VOM NACHTTISCH GERÄUMT: Probehandeln, probefühlen
Über Christa Wolfs Briefe, Martin Walsers neuen Roman „Gar alles“, jüdische Musik und Karl Rahners sündige Kirche: Arno Widmann hat Bücher vom Nachttisch geräumt.
Über Christa Wolfs Briefe, Martin Walsers neuen Roman „Gar alles“, jüdische Musik und Karl Rahners sündige Kirche: Arno Widmann hat Bücher vom Nachttisch geräumt.
Die FAZ freut sich an der feinen Ironie von Giuseppe Tomasi di Lampedusas Erzählband „Die Sirene“. Die NZZ macht es sich auf „Henrikes Dachgarten“ gemütlich. Die taz empfiehlt Fabien Toulmés Graphic Novel „Die zwei Leben von Balduin“….
Die NZZ lernt von Walt Whitmann: Der schöne Mann isst Burger und trägt Bart. Michael Zeuske erklärt ihr allerdings, dass „Sklaverei“ die Hälfte der Menschheit betrifft, und zwar seit Jahrtausenden. Die SZ erkennt mit F….
Witzig und präzise findet die FR Flannery O’Connors Geschichten aus dem Bible Belt „Keiner Menschenseele kann man noch trauen“. Die taz taucht mit „Pathos und Schwalbe“ ein weiteres Mal in Friederike Mayröckers Sprachstrom. Mit großem Interesse liest sie auch Bénédicte …
Die SZ stellt eine Reihe Kinderbücher vor. Besonders gut gefallen hat ihr Hildegard Müllers Krimi „Ich bin hier bloß das Schaf“ mit der charmanten wolligen Ermittlerin Charlotte. Die FR lässt sich von Michael Chabons Großvater bezirzen, dessen Leben von Liebe, …
Von wegen schwarz: Der Band „Berlin Noir“ versammelt dreizehn Kurzgeschichten Berliner AutorInnen, die voller Lieber zur Großstadt ihren dunklen Untergrund erkunden. In seinem Roman „Leiser Tod“ bringt der Australier Garry Disher Kunstdiebe und Ermittler auf den Pfad polizeilicher Tugend …
Die Zeit hält mit Pauline de Bok vom Hochsitz nach Beute Ausschau. Die SZ schwärmt von der Konkreten Poesie Eugen Gomringers. Die NZZ denkt mit Ngugi wa Thiong’o über die „Dekolonisierung des Denkens“ nach….
Voll auf ihre Kosten kommt die SZ mit Rétif de La Bretonnes erotisch-abenteuerlustigen Erinnerungen „Monsieur Nicolas oder Das enthüllte Menschenherz“. Vergnügt liest sie auch die Comic-Biografie des hotzenplotzigen Reinhold Messner. Die FAZ findet John Darnielles Provinzroman „Rekorder“ so magisch wie …
Als kleines Wunderwerk preist die SZ Judith Kellers Vignetten „Die Fragwürdigen“, die human und präzise von Menschen in der Zürcher Straßenbahn erzählen. Die FR empfiehlt Dana Grigorceas unsentimentale Tschechow-Variation „Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen“. Die FAZ liest Kinderbücher: Besonders …
Die Welt jubelt über die Wiederentdeckung von Hermann Kestens Roman „Die fremden Götter“, der sich lese wie eine Screwball Comedy. Von Botho Strauß hätte sie sich dagegen mehr Männlichkeit gewünscht. Martin Walsers „Briefe an eine unbekannte Geliebte“ lässt sie sich …
Die SZ erlebt in Mathieu Sapins Graphic Novel vergnügt, wie Gerard Depardieu durch Russland walzt. Außerdem liest sie interessiert James McBrides James-Brown-Biografie. Die FAZ erfährt von dem Kommunikationsberater Hannes Ley die Ursachen für Lügen und Hass …
Warum Max Horkheimer die Familie als „Keimzelle des Faschismus“ beschrieb, versteht die SZ mit Paul Theroux‘ hoch amüsantem Roman „Mutterland“ bestens. Die Zeit würde Hideo Yokoyamas Thriller „64“ gern einen Nobelpreis überreichen. Die FAZ liest Monika Marons „Munin“ und …
Die Liste der Lyrik-Empfehlungen 2018 der Darmstädter Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, dem Münchener Lyrik-Kabinett und dem Berliner Haus für Poesie ist heute, zum Welttag der Poesie, erschienen. Einige Bände herausgegriffen
Humor und einen Sinn für Tragik findet die FR in Karosh Tahas Debütroman „Beschreibung einer Krabbenwanderung“ über ein Migrantenschicksal in einem tristen deutschen Hochhaus. Die SZ lobt Gareth Greenwells Debütroman „Was zu dir gehört“ über einen amerikanischen Expat, der in …
Ein bisschen diskurslastig, aber seismografisch präzise findet die FAZ Daniel Galeras Roman „So enden wir“, der von der Desillusionierung der brasilianischen Mittelschicht erzählt. Die NZZ liest gebannt Stephen Greenblatts „Geschichte von Adam und Eva“. Berührt ist die FR von Heinrich …
Nationbuilding und ihre Medien: „Die neunundsechzig Stationen des Kisokaido“, einem Meisterwerk der japanischen Holzschnitzkunst von Utagawa Hiroshige und Keisai Eisen.
Die FAZ warnt: Wenn Nora Gomringer Günter Grass Liebeserklärung an“Grimms Wörter“ einliest, ist Besessenheit im Spiel. Auf echte Klangkunst erkennt sie beim Hörspiel „Sie sprechen mit der Stasi“ von Andy Ammer und FM Einheit. Sehr lehrreich findet die SZ das …
Laurence Sterne auf allen Kanälen: Überschwänglich begrüßen taz, NZZ und FAZ die von Michael Walter übersetzte Werkausgabe des seit 250 Jahren toten und doch quicklebendigen Dichters des „Tristram“. Besonders die Briefe haben es den Rezensenten angetan. Die FAZ empfiehlt …
Die SZ lernt mit einem Kinderbuch von Gus Gordon das Fliegen. Die FR liest in „Verraten – Vertrieben – Vergessen“ über die Pionierleistungen von 13 nach 1933 vertriebenen deutschen Hirnchirurgen. Die FAZ lässt sich von Dennis Altman und Jonathan Symons …
Die SZ empfiehlt die neunzigste Ausgabe des Schreibheftes als perfekte Vorbereitungslektüre für die russischen Präsidentschaftswahlen. Die Zeit lauscht vergnügt den dramatischen Vertröstungs- und Bettelbriefen von Claude Debussy. Die FAZ liest Paul Therouxs „Mutterland“ als Roman der Dekadenz….
Die FAZ lernt von Mary Beard die Machtstrukturen der Antike und die Dynamiken der Netzkultur kennen und erfährt bei Michael Butter, wie Verschwörungstheorien funktionieren. Die SZ lernt politisch korrekte Sprache von Anatol Stefanowitsch. Die NZZ liest zwei Bücher …
Die taz folgt Georg Klein fasziniert in die obskure Welt der Mittleren und Höheren Büros. Von Punk-Musiker Thorsten Nagelschmidt lässt sie sich noch einmal Angst vor dem normalen Leben machen. Herrlich schräg findet die FAZ das linksliberale Personal in …
Die SZ geht mit Ian McGuire im „Nordwasser“ auf Walfang. Einen neuen Blick auf das Leben im Grenzgebiet der DDR eröffnet ihr die Amerikanerin Isabel Fargo Cole mit ihrem Roman „Die Grüne Grenze“. Die FR folgt Esther Kinskys Streifzügen durch …
Die FAZ lernt von Mickael Launay die Schönheit der Mathematik kennen. Die SZ erfährt in „Behind the Wall“, weshalb in der DDR Depeche Mode verehrt wurde. Die taz lernt den Ursprung von Amos Oz‘ Prosa in dessen frühen Erzählungen …
FAZ und SZ lesen Wolfram Eilenbergers philosophiegeschichtliche Vierfachbiografie „Zeit der Zauberer“ mit gemischten Gefühlen: Die SZ erkennt das radikale Denken der Zwanziger, zu verspielt, meint die FAZ. Die SZ nähert sich mit Handke, Huppert und Co. dem Unruhegeist …