«Der Drang nach Authentizität ist zu einer Ideologie geworden», sagt Tom McCarthy
Der britische Bestseller-Autor Tom McCarthy spricht über den Büchermarkt, die Political Correctness und das falsche Streben nach Authentizität.
Der britische Bestseller-Autor Tom McCarthy spricht über den Büchermarkt, die Political Correctness und das falsche Streben nach Authentizität.
Liest man ihre Literatur, scheinen die Norweger ein niederschmetterndes Dasein zu führen. Wohin man schaut: Unglück und Melancholie, gebrochen nur mit Poesie und Ironie. Indes kommt der Wille, die Nachtseiten der Existenz zu erkunden, als grosse Kunst daher….
Keiner weiss das Hohelied der Nostalgie unsentimentaler und nüchterner zu singen als der Bündner Schriftsteller. Nun lässt er die Schule im Dorf untergehen.
Liest man ihre Literatur, scheinen die Norweger ein niederschmetterndes Dasein zu führen. Wohin man schaut: Unglück und Melancholie, gebrochen nur mit Poesie und Ironie. Indes kommt der Wille, die Nachtseiten der Existenz zu erkunden, als grosse Kunst daher….
Er wanderte nackt in Flüssen und nutzte seinen Hut als Botanisiertrommel, weil die vom «Kopf aufsteigenden Dämpfe» die Blumen so schön konservierten. Henry David Thoreau forderte den Primat der Natur, ohne sich der Moderne zu verweigern, und sein rebellischer Geist …
Die Schriftstellerin Ilma Rakusa unternimmt eine Erinnerungsreise und ordnet ihr Leben nach einem Wörterverzeichnis.
Nun ja, Steine knabbern oder Erde mampfen muss nicht sein. Aber Wald und Wiese bieten wesentlich mehr Geniessbares, als die meisten wissen. Der Brite John Lewis-Stempel hat dies auf die harte Tour gelernt: Ein Jahr lang lebte er nur von …
Die Naturwissenschafterin Rachel Carson wusste ein weit über Fachkreise hinausgehendes Publikum anzusprechen. Das kam ihrer 1963 erschienenen Studie über die verheerenden Auswirkungen des Pestizids DDT zugute – und trug ihr grimmige Attacken der chemischen Industrie ein. Ihr Buch «Der stumme Frühling» …
Über die sechziger Jahre und die Helden ihrer Revolten weiss man Bescheid. Doch es gab auch Opfer. Davon erzählt Alain Claude Sulzer in seinem neuen Roman….
Führt die Internet-Wirtschaft zu einem Wohlstand für alle, so wie dies die Soziale Marktwirtschaft schon vor Jahrzehnten tat? Achim Wambach und Hans Christian Müller bejahen die Frage, fordern aber ein Update für die Soziale Marktwirtschaft.
Martin Aust seziert die langen Schatten des sowjetischen Imperiums. Dessen Erbe wird noch Generationen beschäftigen. Gerade deshalb mahnt Horst Teltschik, neue Brücken im Verhältnis zu Russland zu bauen….
Das «Restfell», das wir auf den Kopf tragen, erinnert an unser tierisches Erbe – es zieht uns an und stösst uns zugleich ab. Gerhard Staguhn bringt uns das Haar in seiner kleinen Kulturgeschichte näher.
Immer wird alles besser, das gilt vor allem für die intelligenten Maschinen. Was das für den Menschen heisst, beleuchtet Emma Braslavsky in einem klugen Roman.
Es ist ein später Rückblick auf eine rastlose und oft unglückliche Zeit: die jeweils nur wenige Seiten langen Prosaskizzen, in denen die Amerikanerin Lucia Berlin ihre ersten dreissig Lebensjahre fixiert. Mit Bildern und einer Auswahl von Briefen ergänzt, bietet der …
Siege und Helden, darüber redet jedes Land gerne. Militärische Rückzüge dagegen werden eher verschwiegen – dabei gäbe es gerade über sie sehr viel zu sagen. Das zeigt eine kleine Skizze des Historikers Wolfgang Schivelbusch….
Die Stadt Västeras hat die beiden grossen schwedischen Dichter Tomas Tranströmer und Lars Gustafsson verbunden, aber auch eine tiefe Freundschaft, die selbst ein Nobelpreis nicht trüben konnte. Beide besassen sie das poetische Genie, in ihrem Schreiben die Nebel des Daseins …
Unterschiedlicher könnten die Protagonisten von Richard Wrights «Native Son» und Ralph Ellisons «Invisible Man» kaum sein. Aber die beiden Schriftsteller verbindet vieles – und auch für die genannten Werke gibt es einen gemeinsamen Nenner: Sie sind Marksteine der afroamerikanischen Literatur.
Wer sind denn die Verrückten, und wer ist normal? Simone Lappert stellt in ihrem Roman verstörende Fragen.
Es ist ganz leicht und zugleich unendlich schwierig. Birgit Schmid denkt über das nach, was wir Liebe nennen und was uns manchmal so schwerfällt.
Raketen gegen Gewitter, Hydrotechnik gegen Flüsse: Lange Zeit setzte der Mensch grobes Geschütz ein, um sich gegen die bedrohliche Natur zu wappnen. Inzwischen wird die frühere Feindin geschützt und gehegt. Der Historiker Nicolai Hannig beschreibt einen grossen Wandel – und viele …
Der «modische Schuh» für die Masse kam in der Schweiz nach dem Ersten Weltkrieg auf. Die Medizin sah darin bald eine Bedrohung für die Volksgesundheit, wie der Historiker Roman Wild zeigt.
Nik Gowing und Chris Langdon sind mit einer Befragung von Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung der Frage nachgegangen, wie in einer Welt eines immer schnelleren Wandels noch Führung möglich ist.
Der Konflikt zwischen Israeli und Palästinensern tritt seit Jahren auf der Stelle. Vielleicht ist es nurmehr die Literatur, die ihm neue Dimensionen und Geschichten abgewinnen kann – das versucht auch Nathan Englander in seinem neuen, manchmal skurrilen und manchmal bestürzenden Roman.
Kuscheln kann auch eine Wissenschaft sein: Rebecca Böhme erklärt, warum Berührungen lebenswichtig sind für uns. Trotz Touchscreen- und #MeToo.
Für ihr letztes Werk hat die im Juli verstorbene Schriftstellerin eine offene, freie Form gewählt. Die lose ineinander verschränkten «Romangeschichten» sind ein Vexierbild des Lebens, in dem Seligkeit oft am Rand des Abgrunds steht, Fürsorglichkeit ihre Zähne zeigt und die …