BÜCHERSCHAU DES TAGES: Literarische Widerständigkeit
Die FAZ liest den Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch atemlos wie einen Roman. Mit Ian Kershaw reist sie in zwölf Kurzporträts durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts….
Die FAZ liest den Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch atemlos wie einen Roman. Mit Ian Kershaw reist sie in zwölf Kurzporträts durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts….
Die bewegte FAZ liest „Die Stille verschieben“ als Etel Adnans Abschiedsgesang. Außerdem erfreut sich sich an der schwingenden Leichtigkeit von Ulrike Almut Sandigs Gedichtband „Leuchtende Schafe“. So sensationell findet die Zeit den Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch, …
Die FAZ freut sich über Georges Canguilhems Band „Über Maurice Halbwachs“, mit dem der in Buchenwald ermordete französische Soziologe und Philosoph endlich bekannter gemacht wird. Die SZ empfiehlt tief beeindruckt die Texte des ägyptischen Bloggers Alaa Abdel Fattah aus …
Die SZ jauchzt vor Begeisterung, wenn Stefano Massini die Pleite der Lehman Brothers als große Commedia dell’arte und in Versen erzählt. Die taz verfolgt beeindruckt, wie Amartya Sen seine Biografie „Zuhause in der Welt“ zu einem großen intellektuellen Panorama aufspannt. …
Der Dlf bewundert, wie Cormac McCarthy in seinen raffiniert verbundenen Romanen „Der Passagier“ und „Stella Maris“ die ganz großen Themen verhandelt. Der DlfKultur lernt von Annett Meiritz und Juliane Schäuble, den Machtanspruch konservativer Frauen in den USA zu fürchten. Die …
Die FAS lernt von dem britischen Umweltaktivisten George Monbiot, dass auch Bioprodukte viel zu umweltschädlich sind: Er setzt auf Proteinpulver, wohl bekomm’s. Die FR empfiehlt Gwendolyn Sasses historisch ausgreifendes Buch über den „Krieg gegen die Ukraine“, …
Die FAZ freut sich mit Gabriele Stötzer, dass der Atem der Erfurter Kunstszene länger ist als der der Stasi. Die FR streift mit Michael Kumpfmüllers modernem Jesus vergnügt durch das Berlin der Gegenwart. Mussolinis ganzes „Schmierentheater“ erkennt die SZ …
Die FAZ stößt mit Dmitry Glukhoskys Grotesken das Tor zur russischen Hölle auf. Von Mooses Mentula lernt sie, wie man mit einem Schildkrötenpanzer und einem Beutel voller Bücher sein Leben neu ordnet. Mit angehaltenem Atem liest die SZ die Autobiografie …
Die FAZ liest deprimiert Patrick Radden Keefes Buch „Imperium der Schmerzen“ über die fatale Opioidkrise der USA: Nicht mal als interessante Schurken taugt die Pharma-Familie der Sacklers, die einfach nur geldgierig und zynisch waren. Auch Martin Herzogs Geschichte der …
Iwan Bunins Notizen aus dem Krieg in Odessa sind hundert Jahre alt, und dennoch könnte „Nachts auf dem Meer“ auf den Tag genau von heute sein, staunt die NZZ. Die FR freut sich: Endlich tritt Dorothea Bach in Angela Steideles …
Die FAZ begegnet einer überraschend zahmen Greta Thunberg in deren „Klimabuch“. Die NZZ lernt von Irina Rastorgueva, was der Kreml alles vortäuschen muss, um ein „Russlandsimulakrum“ zu erschaffen. Die SZ schaut mit Christopher Peters auf die „erregte …
Der FAZ vergeht der Appetit auf Fleisch nach der Lektüre zweier Bücher über Massentierhaltung. Mit Rohland Kaehlbrandt entdeckt sie die Liebe zur deutschen Sprache neu. Emilio Lussus Zeitzeugenbericht zum „Marsch auf Rom“ stellt manch wissenschaftliche Analyse in den Schatten, versichert …
Vor dreißig Jahren erschütterte eine Serie rechtsextremer Mordattentate Deutschland, oder genauer: Es dauerte eine ganze Weile, bis Deutschland erschüttert war. Unterdessen entfaltete sich zwar nicht mit direkter Kooperation staatlicher Stellen, aber doch mit stillschweigender Duldung ein düsteres Szenario des Terrors. …
Ganz große Kunst, lobt die Zeit Jochen Schmidts Reise ins Kindheitsparadies Schmogrow im Oderbruch. Die SZ redet gern mit Sebastian Kurz über Politik, solange sie dabei die 454 Seiten Vernehmungsprotokolle seine ehemaligen Mitarbeiters Thomas Schmid vor sich hat. Der …
Die FAZ saust mit Ben Wilson durch sechstausend Jahre Stadtgeschichte bis in die Mega-City des globalen Südens. Mit der Islamforscherin Susanne Schröter seziert sie die Fehler der westlichen Politik. Auch die NZZ knöpft sich den Westen vor, allerdings mit dem …
So klasse wie Hergés „Tim in Tibet“, aber politisch ganz vorne weg findet die FAZ Flix‘ Marsupilami-Comic „Das Humboldt-Tier“. Noch besser gefällt der taz die Comic-Hommage „Stockhausen“, die David von Bassewitz und Thomas von Steinaecker dem Mann widmen, …
Der Dlf freut sich über die Wiederentdeckung des Schweizer Autors Christoph Geiser , der schon in den achtziger Jahren radikal und mutig über Herkunft und Homosexualität schrieb. Der DlfKultur verfolgt berührt, wie sich bei Jessica Au Mutter und Tochter auf …
Die FAS liest bei Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey nach, wie das auf Souveränität pochende Individuum der Spätmoderne zum Queerdenker wurde. taz und FAZ hören das Herz eines wahren Europäers schlagen aus Ronert Menasses EU-Roman „Die Erweiterung“, der von der …
Die FAZ empfiehlt zwei Bücher zu 1848: Den gleichnamigen Band der Historikerin Alexandra Bleyer, aber auch Jörg Bongs etwas konventionelle, aber dafür plastisch geschriebene Revolutionsgeschichte „Die Flamme der Freiheit“. In der SZ legt der Historiker Jürgen Osterhammel Lesern …
Die FAZ tanzt mit Almudena Grandes unter der Franco-Diktatur auf den drei Hochzeiten von Manolita. Die FR begleitet mit Fernando Aramburu einen Lebensmüden zu einem möglichen Happy End? Die NZZ liest gebannt Regula Bochslers Recherche über die abstoßenden Geschäfte der …
Die FAZ bestaunt die „Fabelhaften Wesen“, mit denen Alberto Manguel eine Art Buchwohngemeinschaft bildet. Die NZZ liest interessiert Manfred Hildermeiers Buch über das wechselhafte Verhältnis Russlands zum Westen. Die SZ hört die Pyrenäen sprechen in Irene Solas „Singe ich, tanzen …
Der DlfKultur bewundert das Feingefühl, mit dem Barbaros Altug in „Ausländer“ von Heimatverlust und Exil schreibt. Die taz folgt Miqui Otero nur allzu gern auf den Spuren des poetischen Phantasten „Simón“ durch Barcelona. Die FAZ lernt mit Klaus Zeyringer, …
Die FAZ taucht mit H.C.Artmanns Klangbuch „Um zu tauschen Vers für Kuss“ in den kunstvoll bewegten Wörtersee….
„Sprache ist Atem, gefüllt mit Sinn“ , so der ukrainische Dichter, Autor, Musiker und Aktivist Serhij Zhadan, der am 23. Oktober in der Frankfurter Paulskirche mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird. Hier einige Beobachtungen zur Dichtung Zhadans….
Martin Kordićs zarter und leichter Roman „Jahre mit Martha“ ist ein „literarisches Phänomen“, findet die NZZ und stimmt in den Chor der Hymnen ein. Die taz liest mit Faszination Will Eisners Comic „Das Komplott“, in dem sich der Autor …