BÜCHERSCHAU DES TAGES: Eruptionen der Unförmigkeit
Schauder der Jenseitigkeit entlockt Alberto Breccia der SZ mit seiner Comicversion von H.P. Lovecrafts Cthulhu-Erzählungen….
Schauder der Jenseitigkeit entlockt Alberto Breccia der SZ mit seiner Comicversion von H.P. Lovecrafts Cthulhu-Erzählungen….
Die FR streift mit Michal Ksiazek auf der „Straße 816“ entlang dem Fluss Bug durch das fremde Grenzgebiet von Polen, Weißrussland und der Ukraine. Die FAZ erwärmt sich für das bedingungslose Grundeinkommen, für das ihr Richard David Precht …
Die FAZ reist mit Bruno Preisendörfer zurück in die Fünfziger und nimmt Abschied von VHS und Handysocke. Die NZZ verabschiedet indes den kritischen Intellektuellen. Die SZ freut sich über die Wiederentdeckung von Arthur Koestlers Sonnenfinsternis….
Der Zeit wird ganz melancholisch von Bodo Kirchhoffs autobiografischem Roman „Dämmer und Aufruhr“. Auch die FR versinkt in einem autobiografischen Roman aus dem Nachkriegsdeutschland – „Pfaffs Hof“ von Hiltrud Leenders. Die NZZ liest bei David Gugerli, dass der Computer …
Die NZZ lässt sich von Marie Nimier an den Strand locken. Die FR erhält Denkanstöße in Toni Morrisons Vorlesungen über den Rassismus in den USA. Die FAZ kommt mit niemandem Syrien so nahe wie mit Khaled Khalifa….
So wichtig wie respektabel findet die taz Willi Jaspers selbstkritischen, uneitlen Erinnerungen an seine Zeit bei der maoistischen KPD/AO. Die SZ kann gar nicht genug bekommen, wenn Richard Russo von Glanz und Brutalität Hollywoods erzählt. Die FAZ klärt derweil mit …
FAZ und SZ besprechen heute vor allem Kinder- und Jugendbücherr: Ziemlick klasse findet sie, wie Frida Nilsson in „Ich und Jagger gegen den Rest der Welt“ einen Jungen mit seinem Hund gegen Mobbing und Scheinheiligkeit ankämpfen lässt. Komik, Geist und …
Dominique Manotti erzählt in ihrem hochaufgeladenen Wirtschaftsthriller „Kesseltreiben“, wie ein französischer Großkonzern kleingekocht wurde. In „Kalter Frieden“ versetzt Philip Kerr den alten Berliner Bullen Bernie Gunther an die französische Riviera und lässt ihn mit echtem Savoir-faire die Probleme der …
Die NZZ liest syrische Poesie und entdeckt in dem Band „Deine Angst – Dein Paradies“ intensive und schöne, bittere, aber auch leichtfüßige Kriegslyrik. Liebhabern der Stadt Damaskus empfiehlt sie Ghayath Almadhouns Band „Ein Raubtier namens Mittelmeer“. Die taz durchstreift mit …
Die Zeit amüsiert sich mit Michel Fabers furiosem Science-Fiction-Ehe-Briefroman „Das Buch der seltsamen neuen Dinge“. Die FR empfiehlt die neuen Gedichte von Günter Kunert. Die FAZ bewundert die Mischung aus Komik und Krieg in den Romanen des georgischen Autors Aka …
Die FAZ bewundert den scharfen Geist Joseph Jouberts, Freund von Diderot und Chateaubriand. Die FR lernt mit Joachim Campe den depressiven Rossini kennen. Die SZ liest mit Hanno Millesis „Die vier Weltteile“ nicht weniger als ein Höhlengleichnis des Medienzeitalters….
Total verrückt und ungeheuer cool findet die FR Rita Indianas karibische Ökothriller-Hipstersatire „Tentakel“. Besonders gut gefällt ihr an Lewis Grassic Gibbons schottischem „Lied vom Abendrot“ Esther Kinskys Übersetzung ins Plattdeutsche. Die NZZ rühmt Elizabeth Taylors konsequenten Antibildungsroman „Angel“….
Seufzer des Glücks entlockt der FAZ Kai Grehn mit seinem intim-atmosphärischen Hörspiel „Mu!“. Schön dünkelhaft findet sie auch, wie Wolfgang Büttner „Frau Jenny Treibel“ liest….
Die SZ erkennt mit Francois Cheng die Schönheit der Seele und wirft eigene Vorstellungen über Bord. Bewegt und empört liest sie Julian Volojs und Thomas Campis Graphic Novel über Superman-Erfinder Joe Shuster. Sehr erhellend findet die FAZ den Briefwechsel …
Daniel Kehlmann vergeht in der Zeit die Lust auf die WM nach Stefan Gmünders und Klaus Zeyringers Abrechnung mit Fifa und Weltfußball „Das wunde Leder“. Nur bewundern kann sie, wie Charlie English „Die Bücherschmuggler von Timbuktu“ besingt und zugleich …
Die FAZ fragt mit Armin Nassehi: „Gab es 1968?“ und erhält faszinierende Antworten. Die NZZ gedenkt mit schwerelosen Gedichten von Cees Nooteboom der Toten und freut sich über gereifte Erzählungen von T….
Die taz liest mit wachsender Beklemmung das neue Wespennest: Kann es sein, dass die Dummheit die Weltherrschaft übernimmt? Für die WM rüstet sie sich Christoph Biermanns „Matchplan“. Höchst vergnügt liest die SZ Chateaubriands Erzählung „Atala“, bei der Harmonie und …
Die FAZ staunt, wie Josef Winkler die Biografie seines Vaters mit der braunen Vergangenheit Österreichs verknüpft. Die FR bewundert, dass Sigrid Damm sich ihrem Vater so bedächtig wie zuvor Goethe und Schiller nähert. Die taz gibt sich mit René Daumal …
Die SZ lässt sich von Ed Yong in die faszinierende Welt der Mikroben einführen und lernt viel für’s Leben. Außerdem freut sie sich über eine Neuausabe von Fritz Alexander Kauffmanns „Chronik einer Kindheit“. Die FAZ unternimmt mit Carl Schmitts Tagebüchern …
Bill Clinton hat seinen ersten „Thriller“ geschrieben: Die SZ schaut verschämt zur Seite, der Zeit knistert nur die Erotik zu wenig. FAZ und Zeit lauschen hingerissen den fantasie- und würdevollen Totengesprächen von Robert Seethaler. Die NZZ lässt sich …
Unsere neue Rubrik Fotolot aktuell: Die Kunsthalle Mannheim setzt zur Neueröffnung ganz ohne Risiko auf Jeff Wall. Gabor Arion Kudasz‘ „Human“ ist ein Must Have für Fotobuchfreunde. Außerdem: Fotoworkshops mit Fred Hüning und Todd Hido….
Die FAZ lauscht glücklich Michael Chabons geschichtspraller und wortgewaltiger Geschichte einer jüdischen Familie über mehrere Generationen, Zeiten und Orte. Die SZ hat viel Spaß an den intimen Details, die ihr Thomas Blubacher aus dem Liebesleben der Theaterschauspielerin Ruth Hellberg verrät. …
Die FAZ lernt mit Jaron Lanier, von einem sozialen Internet und der Transparenz der Algorithmen zu träumen. Mit Maxim Kantor durchlebt sie das Drama russischer Geschichte. Die NZZ liest sehr berührt Monika Sznajdermans polnisch-jüdische Familiengeschichte „Die Pfefferfälscher“….
Die SZ nimmt sich einen ganzen Stapel Bücher zu 1968 vor und ist besonders beeindruckt von Christina von Hodenbergs Bilanz „Das andere Achtundsechzig“: Denn der größte Erfolg der Revolte war die nachhaltige Politisierung der Geschlechterverhältnisse. Die taz arbeitet sich mit …
George Saunders feiert mit Abraham Lincoln und den Geistern im Totenreich das Leben, Waguih Ghali erkundet das postrevolutionäre Kairo der Fünfziger, Madame Nielsen erzählt magisch, poetisch und mit einer Prise Düsternis von aristokratischen Hippies auf einem sommerlichen Gutshof in …