BÜCHERSCHAU DES TAGES: Sie tragen Schulterpolster
Macht „West Wing“ menschenfreundlich und „House of Cards“ zynisch? Und was passiert bei „Borgen“? Die SZ liest bei Niko Switek nach, wie „Politik in Fernsehsieren“ unser Weltbild beeinflusst….
Macht „West Wing“ menschenfreundlich und „House of Cards“ zynisch? Und was passiert bei „Borgen“? Die SZ liest bei Niko Switek nach, wie „Politik in Fernsehsieren“ unser Weltbild beeinflusst….
Von Diebinnen und Prostituierten. Die NZZ liest den Roman „Der Ausbruch“ der einst von Simone de Beauvoir protegierten Autorin Albertine Sarrazin als Offenbarung. Überhaupt spürt man in der Luft den beginnenden Bücherherbst: Michael Ondaatjes „Kriegslicht“ ist einer der Romane der …
Kühn, klug und beklemmend findet die NZZ Maxim Billers neuen Roman über Familiengeheimnisse zwischen Antisemitismus und Totalitarismus. Die SZ streift mit dem Autoren-Duo Heerma van Voss durch die finstersten Ecken von New Orleans und wird „Zeuge des Spiels“. Die …
Die SZ singt ein Loblied auf Steffen Menschings biografischen Roman über den Graphologen Rafael Schermann, der in die Zukunft blicken konnte, seine Zeit im Straflager aber wohl nicht vorhersah. Die FAZ begibt sich mit Karan Mahajan in die „Gesellschaft …
Esta ist Heilerin und Priesterin. „‚Die Frau ist wie eine Palme, die Wein gibt‘, sagten die Priesterinnen des Ko’ô, ‚und der Mann die Liane, die ihn fermentiert, die Liane hat der Palme nichts zu befehlen.'“ Von Esta erzählt …
Esta ist Heilerin und Priesterin. „‚Die Frau ist wie eine Palme, die Wein gibt‘, sagten die Priesterinnen des Ko’ô, ‚und der Mann die Liane, die ihn fermentiert, die Liane hat der Palme nichts zu befehlen.'“ Von Esta erzählt …
Die SZ emfpiehlt Manuela Lenzens unaufgeregt-informiert Band „Künstliche Intelligenz“, der mehr Fragen als starke Thesen aufwirft. In David Lynchs Autobiografie „Traumwelten“ sucht sie nach den tieferen Sinnschichten seiner Filme. Die taz lernt von Emma Steel, wie arrogant, aber uncool …
Julia von Lucadou springt mit einem glänzenden Satz in eine eiskalte Dystopie, Gaito Gasdanow reiht Schicksals-Skizzen kleiner Leute im Paris der Zwischenkriegsjahre aneinander, Lisa Halliday erzählt weit mehr als die Geschichte ihrer Affäre mit Philip Roth. Madeleine Albright, …
Die FR lernt von David Christians „Big History“ die ewigen Kräfte der Universalgeschichte kennen. Die SZ begibt sich mit Paolo Rumiz auf eine Reise durch Norditalien entlang des Pos. Von Wendy Brown lernt sie, Mauern als „geopolitische Theaterinszenierung“ zu begreifen….
Art Brut in Kochel und Zürich, Kartenspiel mit Mutter, die Elektroschrottdeponien von Agbogbloshie, Karl-Marx-Bücher (und solche die fehlen). Arno Widmann hat Bücher vom Nachttisch geräumt.
Das ist wirklich Liebe zum Buch: Die SZ wird angesichts einer Box mit Jakob Tuggeners „Books and Films“ von einer so heftigen Gier ergriffen, dass sie klaglos 700 Euro auf den Tisch legt. Die Zeit empfiehlt Maryam Madjidis Debütroman „Du …
Mit Faszination liest die FAZ die Erinnerungen der endlich wiederentdeckten Gabriele Tergit an die Weimarer Zeit und die frühe Bundesrepublik. Die FR lernt aus Ayobami Adebayos Roman „Bleib bei mir“ Manches über die achtziger Jahre in Nigeria. Die SZ bespricht …
Die FAZ liest bei Cesare Pavese nach, wie wenig selbstgenügsamer Egoismus in Zeiten der Krise trägt. Von Max von Oppenheim lernt sie, wie das Deutsche Reich einst die muslimische Welt gegen die westlichen Demokratien aufhetzte. Fürs Herz empfiehlt sie Michael …
Mit seinem Buch „Geheimdienst in der Krise“ erinnert Jost Dülffer die SZ daran, wie heftig sich der BND bereits in den sechziger Jahren gegen demokratische Kontrollen sperrte. Sehr instruktiv findet sie auch, wie Jens Hacke in seiner liberalen Ideengeschichte die …
Zweisprachig, mehrsprachig, mischsprachig: Der tschechische Surrealist Ivan Blatný verteidigte mit seinen Gedichtcollagen den Geist Europas noch in der englischen Psychiatrie. Eine Wiederentdeckung
Die FAZ liest Weltliteratur mit Gedichten von Philippe Jaccottet und einer Erzählung von Julio Cortazar. Und sie vertieft sich in ein lebendiges Panorama der deutschen Sprache im Ersten Weltkrieg. Die NZZ bewundert die filigranen neapolitanischen Miniaturen Wanda Marascos….
Ganz entzückend findet die SZ Anna Katharina Fröhlichs märchenhaft-bizarre „Rückkehr nach Samthar“. Auch die von Barbara Wiedemann herausgegebene und klug kommentierte Ausgabe der Gedichte Paul Celans liest sie mit Gewinn. Die FAZ reist mit Johann-Günther König durch die …
Die NZZ blickt mit Maggie O’Farrell in „Ich bin, ich bin, ich bin“ dem Tod ins Gesicht. Die FR lernt von Madeleine Albright, was Faschismus nicht ist. Viel mehr als ein erotischer Schlüsselroman über Philip Roth ist …
Die FAZ lauscht beglückt Gesprächen mit und über David Lynch. Mit Nina Lykke zerlegt sie den wohlhabenden Mittelstand in glasscherbenklare Einzelteile. Die SZ versinkt lieber in den Untiefen des Krötendaseins….
Die SZ setzt sich in Luise Meiers virtuose „MRX Maschine“ und feiert Julia von Lucadous Selbstoptimierungsdystopie „Die Hochhausspringerin“. Die taz würdigt Daniela Emminger als eine der originellsten Stimmen Österreichs. Die Welt radelt atemlos die Tour de France mit Antoine Blondin….
Die Welt folgt der italienischen Autorin Luce D’Eramo gebannt auf ihrem Weg von der glühenden Faschistin zur KZ-Überlebenden. Bei Lisa Halliday, einst Geliebte von Philip Roth, erkennt sie die eigene Sensationslust im Spiegel. Die taz verstrickt …
SZ und NZZ reisen mit Adolf Muschg ins verstrahlte Fukushima und kommen zu unterschiedlichen Urteilen: Zart und lebensprall, meint die NZZ, fragwürdig, findet die SZ. Die FAZ lernt von Donna J. Hathaway, dass sich die Erde nur retten …
Silke Helmerdig zeigt in ihrem Buch „Berlin by Numbers“, wie das Prinzip des Suchbilds für ein Stadtpoträt nutzbar gemacht werden kann. Bis zum 9. September sind die Arbeiten der Finalisten des Deutsche-Börse-Fotopreises in Frankfurt zu sehen….
Die NZZ liest einen historischen Band über die Monarchisierung der Alpen. Die Zeit sagt es mit Bauchweh, dann aber doch: Meg Wolitzers feministischer Roman „Das weibliche Prinzip“ ist ihr zu brav. Da empfiehlt sie lieber die Bücher der Comic-Künstlerin Liv …
Meg Wolitzer stellt in ihrem Roman „Das weibliche Prinzip“ überzeugend die Machtfrage. Unbedingt lesen, empfiehlt die FR. Experimentell und zugleich zeitlos fängt der argentinische Comic-Künstler Alberto Breccia den Horror der Geschichten H….