BÜCHERSCHAU DES TAGES: Wortgewaltig transzendiert
Die taz geht freudig mit Alma Karlin auf eine einsame Weltreise. An Theodor W. Adornos neu herausgebrachten Vorträgen erkennt sie den Vorsprung der Kritischen vor der Systemtheorie….
Die taz geht freudig mit Alma Karlin auf eine einsame Weltreise. An Theodor W. Adornos neu herausgebrachten Vorträgen erkennt sie den Vorsprung der Kritischen vor der Systemtheorie….
NZZ, Dlf und Dlf-Kultur bewundern Aktualität und sprachliche Schönheit von Rachel Cusks Essay über das Mutterwerden aus dem Jahr 2007, als man noch in Telefonzellen telefonierte. Dlf-Kultur trifft mit Lauren Groff außerdem auf Guy de Maupassant in „Florida“. …
Die Serien, an denen Roger Ballen aktuell arbeitet, beschäftigen sich unter anderem mit Mäusen und Bildern von Rohrschach-Tests. Aber egal, ob es bunter wird oder wieder schwarzweiß, ob gegenständlich oder abstrakt, oder ob er, wie in der aktuellen Pariser Ausstellung, …
Die FAZ überlässt sich genussvoll dem mühelosen magischen Realismus von Olga Tokarczuks „Jakobsbüchern“. Die FR vertieft sich angeregt in Wolfram Knauers Jazz-Geschichte „Play yourself, man!“….
Die Zeit ist sicher: H. Glenn Pennys tragische Geschichte der deutschen Ethnologie wird im Humboldt Forum für Diskussionen sorgen. Die NZZ erkennt mit Petina Gappah: Das einzige Licht, dass die Weißen nach Afrika brachten, war das Feuer ihrer Gewehre….
Sätze für die Ewigkeit findet die SZ in Jane Birkins Tagebücher, in denen coole Kunst und britische Upperclass zusammenfließen. Süffig, rasant und trotzdem meta findet die taz Cemile Sahins Roman „Taxi“, in dem eine Mutter ihrem verschwundenen Sohn eine Serie …
Die Abgrenzung des Ich, im Wald baden, denkende Materie und eine Theorie Casanovas: Arno Widmann hat Bücher vom Nachttisch geräumt.
Der Dlf feiert Mircea Cartarescus surreales Meisterwerk „Solenoid“. Der DlfKultur bewundert die Furchtlosigkeit des jungen Danilo Kiš. Nicht von der Hand zu weisen findet er außerdem Berengere Viennots Verdacht, Donald Trump sei ein Legastheniker….
Die Welt durchlebt mit einer frühen Rachel Cusk ein wahres Mutterunglück. Die NZZ wohnt mit Konrad Schmid und Jens Schröter fasziniert der „Entstehung der Bibel“ bei. Dlf Kultur spielt mit John Le Carré „Federball“….
Die SZ empfiehlt neue Kinder-Sachbücher und verliert sich vor allem in Jan Bajtliks Labyrinth griechischer Mythen und Sagen. Außerdem nimmt sie den neuen Asterix-Band gründlich unter die Lupe. Die NZZ swingt mit Wolfram Knauer zu deutschem Jazz und annonciert …
Die FAZ liest mit Robertson Davies‘ „Der Fünfte im Spiel“ einen mit leichter Hand geschriebenen Schicksalsroman. Die NZZ lernt mit Wolfgang Wills Buch „Athen oder Sparta“ über den Peloponnesischen Krieg, welche Gefahren einer Demokratie drohen. Die Zeit blickt …
Die FAZ setzt sich mit Adriano Sofri in „Kafkas elektrische Straßenbahn“ und findet Textkritik at its best. Mit Susanne Röckels „Kentauren im Stadtpark“ blickt sie ganz neu auf das Verhältnis von Mann und Frau. Die FR findet: Gregor Sander hat …
So geht zeitgemäßes Erzählen, jubelt der Dlf über Cemile Sahins subversiven Roman „Taxi“, der sehr heutig von Menschen im Krieg erzählt. Die NZZ lernt von Mircea Cartarescu, zwischen Boden und Zimmerdecke zu levitieren. Die FAZ folgt Antonio Munoz …
Der Dlf lernt von Hans Blumenberg, wie die Psychoanalyse der Aufklärung zuwiderläuft. Die FAZ lauscht vergnügt Ulrich Alexander Boschwitz‘ Roman „Menschen neben dem Leben“ in der Hörfassung. Auch Michel Houellebecqs Romane als Hörspiele gefallen ihr gut….
SZ und FR empfehlen Rüdiger Safranskis Hölderlin-Biografie: Die SZ lernt Hölderlin in seiner Zerrissenheit und Schönheit kennen, die FR erkennt sich gar selbst. Die NZZ streift gebannt mit Ahmed Saadawis „Frankenstein“ durch Bagdad. Die taz trifft sich mit Jan …
Wer über Handkes Jugoslawien spricht, sollte Martin Pollacks Familiengeschichte lesen, empfiehlt die SZ. Heldenhaft findet die NZZ, wie Salman Rushdie seinen „Quichotte“ durch amerikanische Popkultur und vorbei an Themen wie Mafia, Opioid-Krise und Fremdenhass streifen lässt. Die FR lernt …
In Tawni O’Dells „Wenn Engel brennen“ versucht Chief Dove Carnahan nicht nur den Mord an einem Mädchen aus schlechter Familie aufzuklären, sondern auch ein bisschen Sozialkompetenz ins abgehängte Pennsylvania zu bringen. Mick Herron lässt in seiner urkomischen Agentenreihe um den …
Magere Ausbeute heute, aber die Zeitungen haben sich ja auch in den letzten Tagen mit ihren Literaturausgaben verausgabt. Die FAZ lässt sich von Norbert Gstrein in zwei Hochzeiten und zwei Todesfälle verwickeln. Die FR durchschwimmt mit Ulrike Draesners Held Charles …
Tommy Orange feiert ein poetisch-drastisches indianisches Powwow. Erik Fosnes Hansen blickt melancholisch auf die Grandezza eines Grand Hotels der Achtziger zurück, Sandra Newman rappt die Apokalypse und Gilles Kepel legt sein opus magnum zu den Krisen in Nordafrika und im …
Die taz ahnt mit Kerstin Schankweilers Essay zu „Bildprotesten“ in Sozialen Medien den visuellen Epochenbruch. Der DlfKultur hält „Quichotte“ für Salman Rushdies besten Roman seit Langem. Die SZ freut sich, dass in Hans Wollers Gerd-Müller-Biografie der Magier des Strafraums …
Die FR jubelt über Salman Rushdies neuen Roman „Quichotte“, der seinen LeserInnen gnadenlos die Zeit raubt. Die SZ freut sich über die Tropikalisierung der afrikanischen Literatur mit Alain Mabanckous „Petit Piment“. Außerdem empfiehlt sie zwei Bücher zu Italiens anhaltender Krisenfixierung….
Der Dlf sieht die polnisch-litauische Adelsrepublik des 18. Jahrhunderts mit den Augen des jüdischen Reformers Jakob Frank in den „Jakobsbüchern“ der frisch gekürten Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk. Die FR lernt Bukarest als Literaturweltstadt kennen in Mircea Cartarescus surrealem Roman …
Die FAZ lernt Charles de Gaulle bei Johannes Willms als skrupellosen Egomanen kennen und lässt sich von Liselotte Pulvers Lachen in deren Autobiografie anstecken. Die SZ empfiehlt norwegische Kinderbücher und staunt, wie Maja Lunde Kindern den Zweiten Weltkrieg erklärt. Dlf-Kultur …
Die FAZ lauscht Henning Ziebritzkis wundersamen Versen vom Weißstorch, von Sanderling und Nebelkrähe. Die FR wedelt sich mit dem Wortfächer Fontane „Dunkelschöpfungen“ und „Lausedichter“ zu. Der Dlf empfiehlt die minimalistischen „Budapester Überschreitungen“ von Janos Terey….
Die Zeitungen reichen Besprechungen zu Buchpreis-Kandidaten nach: Die FR gibt sich dem reinen Lesegenuss von Jackie Thomaes Roman „Brüder“ hin, die FAZ entdeckt mit Miku Sophie Kühmel die Verheerungen von Liebe und Leidenschaft in einer japanischen Teetasse. Außerdem empfiehlt die …