga Tokarczuk hat ihr furchterregendes erstes, durch die Corona-Pandemie arg durcheinandergewirbeltes Nobelpreisjahr mit souveräner Eleganz bestritten. Dabei hat die polnische Autorin das literarische Schreiben keineswegs vernachlässigt.
Fünf begeisterte Leserinnen und Leser haben ihre persönlichen Vorlieben zum Massstab gemacht und präsentieren ihren Kanon der Schweizer Literatur. Darüber darf man jetzt streiten.
Auf ganz unterschiedlichen Wegen versuchen Sigrid Nunez und Benjamin Moser, den Menschen hinter dem Mythos Susan Sontag zu fassen. Sie gehen dabei nicht zimperlich vor.
War Jesus Christus Mensch oder Gott? Oder ein Trugbild, dem kein Wesen entsprach? Die frühen Christen stritten sich über die wahre Natur des Erlösers….
Marcel Beyer hat seinem früh verstorbenen Kollegen mit einer Werkausgabe ein postumes Monument errichtet. Es zeigt Thomas Kling als Dichter, der alles, was klassisches Dichtersein ist, vom Sockel stossen wollte.