„Kunstgeschichtliche Mystifizierungen“
In „Dius“ erzählt Stefan Hertmans von einer Freundschaft, die von schöpferischen und geistigen Kunsterfahrungen geprägt wird „Darf ich reinkommen? Ich habe eine Überraschung für Sie….
In „Dius“ erzählt Stefan Hertmans von einer Freundschaft, die von schöpferischen und geistigen Kunsterfahrungen geprägt wird „Darf ich reinkommen? Ich habe eine Überraschung für Sie….
Thomas Groß wirbt in „Warum sich Weiterlesen lohnt“ für das Lesen als kommunikative Erfahrung „Im Lesen, in der Auseinandersetzung mit und über Künstlerisches, kommt Bewegung in die Literatur.“ Man könnte sie als Inselbegabungen bezeichnen, diese drei deutschen Dichter, denen …
Ian McEwan gewährt in „Was wir wissen können“ einen kritischen Blick in die Gegenwart „Alles, was je durchs Internet strömte, ist wohlbehütet in Neu-Lagos gespeichert und wurde längst katalogisiert. Durch Fortschritte in Quantencomputing und Mathematik wurde alles geknackt, was einst …
In „Moosland“ findet Katrin Zipse eine poetische Form, um von Unerträglichem zu erzählen „Es kommen Nächte, da hält sie es nicht mehr im Haus. Sie zieht die Strickjacke über und schleicht aus der Tür, hinaus ins schattenlose Licht. Der getrampelte …
Andreas Schäfer erzählt in „Letzter Akt“ von der „Wahrheit, die uns die Lüge der Kunst begreifbar macht“ »Sie sind Agnes, die Tochter eines indischen Gottes in August Strindbergs Traumspiel. Agnes kommt vom Himmel auf die Erde und muss begreifen, wie …
Fang Fang schildert in „Blume Vollmond“ die Auswirkungen von Kontrolle und Fremdbestimmung „Für Razzien dieser Art interessierte Yue Manhua sich nicht. Als sie sich jedoch durch die Menge der Gaffer drängte, vernahm sie plötzlich ein klapperndes Geräusch, als fielen unterschiedlich …
Kerstin Holzer ergründet in „Monascella“ Monika Manns Lebenskrisen „Man muss sich verhärten, sonst geht man kaputt.“ Dieser Satz fiel 1986 auf Capri in der Villa Monacone, die ihren Namen nicht von Monika Mann, der damaligen Bewohnerin erhielt, sondern wegen …
„Thomas Mann macht Ferien“ von Kerstin Holzer — Thomas Mann Jubiläum „Dieses Fleckchen bayerischer Erde, es ist wirklich ein Idyll. Wenn Thomas Mann auf der Terrasse seiner Ferienvilla steht, die auf einer kleinen Anhöhe thront, blickt er über eine saftig …
Nelio Biedermanns Familien-Saga „Lázár“ lebt durch gute Konstruktion auf der Schulter von Riesen „Am meisten liebte er es zu schreiben. Wobei „lieben“ eigentlich das falsche Wort war, denn er schrieb nicht aus Liebe, sondern aus einem sich völlig natürlich anfühlenden …
Laura Evans berichtet im „Atlas der Kunstverbrechen“ über Diebe, Fälscher und Vandalen „Mit jedem verschwundenen Kunstwerk verlieren wir einen Teil unserer kollektiven Menschlichkeit. Eine Verbindung zu unserer Vergangenheit wird für immer gekappt und unser Sinn für Identität sowie …
Verena Keßler schreibt „Gym“ über den zwanghaften Ehrgeiz einer Frau „Es war nur eine Phase, sagte ich mir. Es würde alles besser werden, wenn ich mein Ziel erreicht hätte. Wenn ich da wäre, wo ich hingehörte….
Selina Holešinsky entwickelt in ihrem Debüt „Schaltiere am Waldboden“ ein atemraubendes Pilot-Projekt „Vati erklärte mir das mit den Autos so, dass der Staat wollte, dass die Menschen ihre Autos aufgaben, weil jemand, der noch größer war als der Staat, es …
In „Die Legende“ erzählt Grisham von geistigen und materiellem Eigentum „Ich bin fasziniert von ihrer Geschichte, Lovely. Von der Geschichte Ihrer Leute und deren Überlebenskampf auf der Insel. Und jetzt gibt es eine neue Bedrohung, eine, die die Insel zerstören …
In „Dream Count“ thematisiert Chimamanda Ngozi Adichie die Diskriminierung weiblicher Lebensentwürfe hart am Chicklit »Lebst du das Leben, das du dir für dich vorgestellt hast?«, fragte ich. »Nein, aber wer tut das schon?…
„Das Fräulein“ von Ivo Andrić „ist zufrieden mit sich selbst und dieser Welt, in der es überall und immer etwas zu sparen gibt“ „Für sie gab es seit langem zwei ganz verschiedene, wenn auch nicht ganz voneinander getrennte Welten. …
Scott Preston erzählt in „Über dem Tal“ vom prägenden Einfluss der Lebenswelt „Der Hof lag in einer der vierzehn feuchten, grünvioletten Einöden, einer knapp zehn Kilometer breiten Senke, von Geröllhöhen begrenzt, Regenzeit zwölf Monate im Jahr, stets Säure im Wasser, …
Chris Broad erzählt in „Abroad in Japan“ von seinen „Erfahrungen bei der Erkundung einer Kultur und seiner unablässigen Selbstdemütigung“ „Bis zu diesem Augenblick hatte mich mein Stolz darauf, für das JET-Programm ausgewählt worden zu sein, zu der Vorstellung verführt, ich …
In „Die Spielerin“ erzählt Isabelle Lehn von einer Frau, die sich zurücknimmt, um nach vorne zu gelangen „Man umschreibt sie als Frau mittleren Alters. In diese Rolle fügt sie sich ein, ihr bezeichnendes Merkmal ist ihre Durchschnittlichkeit. Man könnte sie …
„Wackelkontakt“ Wolf Haas‘ meisterhafte Mise en abyme „Ist ja irre, die halbe Kunstgeschichte als Puzzle. Wer stellt so was her? Das ist ja echt ein bisschen – ich pack das irgendwie nicht….
Bei Anita Brookner durchläuft „Ein tugendhafter Mann“ seine innere Heldenreise „Er dachte an die unausgesprochene Übereinkunft, (…), dass er der Mann im Haus sein musste, dass er das Fortbestehen ihres kleinen Haushalts sichern musste. So verhielten sich Helden nicht. Helden …
Mit „Unmöglicher Abschied“ errichtet Han Kang den Opfern ein Mahnmal zwischen Traum und Realität „Es schneite stark. Ich stand auf einem Acker, an dessen einem Ende sich ein niedriger Berg anschloss. Auf dieser Seite war er vom Fuß bis zur …
Clare Chambers erzählt in „Scheue Wesen“ von der Macht der Erwachsenen und Ohnmacht von Kindern „In ALLEN GESCHEITERTEN BEZIEHUNGEN (sic!) gibt es einen zunächst noch unbemerkten Punkt, in dem man später jedoch den Anfang vom Ende erkennt….
Ljuba Arnautović macht in „Erste Töchter“ aus großen Leben eine kleine Geschichte „Später hat er über sein Leben ein Buch geschrieben und darüber, wie politische Verhältnisse menschliche Schicksale bestimmen.“ Dieses Zitat könnte das Motiv von Ljuba Arnautovićs Schreiben sein …
Markus Thielemann erzählt in „Von Norden rollt ein Donner” auf spannende Weise über die Ambivalenz eines vermeintlichen Idylls „Unten drängen sich die Tiere aneinander. Hera und Kasch, die beiden Hütehunde, umkreisen den Pulk. Jannes blickt hinunter, die Bewegungen erinnern ihn …
In „Man kann auch in die Höhe fallen“ erzählt Joachim Meyerhoff von der magischen Macht seiner Mutter „Was für ein Spektakel, dachte ich, Milch, Blut, Regen, Donner, Plazenta und Blitze, Mutterglück, neues Leben und ein nasser Mann Mitte fünfzig.“ …